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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Literaturline – Lesung für zuhause oder unterwegs
Sunan Gu © Jianing Zhao
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden.
Im März 2026 liest Luise Zieger aus „Ressourcen“, einem Stück von Sunan Gu.
Literaturline – Open Call für literarische Texte
Grafik: Jenni Henke © Kulturamt Münster
Die Literaturline Münster ist ein Angebot vom Kulturamt und bietet seit 1979 Lesungen zum Abhören. In der Literaturline werden literarische Texte unterschiedlichster Art veröffentlicht – immer mit einem Bezug zu Münster. Gesucht werden Autor*innen, die am Anfang ihrer literarischen Karriere stehen. Der Open Call ist Bestandteil der Veranstaltung POETRY und soll ganz besonders dazu einladen, lyrische Beiträge einzureichen. 2026 wird im Rahmen des Internationalen Lyriktreffens Münster wieder der Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie verliehen. Wie bei jeder Ausgabe bildet POETRY das Rahmenprogramm, das Lyrik in all ihren Ausdrucksformen erfahrbar machen will. Die eingereichten Texte werden von einer Jury gesichtet. Die Preisverleihung findet am 19. Juni in Münster im Rahmen einer Lesung im Café SpecOps statt. Dort werden die drei Erstplatzierten aus ihren Texten lesen. Für die Lesungen erhalten die drei Erstplatzierten jeweils 250 Euro. Der Gewinnertext wird zudem in der Literaturline veröffentlicht.
Bewerbungsschluss ist der 22. März 2026.
Zur Ausschreibung
Ausschreibung Landesprogramm „Kultur und Schule“ 2026/2027
© Thomas Mohn
Die Förderung kultureller Bildung soll auch im Schuljahr 2026/2027 wieder allen interessierten Schüler*innen möglich gemacht werden. Das Kulturamt lädt hierzu alle professionellen Künstler*innen und Kunstschaffenden gemeinsam mit ihren Partnerschulen wieder herzlich zur Teilnahme an dem Landesprogramm ein, um Ihr produktives und schöpferisches Wissen an die Schülerinnen und Schüler weiter zu geben. Gewünscht sind Projekte aus allen Kultursparten und allen Schulformen. Sie sind außerhalb des Unterrichts über einen Zeitraum von einem Schuljahr (40 Einheiten) oder als Blockprojekt durchzuführen.
Bewerbungsschluss ist der 31. März 2026.
Zur Ausschreibung
Skulptur Projekte 2027
© Studio Lana Grahek & Infinum
Vom 13. Juni bis zum 3. Oktober 2027 laden die Skulptur Projekte erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
Am Donnerstag, 23. April 2026, ab 18 Uhr veranstalten die Skulptur Projekte gemeinsam mit der B-Side, einen Abend mit den künstlerischen Leiterinnen. Im Gespräch geben sie Einblicke in ihre kuratorische Arbeit.
Jury wählt 19 Projekte für den Kulturrucksack 2026 aus
© Stadt Münster / Judith Schmitz
Ein Anti-Filter-Studio bauen, zu Reiseschriftsteller*innen in der eigenen Stadt werden, ein Musical entwickeln, Science-Fiction-Welten erschaffen: Der Kulturrucksack bietet auch in diesem Jahr ein vielfältiges und spannendes Angebot für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Eine Jury hat 19 Projekte aus einer Vielzahl an Vorschlägen ausgewählt. Das Programm startet in den Osterferien und läuft über das gesamte Jahr. Die Kulturrucksack-Angebote sind in der Regel kostenlos, finden außerhalb der Schule statt und ermöglichen den 10- bis 14-Jährigen aktiv Kunst und Kultur in der eigenen Stadt mitzugestalten. Im Mittelpunkt steht das eigenschöpferische Tun. Die Stadt Münster gehört seit 2013 zu den Kulturrucksack-Städten in Nordrhein-Westfalen. Mit rund 77.000 Euro unterstützt das Land NRW die Projekte in Münster. Das Programmheft mit weiteren Hinweisen zum diesjährigen Kulturrucksack erscheint in den nächsten Wochen!
