Stadt Münster: Kulturamt - Literaturline

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Literaturline

Ihre persönliche Dichterlesung: Seit 2001 bringt die LiteraturLine Informationen, Texte und Ton über das Internet ins Haus. Es klingt und deklamiert, erzählt und dramatisiert - mal traditionell, mal experimentell. Geboten wird ein Spektrum ganz unterschiedlicher Lesungen von Lyrik, Kurz- und Kürzestprosa über Kostproben aus Roman, Märchen, Krimi, Biografie, Satire bis zu Lyrikvertonungen, Hörspiel, Kabarett und Klangcollage.

Lesung Juli/August 2017

Ilma Rakusa liest aus ihrem neuen Gedichtband »Impressum: Langsames Licht«

Portraitfoto

Ilma Rakusa, Foto: Giorgio von Arg

15 Jahre nach ihrem letzten Gedichtband, »Love after love«, bringt sich Ilma Rakusa wieder als Lyrikerin in Erinnerung. »Impressum: Langsames Licht« (Literaturverlag Drosch 2016) ist ein in mehrere Abteilungen gegliederter Band mit rund 90 kürzeren und längeren, zum Teil auch mehrteiligen Gedichten, die die Themen und poetischen Verfahren ihres gesamten Werks exemplarisch vorführen.

Ihr Ort ist die ganze Welt, bevorzugt aber der ehemalige Osten Europas. Ilma Rakusa ist eine Schauende, eine Zeitgenossin, die die unerwarteten Anblicke im Gewohnten und Alltäglichen ebenso wie in der Fremde mit den Verfahren der Moderne bewältigt. Und mit einer unerhört geschmeidigen und hochmusikalischen Sprache, die sich – trotz knapper Schnitte und schneller Assoziationen – nie allzu weit von der Alltagssprache entfernt und diese dadurch zu unglaublicher Dichte komprimiert.

Die kleinen Bewegungen der Erinnerung, das sensible Registrieren vergehender Zeit, der genaue Blick: daraus entsteht in diesen Gedichten eine andere, eine ungewohnte Schönheit, die die klassischen Topoi (Natur, Vergänglichkeit, Sehnsucht) auf selbstverständliche Weise mit aktuellsten gesellschaftlichen Fragen verbindet.

Die vorliegende Aufnahme entstand während ihrer Lesung im Rahmen des Internationalen Lyrikertreffens Münster 2017.

Ilma Rakusa, geb. 1946 in Rimavská Sobota, Slowakei. Studium der Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Heute lebt sie in Zürich und ist als freie Schriftstellerin, Übersetzerin, Publizistin (Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit) und Literaturwissenschaftlerin tätig. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Fachjury des Zuger Übersetzer-Stipendiums.
Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt 2017 den Berliner Literaturpreis. In der Begründung heißt es, Ilma Rakusas literarisches Werk thematisiere auf sensible und poetische Weise die kulturelle Vielfalt und Vielstimmigkeit Europas. Ihr 2016 erschienener Gedichtband »Impressum: Langsames Licht« lege eine im Alltäglichen versteckte wunderbare Welt offen.

„Bei allen filigranen Sprachspielereien haben ihre Texte auch immer einen handfesten Bezug zum Hier und Jetzt. Ihr lyrisches Ich will nicht nur rühren, es kann auch anfassen. Es kreist viel um sich selbst, verspinnt sich jedoch nie in hermetische Kokons, es tänzelt traumsicher um Dinge und Zustände, es staunt angesichts der Schönheit, scheut aber nicht die aktuellen Widrigkeiten der Welt.“ (Franz Haas)



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