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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Literaturline – Lesung für zuhause oder unterwegs
Daniel Huhn © Thomas Mohn
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden.
Im Mai 2026 liest Daniel Huhn aus „Rückeroberung. Die Geschichte von Manfred Gans, der im Mai 1945 Deutschland durchquerte, um seine Eltern aus dem KZ zu befreien“.
POETRY 2026
© Stadt Münster
Ab dem 8. Juni lädt POETRY, das Vorprogramm zum Internationalen Lyriktreffen Münster ein, Lyrik in unterschiedlichsten Formen zu erleben. Besucher*innen können sich auf Ausstellungen, Filmscreenings, Lesungen, Performances, Lyrik- und Musikabende, gemeinsames Lesen, Lyrikwerkstätten und Slam Poetry an vielen verschiedenen Orten in der Stadt freuen. Das gedruckte Programm liegt ab Ende Mai im Stadtraum aus und ist dann auch an dieser Stelle online zu finden. POETRY ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Kulturamt der Stadt Münster, cuba kultur und TatWort, Filmwerkstatt Münster & filmclub münster, Literaturverein Münster, Silent Book Club Münster und Anna Stern (Performancekünstlerin) und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
8. Juni bis 5. Juli 2026
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zur Veranstaltung POETRY
Kulturrucksack 2026
© Kim Wessel / Kulturamt Münster
Ein Anti-Filter-Studio bauen, einen Reisebericht über die eigene Stadt schreiben, ein Musical entwickeln, Science-Fiction-Welten erschaffen: Der Kulturrucksack in Münster bietet erneut viele kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Aus einer Vielzahl an Vorschlägen wählte eine fünfköpfige Jury zahlreiche Projekte für das Jahr 2026 aus. Das Programm erstreckt sich über das gesamte Jahr und eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Alle Infos: Kulturrucksack 2026
Skulptur Projekte 2027
© Studio Lana Grahek & Infinum
Die Skulptur Projekte laden erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
13. Juni bis 3. Oktober 2027
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zu den Skulptur Projekten 2027
Sonderpreis des Landes NRW für das Konzept „Münster macht Kultur“
Frauke Schnell und Heike Schwalm © Stadt Münster / Michael Lyra
Das Kulturamt freut sich, dass mit dem Sonderpreis der innovative Ansatz einer dezentralen und aufsuchenden Kulturellen Bildung prämiert wurde. Ausgangspunkt des Konzepts ist die Überzeugung, dass der Funke für ein Leben mit Kunst und Kultur im Alltag überspringt – also dort, wo junge Menschen leben. Vier Stadtteilkulturorte werden nun zu Werkstätten Kultureller Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster. Bei der Entwicklung passgenauer Angebote für Kinder und Jugendliche arbeitet das Kulturamt Hand in Hand mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie mit lokalen Akteur*innen zusammen – darunter Partner*innen aus Bildung, sozialer Arbeit, Ehrenamt, der freien Kunst- und Kulturszene und nicht zuletzt junge Menschen selbst. In den Werkstätten werden Multiplikator*innen Methoden und Formate an die Hand gegeben, die Theater, Literatur, Film, Tanz, Kunst, Medien und Stadtgeschichte als selbstverständlichen Teil des Alltags erfahrbar machen.
Zur Pressemitteilung
Foto: Goldstoff Filme/ABBYLL, Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Kulturmagazin 24/25
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteurinnen und Akteure selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen. Die neue Ausgabe widmet sich den Bereichen Literatur, Film und digitale Medien – zentrale Felder, die die kulturelle Entwicklung in Münster maßgeblich prägen. Das Magazin ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie hier zum Download.
Kulturmagazin 24/25
(PDF; 11,96 MB)
Neuigkeiten für Kulturschaffende
Ausschreibung: APPLAUS-Award 2026
© Initiative Musik
Der APPLAUS-Award, vergeben vom Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), würdigt herausragende Livemusikprogramme im Bereich Popularmusik & Jazz sowie das besondere Engagement für die Livemusikkultur in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die finanzielle Stärkung als auch die Anerkennung der Arbeit von Betreiber*innen kleiner und mittlerer Clubs sowie regionaler Veranstalter*innen, deren Engagement sichtbar gemacht und gewürdigt werden soll. Bewerbungen sind in folgenden Kategorien möglich: Beste Livemusikprogramme, beste Livemusikspielstätten, beste kleine Spielstätten und Konzertreihen, Awareness, Inklusion sowie Nachhaltigkeit.