Mehr zum Kulturrucksack in Münster
Sonderpreis des Landes NRW für das Konzept „Münster macht Kultur“
Frauke Schnell und Heike Schwalm © Stadt Münster / Michael Lyra
Das Kulturamt freut sich, dass mit dem Sonderpreis der innovative Ansatz einer dezentralen und aufsuchenden Kulturellen Bildung prämiert wurde. Ausgangspunkt des Konzepts ist die Überzeugung, dass der Funke für ein Leben mit Kunst und Kultur im Alltag überspringt – also dort, wo junge Menschen leben. Vier Stadtteilkulturorte werden nun zu Werkstätten Kultureller Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster. Bei der Entwicklung passgenauer Angebote für Kinder und Jugendliche arbeitet das Kulturamt Hand in Hand mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie mit lokalen Akteur*innen zusammen – darunter Partner*innen aus Bildung, sozialer Arbeit, Ehrenamt, der freien Kunst- und Kulturszene und nicht zuletzt junge Menschen selbst. In den Werkstätten werden Multiplikator*innen Methoden und Formate an die Hand gegeben, die Theater, Literatur, Film, Tanz, Kunst, Medien und Stadtgeschichte als selbstverständlichen Teil des Alltags erfahrbar machen.
Zur Pressemitteilung
Foto: Goldstoff Filme/ABBYLL, Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Kulturmagazin 24/25
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteurinnen und Akteure selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen. Die neue Ausgabe widmet sich den Bereichen Literatur, Film und digitale Medien – zentrale Felder, die die kulturelle Entwicklung in Münster maßgeblich prägen. Das Magazin ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie hier zum Download.
Kulturmagazin 24/25
(PDF, 12.0 MB)
Neuigkeiten für Kulturschaffende
Filmwerkstatt Münster: Seminarreihe zum Thema Filmproduktion
© Barbara Thiem
Für angehende und erfahrene Filmemacher*innen, die in der Branche Fuß fassen möchten, bietet die Filmwerkstatt Münster im ersten Halbjahr 2026 erstmals die dreiteilige Seminarreihe „Erfolgreich Filme produzieren“ mit Claus Herzog-Reichel und Mario von Grumbkow an. Sie bietet einen kompakten und praxisnahen Überblick über zentrale Bereiche der Filmindustrie – von persönlicher Positionierung und Netzwerkaufbau über Stoff- und Projektentwicklung bis hin zu Finanzierung, Kalkulation und wirtschaftlicher Umsetzung. Den Auftakt macht der kostenlose Online-Talk mit Claus Herzog-Reichel und Mario von Grumbkow. Die beiden berichten, wie sie Schritt für Schritt Akteur*innen und Strukturen der Filmbranche kennengelernt haben und geben Hinweise, wie der Aufbau einer Filmproduktionsfirma funktioniert. Teilnehmende erhalten einen Einblick in die Arbeitsphilosophie der filmfaust GmbH.
Anmeldeschluss ist der 10. März 2026
Online-Talk via Zoom: Dienstag, 17. März 2026, 19 Uhr
Alle Infos: www.filmwerkstatt-muenster.de
Tandem Tanz und Schule NRW
© Aktion Tanz
Tandem Tanz und Schule NRW geht in die nächste Runde: Im Schuljahr 2026/2027 startet zum zweiten Mal eine gemeinsame und kostenfreie Fortbildung für Tanzkünstler*innen und Lehrkräfte / pädagogisches Personal. Als multiprofessionelle Tandems durchlaufen sie zusammen über ein Schuljahr hinweg Module, um von- und miteinander zu lernen. Sie verknüpfen ihre Kompetenzen und entwickeln individuelle Unterrichtskonzepte. Durch die Gestaltung und Umsetzung eines gemeinsamen Projekts in der Schule ergibt sich der unmittelbare Praxisbezug. Der inhaltliche Fokus liegt auf Partizipation, Team-Teaching, Improvisation und das choreografische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen.
Bewerbungsschluss ist der 30. April 2026
Alle Infos: Webseite Bundesverband für Tanz in Bildung und Gesellschaft
Ausschreibung: QueerScope-KurzFilmFörderung 2026
© QueerScope
QueerScope – Verband der unabhängigen queeren Filmfestivals in Deutschland e. V. unterstützt Filmschaffende bei der Produktion von queer-thematischen Kurzfilmen im Rahmen des QueerScope-Kurzfilmförderfonds. Gefördert werden innovative queere Kurzfilmprojekte mit einer Vorführdauer von bis zu 30 Minuten, die für die öffentliche Vorführung im Kino oder auf Filmfestivals bestimmt und geeignet sind. Bewerben können sich Filmschaffende mit Wohnsitz in Deutschland. Es kann eine Förderung von bis zu 2.500 Euro für Drehbuch, Herstellung oder Postproduktion beantragt werden. Die Projekte werden einer Jury aus der queeren deutschen Film- und Kinolandschaft vorgelegt.
