Stadt Münster: Stadtentwicklung - Städtenetzwerk MONT

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Regionalentwicklung

Was ist MONT?

Kartenausschnitt mit Markierung der an MONT beteiligten Städte

Karte des Städtedreiecks

Nein, kein Berggipfel, sondern ein Netzwerk von Oberzentren diesseits und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze, in dem Münster (M) seit 1989 mit Osnabrück (O), Enschede und Hengelo zusammenarbeitet. Letztere sind mit Almelo, Borne und Oldenzaal in der Netwerkstad Twente (NT) zusammengeschlossen. Daher der prägnante Name MONT für dieses Kooperationsdreieck – lange als Städtedreieck bekannt – mit insgesamt rund 840.000 Einwohnern.



Titelblatt MONT Mapping, Bild: Info-Design:wplus

MONT Mapping, Bild: Info-Design:wplus

Der zentrale Anspruch der langjährigen Kooperation ist eindeutig: Wir wollen MONT als Innovationsraum und Wissensregion mit optimaler Erreichbarkeit im Europa der Regionen positionieren und dabei insbesondere Themen von europäischer Bedeutung besetzen – wie transnationale Erreichbarkeit, Klima, Arbeitsmarkt und Hightech. Sicherlich ist es schwer, als einzelne Stadt Gehör und Aufmerksamkeit auf europäischer Ebene zu erhalten. Hier kann und wird der gemeinsame und konzertierte Auftritt der MONT-Städte ein Türöffner sein. Von zentraler Bedeutung im Europa der Regionen ist es, stärker als bisher in Brüssel und in europäischen Netzwerken wahrgenommen zu werden. Ein erfüllbarer Anspruch, denn MONT ist in Europa für Europa interessant. Im Städtenetzwerk hat das europäische Miteinander Tradition. Dabei ist MONT mehr als die Aneinanderreihung der Initialen der Oberzentren: eine Spitzenregion im nationalen und europäischen Maßstab, besonders durch die zentrale Lage, die gute Erreichbarkeit und die wirtschaftlichen Potenziale. MONT hat herausragende Stärken und steht für Innovationskraft, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, Wissen und Wohlfühlen. All dieses wird besonders plakativ im MONT-Mapping dargestellt.



Foto "Osnabrück übernimmt Federführung im Städtenetz", Quelle: Stadt Osnabrück

Osnabrück übernimmt Federführung im Städtenetz, Quelle: Stadt Osnabrück

Doch wie kooperieren die MONT-Partner? Auf zwei Ebenen: Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Oberbürgermeister zu Spitzengesprächen, um Handlungsziele zu reflektieren und das Arbeitsprogramm festzulegen, und das unter wechselnder Federführung. Aktuell liegt die Federführung bei der Stadt Osnabrück. Die Gespräche werden durch sogenannte Koordinatoren vorbereitet, die jeweils in ihren Städten in engem Austausch mit den Fachämtern stehen.


Unterzeichnung des LOI zur Erreichbarkeit am 16.11.2017
Foto: Stadt Enschede

Unterzeichnung des LOI zur Erreichbarkeit am 16.11.2017 Foto: Stadt Enschede

Ein Schwerpunktprojekt ist derzeit die Umsetzung des "Letter of Intent zur Verbesserung der Erreichbarkeit des EUREGIO-Raumes und  der Oberzentren". Am 16.11.2017 haben das Städtenetzwerk MONT und die EUREGIO den LoI unterzeichnet und sich damit zum Ziel gesetzt, die deutsch-niederländische Erreichbarkeit der Grenzregion zu verbessern. Im Fokus sind dabei alle Verkehrsträger von der Straße über die Schiene und die Wasserstraße bis hin zum Luftverkehr.


Ein weiteres Arbeitsfeld ist der kontinuierliche gemeinsame Einsatz für den Ausbau des West-Ost-Korridors, denn die europäische Verkehrsachse von Großbritannien über die Randstad, Enschede/Hengelo, Osnabrück, Hannover und Berlin nach Warschau durchzieht die Region und erschließt den Wirtschaftsraum. Die Achse gehört mittlerweile als Corridor 2 – Nordsee-Baltikum-Korridor zum europäischen TEN-T-Netzwerk (TransEuropean Network Transport).



Ein weiteres Projekt der ganz anderen Art ist "Kenn deine Nachbarn – ken je buren". Unter dieser Devise haben die MONT-Städte ein InterregProjekt initiiert, um Verwaltung und Politik über Grenzen hinweg zusammenzubringen und auch Projekte zu initiieren. So haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch Politiker sich über die Arbeitsweisen zu den Themen Arbeitsmarkt, Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Stadtplanung informiert.



Und wie ist das Verhältnis zur EUREGIO? Diese Frage lässt sich einfach beantworten: MONT ist das starke Herz der EUREGIO. Die Oberzentren haben die Kraft, die Region mit zu entwickeln. Gleichzeitig werden dabei auch sie von der Region getragen, denn was wäre z. B. Münster ohne das Münsterland. Eine Einschätzung, die auch von Christoph Almering, dem Geschäftsführer der EUREGIO, geteilt wird, der neben dem Präsidenten der EUREGIO, Rob Welten, auch stets an den Spitzengesprächen teilnimmt. Schließlich stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage nach Fördergeldern und damit der europäischen Förderperiode 2021 – 2027, um hier gemeinsam mit der EUREGIO die europäischen Schwerpunktthemen zu besetzen.

Mit Blick auf die MONT-Zukunft ist sicher, dass die zahlreichen Herausforderungen und Aufgaben auf europäischer, nationaler, regionaler und auch lokaler Ebene gemeinsam angenommen und abgearbeitet werden. Denn die offene, vertrauensvolle und freundschaftliche Atmosphäre im Netzwerk ist ein Pfund, das gezielt in Europa eingesetzt wird. Hier hat MONT als langjähriges internationales Städtedreieck ein historisches Alleinstellungsmerkmal, das es zu sichern gilt.




 

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