Bewerbungsfrist: Donnerstag, 21. Mai 2026, 12 Uhr
Alle Infos: www.applaus-award.de
Ausschreibung: Fellowship für Kunstvermittlung 2026/27
© Thorsten Arendt
Der Westfälische Kunstverein und die Volksbank im Münsterland eG vergeben erstmals eine Förderung für Kunstvermittler*innen: Das 12-monatige Fellowship für Kunstvermittlung ab Oktober 2026. Die enge Zusammenarbeit mit den Künstler*innen, die Auseinandersetzung mit zeitspezifischen Fragen und Widersprüchlichkeiten, aber selbstverständlich auch die orts- und kontextspezifischen künstlerischen Arbeiten, die im Auftrag des Westfälischen Kunstvereins realisiert werden, eröffnen ganz besondere Möglichkeiten: Vermittlung kann hier dialogisch, prozesshaft und interdisziplinär gestaltet werden. Veranstaltungen, die im Kontext der Ausstellungen stattfinden, sind in diesem Sinne nicht „begleitend“ angelegt. Vielmehr sollen sie fragend, perspektivierend, kontextualisierend operieren.
Bewerbungsfrist: Donnerstag, 28. Mai 2026
Alle Infos: www.westfaelischer-kunstverein.de
Veranstaltungstipps
Der kleine Bühnenboden: „Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf“
© Erich Saar
Striptease als hohe Kunst: Gleich wird das Publikum in Erstaunen versetzt, so, als sähe es zum ersten Mal eine solche Zeremonie des sich Entblößens, denn gleich tritt sie auf, die Performerin… Verführung, Show, Eros des Wortes: Erleben Sie eine nie da gewesene, schweißtreibende, intime Nähe von Darsteller und Publikum – mit Pascal Weber in seiner ersten Solorolle. Der Monolog ist eine hochkomische Studie über Männlichkeitsbilder, den Körper der Frau als Projektionsfläche und sprachliche Grenzzustände. Ein radikales Stück über Erwartung, Macht, Sprache und die Leere hinter der Show. Ein frühes, verdichtetes Echo auf heutige Diskurse um Genderrollen und neue Identitätsentwürfe jenseits tradierter Macht- und Rollenbilder.
Samstag, 16. Mai 2026, 20 Uhr
Der kleine Bühnenboden, Schillerstr. 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
Theater im Pumpenhaus: „Feels Like Falling“
© Hanna Retz
Nicht der Fall ist das Problem. Sondern der Aufprall. Das gilt für den Sturz vom Rad wie für den Höhenflug der Gefühle. Der Boden der Realität kann schmerzen, vor allem, wenn auf volles Risiko gegangen wird. Was Biking und Begehren noch verbindet, das untersucht Mareike Fiege in „Feels Like Falling“. Mit ihrem Ensemble aus Performer*innen, Extremsportler*innen und Autor*innen entwirft sie eine Poetik des Mountainbiking und des Motocross. Sportarten, die radikale Hingabe und Leidenschaft voraussetzen. Wie die Liebe. Es geht um Fälle und Unfälle, Momente in der Schwebe, fragile Gleichgewichte und den Sprung ins Ungewisse – manchmal das Einzige, was uns weiterbringt. Im Fokus der Aufführung: Sportler*innen und ihre Zweiräder, die Fliegen und Fallen können. Menschen, die ihre Furcht vor dem Sturz scheinbar bezwungen haben und den Tanz in der Luft wagen.
Samstag, 16. Mai 2026, 20 Uhr
Sonntag, 17. Mai 2026, 18 Uhr
Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Alle Infos: www.pumpenhaus.de
Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“
© Initiative kulturelle Integration
Im Mai 2026 findet zum ersten Mal der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative kulturelle Integration (IkI) statt, der ein sichtbares Zeichen für ein respektvolles und solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft setzt. Bundesweit engagieren sich Menschen, Institutionen und Initiativen, um die Werte von Demokratie, Vielfalt und Teilhabe zu stärken. In Münster wird der Aktionstag durch ein facettenreiches Programm lebendig, das so vielfältig ist wie die Stadt selbst und Menschen aus unterschiedlichen Stadtteilen, Generationen und kulturellen Kontexten zusammenbringt. Ob Theater, Film, Lesungen, Workshops zu demokratischer Teilhabe und gendersensibler Sprache oder offene Begegnungsformate mit Musik – hier wird Vielfalt aktiv gestaltet und erlebbar gemacht.