Einreichfrist ist der 1. Mai 2026
Alle Infos: www.queerscope.de
Veranstaltungstipps
Wewerka Pavillon: Finn Köhntop „Life−Life Balance“
© Finn Köhntop
Zwei lebensgroße Rammböcke zerstören sich selbst. Schlag für Schlag treffen ihre identisch aussehenden Köpfe aufeinander und tragen das Material ab. Ein Motor erzeugt eine fortlaufende, stetige und unaufhaltsame Bewegung der Rammböcke. Als Rammbocksköpfe wurden zwei Pferdeköpfe gewählt, seit Jahrhunderten ein Symbol für Kraft und Schnelligkeit. „Life−Life Balance“ kritisiert eine Lebensführung, die sich an Tempo und zunehmender Geschwindigkeit ausrichtet. Die Rammböcke werden nicht repariert, außer der Motor, wenn er ausfallen würde. So wird die kritisierte Selbstzerstörung performativ aufrechterhalten und die eigene Beteiligung an zerstörerischen Dynamiken kritisch in den Fokus gerückt. Der Wewerka Pavillon, Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster, fungiert hier als Bühne, die das Spektakel der Zerstörung präsentiert.
Bis 20. März 2026
Wewerka Pavillon, Aasee-Uferweg, Münster
Alle Infos: www.kunstakademie-muenster.de
B-Side Kultur e.V.: „One World Lounge“
© B-Side
Im März startet die „One World Lounge“ in das Jahr 2026 als erster von vier Terminen. Es wird ein bunter Abend mit Live-Musik und einer indischen Tanzperformance – bis der DJ übernimmt und den Raum zur Tanzfläche macht. Dieser Auftakt findet im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Acts mit und ohne Migrationshintergrund stehen auf der Bühne und teilen ihre Kunst. Veranstaltet wird der Abend von NIKI Dilka in Zusammenarbeit mit dem Verein B-Side Kultur e.V.
Samstag, 21. März 2026, 20 Uhr
B-Side, Am Mittelhafen 42, Münster
Alle Infos: www.b-side.ms
Friedenskapelle: Fidolino Kinderkonzert
© Friedenskapelle
Unter dem Titel „Baum-Not(en) - Der Jahreskreis spielt verrückt” findet in der Friedenskapelle wieder ein Fidolino Kinderkonzert statt. Jeder Winter wird zum Frühling – jeder Frühling zum Sommer – bevor Herbst und Winter folgen und der Kreislauf wieder von vorne beginnt. Für Frau Frühling, Lady Sommer, Monsieur Herbst und Signora Winter das Selbstverständlichste in der Natur. Aber in diesem Jahr ist alles anders: der Jahreskreis ihres Lieblingsbaumes ist durcheinandergeraten. Er will nicht aus dem Winterschlaf erwachen, keine Blüten weit und breit. Aber wie war das mit der Musik? Können Klänge und Lieder dem Baum helfen? Die Freunde versuchen ihr Glück mit Musik aus den Jahreszeitenkompositionen von Antonio Vivaldi, Joseph Haydn, Fanny Hensel und John Cage. Und wenn nicht nur die MusikerInnen auf der Bühne, sondern auch alle Zuhörenden im Saal bei dem ein oder anderen Kalenderblatt mithelfen, könnte es gelingen…
Sonntag, 22. März 2026, 11 Uhr
Friedenskapelle, Willy-Brandt-Weg 37 b, Münster
Alle Infos: www.friedenskapelle.ms
JazzToday: „Christian Marien Quartett“
© Oliver Potratz
Musik hat die Kraft, im Kleinen zu finden, wonach wir auch im Großen suchen: frei zu sein, den Moment so zu nehmen wie er ist und zu wissen, nur gemeinsam kommen wir an diesen ersehnten anderen Ort. Im neu gegründeten „Christian Marien Quartett“ stehen mit Tobias Delius, Jasper Stadhouders und Antonio Borghini beseelte Meister ihres Faches auf der Bühne, die genau in diesem Geiste spielen. Es ist das erste Ensemble, das der Berliner Schlagzeuger unter eigenem Namen an den Start bringt. Es wird improvisiert, und auch Christian Mariens Kompositionen sind dazu da, immer wieder neu erfunden zu werden.
Donnerstag, 26. März 2026, 19.30 Uhr
BLACK BOX, Achtermannstraße 10-12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
Cactus Junges Theater: „Einsamkeit & Sektempfang“
© Erich Saar
Das Gefühl von Einsamkeit teilen viele. Dumm nur, dass man so schwer in Einsamkeit vereint sein kann. Cactus Junges Theater widmet sich in dieser neuen Performance einem Zustand, der kein Alter kennt. Acht Jugendliche haben zusammen mit dem Team um Sarah Giese zum Phänomen der Einsamkeit gearbeitet und sich Fragen zu ihrer Sichtbarkeit, ihren Zuschreibungen und ihren Gefahren gestellt. Lässt sie sich wegsperren, auslagern, verdrängen? Kann sie geheim bleiben – oder steht sie uns ins Gesicht geschrieben? Ist sie vielleicht sogar ansteckend? Entstanden ist ein Stück über die Suche und Sehnsucht nach Verbindung. Situativ, introspektiv, out of the box.
Donnerstag, 26. März 2026, 20 Uhr (Premiere)
Freitag, 27. März 2026, 20 Uhr
Samstag, 28. März 2026, 20 Uhr
Sonntag, 29. März 2026, 18 Uhr
Mittwoch, 1. April 2026, 20 Uhr
Donnerstag, 2. April 2026, 20 Uhr (DGS-Übersetzung)
Freitag, 3. April 2026, 20 Uhr
Samstag, 4. April 2026, 20 Uhr
Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Alle Infos: www.pumpenhaus.de
Wochen gegen Rassismus 2026
© Stadt Münster
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Münster finden 2026 zum 12. Mal statt. Die Aktionswochen bieten eine zentrale Plattform, um sich mit Rassismus, Diskriminierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung auseinanderzusetzen. Zahlreiche Vereine, Initiativen und Institutionen beteiligen sich mit einem vielfältigen Programm aus Vorträgen, Workshops, Lesungen und Dialogformaten. Die verschärften globalen Krisen und Konflikte machen den Zusammenhang verschiedener Benachteiligungen noch stärker sichtbar. Die alltäglichen Herausforderungen für geflüchtete, migrantisierte, Muslim*innen, Jüdinnen*Juden und People of Color, die soziale Ungleichheit und strukturelle Hürden nehmen zu. Münster hat sich unter anderem im Migrationsleitbild und durch die Mitgliedschaft in der „European Coalition of Cities Against Racism“ (ECCAR) dazu verpflichtet, rassistische Strukturen abzubauen und rassismuskritische Impulse zu setzen. Die eigene und gemeinsame Auseinandersetzung mit Rassismus ist und bleibt wichtig.
Bis 29. März 2026
Verschiedene Orte in Münster
Alle Infos: www.stadt-muenster.de/wochen-gegen-rassismus
Cinema Ost – Osteuropa im Spiegel des Films
© OstEuropaForum Münster e.V.
Die Cinema Ost Filmtage gehen 2026 in die vierte Runde! Unter dem Motto „RENOVATION – Erneuerung“ werden sechs Filme aus den Ländern Litauen, Georgien, Ukraine, Belarus, Russland/Ossetien präsentiert. Auch ein tschechischer Film ist dieses Mal dabei, denn 2026 ist das Jahr der tschechischen Kultur in Deutschland. Inspiriert zu diesem Motto hat der litauische Eröffnungsfilm „Renovation“. Symbolhaft wird hier das alt gewordene Haus renoviert, gleichzeitig renoviert die Protagonistin ihre Identität durch die Befreiung von veralteten Werten. Ein hochaktuelles Thema, das sich in den unterschiedlichen Erzählungen der Filme ausdrückt. Renovierung der Seele und der Identität oder die Renovierung der Gesellschaft. Sie kann gelingen mit Musik wie im Film „The Swan Song of Fedor Ozerov“ oder in „Everything Needs to Live“ mit einer beeindruckenden Menschlichkeit. Sie scheitert, wenn das Alte mächtiger ist als die Veränderung wie im Film „Waves“ der Auruch des Prager Frühlings. Die Erneuerung des Lebens kann scheitern oder gelingen, am Ende bleibt der „Baum der Wünsche“. Die Cinema Ost Filmtage sind ein Projekt des OstEuropaForum Münster e.V. und der Filmwerkstatt Münster in Kooperation mit dem filmclub münster.