Donnerstag, 21. Mai 2026, ganztägig
Verschiedene Orte in Münster
Alle Infos: www.stadt-muenster.de
Theater im Pumpenhaus: „DRIFT … zum Tunnel am Ende des Lichts“
© Jola Staszczyk
Den Erfolgreichen folgt Erfolg auf Erfolg. Der Diskurs bestimmt den Kurs. Den des eigenen Wertes. Und den Kurs, der vorgibt, wohin die Reise geht. Wir anderen lassen uns treiben, driften – und lassen die Erfolgreichen mit ihren Erfolgen allein. Nach der phänomenalen Produktion „Bilderzerstörer“ schließt sich bodytalk erneut mit dem polnischen Teatr Rozbark zusammen. Um Löcher zu buddeln. Schwarze Löcher. Und sich in den seltenen Erden zu verkriechen: „Legt die Toten tiefer, wo sie kein Gott erreicht!“. In „DRIFT“ heißt es weitergraben, bis der Tunnelblick den Tunnel am Ende des Lichts ausmacht. Dort erkennen wir: Auch Dunkelheit verbreitet sich mit Lichtgeschwindigkeit. Wir lassen uns treiben – oder werden wir getrieben? Nur wer tief genug gräbt, kann sich selbst entdecken.
Freitag, 22. Mai 2026, 20 Uhr
Samstag, 23. Mai 2026, 20 Uhr
Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Alle Infos: www.pumpenhaus.de
FAK: „Unbothered. Moisturized. Happy. In my lane. Focused. Flourishing.“
© Johannes Thiel
Mit „Unbothered. Moisturized. Happy. In my lane. Focused. Flourishing.“ zeigt der FAK26 die erste Einzelausstellung von Johannes Thiel. Die biomorphen Skulpturen des in Berlin lebenden Künstlers oszillieren zwischen organischen Formen und menschengemachter Technologie und strahlen dabei eine eigentümliche Lebendigkeit aus. Sie erinnern an prothetische Körperfragmente, biomechanische Prototypen oder technische Geräte, entziehen sich dabei jedoch jeglicher Funktion. Die Arbeiten werden am Computer modelliert und erhalten ihre physische Form oftmals mithilfe automatisierter Verfahren wie 3D Druck oder Lasercut. Diese technologische Machart kontrastiert die organischen Formen, die eher gewachsen als künstlich hergestellt wirken. Die Produktionsprozesse bleiben hier nicht im Verborgenen, sondern werden selbst zum Gegenstand der Kunst: industrielle Materialien wie Halterungen, Schrauben und Drahtseile werden offengelegt und verdeutlichen die Artifizialität der Arbeiten. Die Objekte erinnern an Organismen, die einer Zukunft im technologischen Fortschritt angehören.
Eröffnung: Samstag, 23. Mai 2026, 18 Uhr
24. Mai bis 20. Juni 2026
Förderverein Aktuelle Kunst, Fresnostr. 8, Münster
Alle Infos: www.foerdervereinaktuellekunst.de
Kunsthalle Münster: Förderpreisausstellung
© Kunsthalle Münster / Kunstakademie Münster
Zum 42. Mal findet die Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster statt, die insgesamt 13 künstlerische Positionen zeigt: Anna Charlotte Frevel, Woorim Ha, Henrik Jansen, Yuna Jeong, Mari Kim, Julius Kotzke, Alex Liedtke, Jakob Mönch, Hannah Moraw, Anton Schmutzler, Nicole Widner, Jihyeok Yang, Frieda Zander. Die Förderpreisausstellung ist ein besonderes Ausstellungsformat, das keinen thematischen Vorgaben folgt. Vielmehr kann sie als eine Plattform gesehen werden, die es den Studierenden der Kunstakademie Münster ermöglicht, ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten der Kunsthalle Münster einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Entsprechend der 13 Klassen werden in der Ausstellung unterschiedliche Schwerpunkte und verschiedene Medien, wie Malereien, Skulpturen, Zeichnungen, Installationen und Videos, zu sehen sein.