Bis 29. März 2026
Schloßtheater, Melchersstraße 81, Münster
Alle Infos: www.cinema-ost.de
Kunsthalle Münster: Jelena Bulajić „Untitled (after)“
Jelena Bulajić „After Sugimoto, Gemsbok“, 2023, Courtesy die Künstlerin und carlier | gebauer, Berlin/Madrid. © Jelena Bulajić
Die Kunsthalle Münster zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von Jelena Bulajić in Deutschland und gibt damit einen Überblick über das Schaffen der serbischen Künstlerin. Bulajić’ Arbeiten sind Werkzeuge zur Erforschung der vermittelten Sicht auf die Welt, Spekulationen über die Dimensionen von Realität. Sie besitzen eine eigene Logik des Zeigens und Offenbarens, gehen aus einer intensiven Beschäftigung mit dem Bildnerischen hervor, dessen Bedingungen und Möglichkeiten. Die Ausstellung bringt verschiedene Werkgruppen der Künstlerin zusammen, darunter neue Arbeiten, die für die Präsentation in der Kunsthalle entstehen und erstmals auch Skulpturen. Die Zusammenschau der unterschiedlichen Werke, das Spiel mit Figuration und Abstraktion führt eine Konzeption des Bildermachens vor Augen und fordert eine Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung ein.
Bis 29. März 2026
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
PIANEO-Konzertreihe „NEST“
© Matthew Johnson
NEST - Die Reihe vom PIANEO – FESTIVAL FÜR NEOKLASSIK möchte im Auditorium vom LWL-Museum für Kunst und Kultur einen temporären Geborgenheitsraum für leise Töne und besonders intime Konzerte entstehen lassen. Mit einem bewusst reduzierten Set-up versuchen NEST-Konzerte ein fragiles Live-Erlebnis zu ermöglichen. In der Mitte des Raumes steht umgeben von wenigen warmen Lichtquellen ein Flügel. Das Publikum macht es sich rund um die Künstler*innen (auf dem Boden und am Rand auf vorhandenen Stühlen) mit mitgebrachten Decken, Kissen und Unterlagen gemütlich. Getränke und Snacks dürfen ebenfalls gerne mitgebracht werden (kein Verkauf vor Ort), so dass sich das Nest mit etwas Geselligkeit aufwärmen kann.
Montag, 30. März 2026, 20.15 Uhr: Belle Chen (UK)
Dienstag, 21. April 2026, 20.15 Uhr: Eydis Evensen (IS)
Auditorium im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, Münster
Alle Infos: www.pianeo.de
Stadtmuseum: „Plates I – XXXI“
Lia Darjes Plate XXXI 2023 © Lia Darjes
Die Ausstellung der Künstlerin Lia Darjes von halbdokumentarischen Stilllebenstudien widmet sich der Grauzone zwischen den Lebensräumen von Menschen und Wildtieren. Der Gartentisch nach einem gemeinsamen Essen mit Freunden wird durch das Arrangement der Künstlerin nach und nach zu einem Stillleben. Es bleibt eine Kamera für einige Stunden oder ganze Tage als passive Beobachterin zurück, die durch die Anwesenheit von Tieren ausgelöst wird. Die Faszination der Bilder besteht darin, dass sich Inszeniertes und Zufälliges in einem Bild zu vereinen. Lia Darjes wurde 1984 in Berlin geboren und wuchs in Hamburg auf. Sie studierte bei Ute Mahler an der HAW in Hamburg und anschließend in der Meisterklasse von Ute Mahler und Ingo Taubhorn an der Ostkreuzschule in Berlin. Lia Darjes „Plates I – XXXI“ ist eine Ausstellung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V.
Bis 5. April 2026
Stadtmuseum, Salzstraße 28, Münster
Alle Infos: www.friedrich-hundt-gesellschaft.de
Die Linse e.V.: „Love Me Tender“
Filmstill aus „Love Me Tender“ von Anna Cazenave Cambet © Novoprod Cinéma
Jeden zweiten Montag im Monat präsentiert die Reihe „Queer Monday“ Vorpremieren und aktuelle Filme, die es meistens nicht ins reguläre Kinoprogramm schaffen.
Nach der Trennung entdeckt Clémence in Paris nicht nur ihre Leidenschaft fürs Schreiben, sondern auch ihre Liebe zu Frauen. Doch als ihr Ex-Mann davon erfährt, entzieht er ihr den gemeinsamen Sohn und fordert das alleinige Sorgerecht – mit dem Vorwurf, ihr Lebensstil gefährde das Kind. In „Love Me Tender“, basierend auf dem Roman von Constance Debré, erzählt Regisseurin Anna Cazenave Cambet von einer Frau, die zwischen Mutterschaft, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung um ihr Leben kämpft. Vicky Krieps beeindruckt dabei mit einer furchtlosen, intensiven Darstellung.
Montag, 13. April 2026, 20.30 Uhr
Cinema, Warendorfer Str. 45, Münster
Alle Infos: www.dielinse.de
Kunsthalle Münster: Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie
Münster
© Kunsthalle Münster / Kunstakademie Münster
Zum 42. Mal findet die Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster statt, die insgesamt 13 künstlerische Positionen zeigt: Anna Charlotte Frevel, Woorim Ha, Henrik Jansen, Yuna Jeong, Mari Kim, Julius Kotzke, Alex Liedtke, Jakob Mönch, Hannah Moraw, Anton Schmutzler, Nicole Widner, Jihyeok Yang, Frieda Zander. Die Förderpreisausstellung ist ein besonderes Ausstellungsformat, das keinen thematischen Vorgaben folgt. Vielmehr kann sie als eine Plattform gesehen werden, die es den Studierenden der Kunstakademie Münster ermöglicht, ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten der Kunsthalle Münster einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Entsprechend der 13 Klassen werden in der Ausstellung unterschiedliche Schwerpunkte und verschiedene Medien, wie Malereien, Skulpturen, Zeichnungen, Installationen und Videos, zu sehen sein.
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr
15. April bis 24. Mai 2026
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
Afrikanische Perspektiven e.V.: Lesung und Gespräch mit Gaëlle Bélem
Gaëlle Bélem © Francesca Mantovani
Gaëlle Bélem, geboren 1984 in Saint-Benoit auf La Réunion, ist eine französische Autorin, Lehrerin und Journalistin. Sie erzählt in ihrer Romanbiografie „Die seltenste Frucht“ die Geschichte des kreolischen Sklaven Edmond Albius, der im 19. Jahrhundert auf der französisch kolonisierten Île Bourbon gelebt und Erstaunliches geleistet hat: Im Alter von 12 Jahren erfand er ein Verfahren zur Bestäubung der Vanille, die daraufhin in aller Welt kultiviert und als das beliebteste aller Aromen gefeiert wurde. Julia Braun führt das Gespräch mit der Autorin auf Französisch und übersetzt es ins Deutsche. Gudrun Honke liest Auszüge aus dem Roman. „Die seltenste Frucht“ wurde von der New York Times in die Liste der 100 wichtigsten Bücher des Jahres 2025 aufgenommen.
Dienstag, 28. April 2026, 19 Uhr
Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, Münster
Alle Infos: www.afrikanische-perspektiven.de
SO66 Produzentengalerie: „freihändig“
Die Launen der Natur © Malerei von Ulrike Vetter
Freihändig und individuell akzentuieren die SO66-Künstlerinnen ihre Gedanken zum Ausstellungs-Thema. Die großformatige Digital-Fotografie „Wildwuchs & Fensterglück“ von Crista Book zeigt eine Abriss-Situation: eine Fensteröffnung ohne Fenster-Rahmen und Glas. In einer Mischtechnik auf Filzpapier sind die Arbeiten „o. T.“ von Anne Fellenberg entstanden. Zu ihrem Objekt „crash“ sagt A. Hinricher: „Ein zerbrochener Teller ist Ausgangspunkt meiner Arbeit, er zeigt Ursache und Wirkung spontaner Freihändigkeit.“ „Fallen oder springen“, aktives Handeln mit allen Konsequenzen oder passives Aufgeben? Waltraud Kleinsteinbergs Kreide-Zeichnungen zeigen die Silhouetten von Personen. „Orientierungen“ betitelt Gabriele Maria Koch ihre Reihe von teils lichten und teils verdichteten Arbeiten mit Indigotusche. Liane Sommer zeigt zwei Aktzeichnungen, mit Kohle und Grafit folgt sie mit freier Hand den leichten Bewegungen des Modells. Ein leeres Vogel-Nest ist für Veronika Teigeler ein Zeichen dafür, dass eine Phase der Abhängigkeit endet. Ulrike Vetter stellt „Launen der Natur“ aus, sie verbindet frei assoziierte Malerei mit Collage-Elementen.