Bis 24. Mai 2026
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
RUE OBSCURE: „Der zweite schweigende Salon“
© RUE OBSCURE
„LAUT WERDEN!“, „REICHWEITE VERGRÖSSERN!“, „PRÄSENT SEIN!“ scheinen Grundregeln in Zeiten des Umbruchs zu sein. Aber auch Schweigen kann als bewusster kommunikativer Akt Kraft haben und Macht ausüben. „Der zweite schweigende Salon“ ist Teil einer neuen Diskursreihe des Künstlerinnenkollektivs RUE OBSCURE zum Thema Schweigen als vielschichtiges Phänomen. Dieses Mal steht das Schweigen mit Körper und Geist im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihren Gästen, Dr. Kim de Wildt (unter anderem Religionswissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkt „Räume der Stille“) und Christoph Gerling (unter anderem Meditationsexperte, Benediktshof Münster), nimmt RUE OBSCURE die Kraft der inneren Einkehr in den Blick: Was braucht es, um mit Körper und Geist zur Ruhe, zu einem tieferen Verständnis und Bewusstsein zu kommen? Weshalb bieten sich manche Praktiken und Orte besonders an? Und welche Rolle spielt der inzwischen boomende „Markt“ um Meditation und Entschleunigungs-Rituale?
Freitag, 29. Mai 2026, 18 Uhr
Kunsthaus Kannen, Alexianerweg 9, Münster
Alle Infos: www.rue-obscure.de
WESTWIND 2026
Junges Theater Münster: „Und dann noch… Wie Stress weniger stresst - fast ohne Toxic Tipps!“ © Sinje Hasheider
Das Festival für junges Publikum kommt nach Münster – und bringt frischen Wind mit! WESTWIND 2026 versteht sich als Festival und Werkstatt, als Bühne und Freiraum. Es lädt ein zu Theatererlebnissen, die Haltung zeigen, zu Diskussionen, die herausfordern, und zu Workshops, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Mut machen und neue Perspektiven aufzeigen. Die künstlerische Leitung übernehmen das Junge Theater Münster und das echtzeit-theater Münster. Mit dabei sind außerdem das Theater in der Meerwiese, das Theater im Pumpenhaus sowie weitere künstlerische Partner*innen, die gemeinsam daran arbeiten, die Vielfalt und Qualität von Kunst für junges Publikum in Münster weiter voranzubringen. Im Zentrum des Festivals stehen zehn herausragende Inszenierungen aus NRW, ausgewählt von einer Fachjury. Das internationale Programm ergänzt diese Auswahl mit spannenden Produktionen aus verschiedenen Ländern für unterschiedliche Altersgruppen. Begleitet wird das Festival von einem themenspezifischen Rahmenprogramm: Workshops, Diskussionsrunden, Panels und Vorträge, sowie das Next Generation Programm bieten Raum zum Austausch, zur Weiterbildung – und zum Mitgestalten. Kinder und Jugendliche sind nicht das Publikum von morgen – sie gestalten das Theater von heute aktiv mit: als Zuschauer*innen, als Mitwirkende, als Ideengeber*innen.
30. Mai bis 5. Juni 2026
Verschiedene Orte in Münster
Alle Infos: www.westwind-festival.de
Westfälischer Kunstverein: „Voices of Many Voices“
© Julia Heyward
Die Künstlerin und Performerin Julia Heyward (geb. 1949, US) beschreibt ihren Umgang mit Sprache als „verworren, assoziativ, fieberhaft und didaktisch“, ein spielerisches Mittel, um durch Exzess und Störung Emotionen auszulösen. Inspiriert von Vaudeville-Theater, Slapstick, Jodeln, mongolischem Kehlkopfgesang, sowie Bauchrednerei und verschiedenen Methoden der phonetischen Verzerrung entwickelte Heyward eine eigenständige theatrale Ästhetik. Die Ausstellung „Voices of Many Voices“ konzentriert sich auf Heywards frühe Performances, deren überlagerte Projektionen, Live-Musik, Requisiten und Kostümen sich fließend zwischen Spoken-Word-Performance, Konzertformaten und Theater bewegten. Statt an ein einzelnes Medium gebunden zu sein, entfaltet sich ihre Praxis über verschiedene Formate hinweg und verfolgt eine kontinuierliche, medienübergreifende Auseinandersetzung mit Sprache, Klang und Bild.