Bis 3. Mai 2026
SO66 Produzentengalerie, Soester Straße 66/Ecke Hafenweg, Münster
Alle Infos: www.so-66.de
Stadthausgalerie: „hell is other people (if you’re lucky)“
Gaia Vincensini, POWER DYNAMICS 1, Porzellan, 2025 © Gaia Vincensini & Gallery Gaudel de Stampa. Foto: Adrien Mole
Die Ausstellung mit installativen Arbeiten, die von der Kunsthalle Münster und Residence NRW⁺ präsentiert wird, versteht Öffentlichkeit als ein affektives Feld, das durch Begegnungen, Reibungen und Aushandlungen fortwährend neu entsteht. Der Titel ist ein Zitat aus dem Buch „The Inconvenience of Other People“ (2022) von der Kulturtheoretikerin Lauren Berlant und verweist auf die Spannungen, die unser alltägliches Miteinander bedingen: gefragte oder ungefragte Blicke und Berührungen, Irritationen und Missverständnisse. Unaufhaltsam müssen wir das soziale Gefüge im öffentlichen Raum mit seinen Ge- und Verboten aushandeln und die allgegenwärtigen Appelle und Reglementierungen navigieren. Anstatt zu versuchen, die Reibungen zu neutralisieren und die Ungleichheiten zu ignorieren, lädt die Ausstellung dazu ein, mit ihnen zu verweilen und fragt: Welche Beziehungen und kollektiven Imaginationen können unter diesen Bedingungen entstehen? Und was für eine Art öffentlichen Raum brauchen wir dafür? Gezeigt werden Arbeiten von Chloe Chignell, Ewa Dziarnowska, Dorota Gawęda, Eglė Kulbokaitė, Liina Magnea, Abdoul Karim Martens, Dominik Sartor, Sinaida Michalskaja, Alexandra Sheherazade Salem und Gaia Vincensini.
Bis 10. Mai 2026
Stadthausgalerie Münster, Platz des Westfälischen Friedens, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
Westfälischer Kunstverein: „Voices of Many Voices“
© Julia Heyward
Die Künstlerin und Performerin Julia Heyward (geb. 1949, US) beschreibt ihren Umgang mit Sprache als „verworren, assoziativ, fieberhaft und didaktisch“, ein spielerisches Mittel, um durch Exzess und Störung Emotionen auszulösen. Inspiriert von Vaudeville-Theater, Slapstick, Jodeln, mongolischem Kehlkopfgesang, sowie Bauchrednerei und verschiedenen Methoden der phonetischen Verzerrung entwickelte Heyward eine eigenständige theatrale Ästhetik. Die Ausstellung „Voices of Many Voices“ konzentriert sich auf Heywards frühe Performances, deren überlagerte Projektionen, Live-Musik, Requisiten und Kostümen sich fließend zwischen Spoken-Word-Performance, Konzertformaten und Theater bewegten. Statt an ein einzelnes Medium gebunden zu sein, entfaltet sich ihre Praxis über verschiedene Formate hinweg und verfolgt eine kontinuierliche, medienübergreifende Auseinandersetzung mit Sprache, Klang und Bild.
Bis 31. Mai 2026
Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, Münster
Alle Infos: www.westfaelischer-kunstverein.de
Weitere Informationen für Kulturinteressierte und Kulturschaffende
Im Veranstaltungskalender von muenster.de finden Sie viele weitere Kulturhighlights.
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Sie sind selbst Kulturveranstalter*in? Unser Newsletter erscheint jeweils in der ersten Monatshälfte. Wenn Sie in die Auswahl für den nächsten Newsletter aufgenommen werden möchten, schicken Sie Ihre Veranstaltungsankündigung inklusive Bildmaterial bis spätestens zur Mitte des Vormonats an kulturamt@stadt-muenster.de.