Bis 31. Mai 2026
Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, Münster
Alle Infos: www.westfaelischer-kunstverein.de
Haus der Niederlande im Krameramtshaus: „Schwer zu beschreiben“
Erhard Wilde, Vogelflug, 2003 © Erhard Wilde
Der Münsteraner Künstler Erhard Wilde (*1941) zeigt im Haus der Niederlande im Krameramtshaus eine Auswahl seiner Arbeiten. Die Ausstellung ist Teil von POETRY, dem Rahmenprogramm für das Lyriktreffen Münster 2026. In der speziell dafür konzipierten Ausstellung „Schwer zu beschreiben“ liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Bild und Wort. Wilde ist gelernter Kartograf und arbeitet seit den 1990er Jahren freischaffend im Wechsel zwischen Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Objektgestaltung. Seine Bilder entstehen zunächst im Kopf und erinnern an tagebuchartige Skizzen und Notizen. „Den Zufall provozieren, die Kontrolle reduzieren“ – so beschreibt Wilde seinen künstlerischen Ansatz. In Wildes Grafiken lassen sich immer wieder einzelne Wörter oder auch ganze Sätze finden, die häufig spiegelverkehrt angeordnet sind und sich als zentrale Bildelemente offenbaren. Und so bleibt offen, ob das Wort das Motiv beschreibt, oder das Bild das Wort illustriert.
Eröffnung: Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr
10. Juni bis 5. Juli 2026
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Alle Infos: Haus der Niederlande im Krameramtshaus
SO66 Produzentengalerie: „losgelöst“
Liane Sommer, Magellan © Liane Sommer, Foto: Solikunst
Liane Sommer, Mitglied des SO66 Teams, zeigt mit „losgelöst“ eine Einzelausstellung. Ihre Zeichnungen basieren auf einem elementaren grafischen Mittel: dem Punkt. Mit dünnem
Filzstift gesetzte Spuren, sowohl verdichtet als auch zerstreut, erzeugen visuelle Felder, die an Galaxien oder kosmische Bewegungen erinnern – ohne sie direkt abzubilden. Aus der Wiederholung eines einfachen grafischen Elements wächst räumliche Tiefe. Zwischen sichtbarer Mikrostruktur und imaginierter Unendlichkeit entstehen Spannungsräume, die den Eindruck von Tiefe, Bewegung und Ausdehnung vermitteln. Die Arbeiten laden dazu ein, nahe heranzutreten und sich zugleich gedanklich in große Entfernungen zu bewegen. Die ausgestellten Fotografien antworten auf die zeichnerischen Arbeiten: mit der Darstellung abstrakter Gebilde im freien Raum.
Bis 21. Juni 2026
SO66 Produzentengalerie, Soester Straße 66/Ecke Hafenweg, Münster
Alle Infos: www.so-66.de
cuba – Cultur- und Begegnungszentrum: REIZBATTERIE
© Agnes Zimmermann
Die Künstler*innen Simon Liebrand, Roman Podeszwa und Agnes Zimmermann sind für die Ausstellung REIZBATTERIE in einen experimentellen Austausch getreten. Aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen künstlerischen Mitteln hat sich das Künstler*innenkollektiv mit Wahrnehmung und Körperlichkeit auseinandergesetzt. Agnes Zimmermann abstrahiert und fragmentiert in ihren Fotografien ihre Außenwelt und erzeugt Bildräume, in denen sinnliche Verknüpfungen und haptisches Erleben suggeriert werden. Die Körper und Figuren in Simon Liebrands Druckgrafiken verweisen auf innere Zustände, die sich in Haltung, Anordnung und Form zeigen.
Die VR-Installation von Roman Podeszwa ist exklusiv am Eröffnungstag begeh- und erlebbar. In der virtuellen Erfahrung werden die Wahrnehmungsgrenzen aufgelöst und die Sinne einer alternativen Logik freigegeben.
Bis 4. Juli 2026
Foyer im cuba – Cultur- und Begegnungszentrum, Achtermannstraße 10-12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
Weitere Informationen für Kulturinteressierte und Kulturschaffende
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