1.600 Portionen Zukunft – „Münster is(s)t gut“ überzeugt
Vom 10. bis 15. November fand in Münster die Aktionswoche „Münster is(s)t gut!“ statt — eine Initiative der Stadt Münster gemeinsam mit der ÖkoModellregion Münsterland. Ziel war es, zu zeigen, wie das Mittagessen in Betriebsrestaurants mit regionalen, saisonalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln praktisch und schmackhaft umgesetzt werden kann.
In diesem Rahmen boten fünf große Betriebsrestaurants über mehrere Tage spezielle Gerichte an – dabei war die Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen mit über 800 Tellern der Liebling der Gäste. Entgegen der ursprünglich geschätzten rund 1.000 Portionen wurden am Ende rund 1.600 Teller ausgegeben — ein deutlich höherer Wert als erwartet. Ein großartiges Ergebnis, das ohne das Engagement der Köchinnen und Köche in den teilnehmenden Betriebsrestaurants nicht möglich gewesen wäre.
In der ersten Runde beteiligten sich die Betriebsrestaurants des Handwerkskammer-Bildungszentrums, der LWL-Klinik Münster, der LVM Versicherung, der Stadtwerke sowie die städtischen Kantinen im Stadthaus 2, Theater und den awm.
Ausblick: Neuauflage für 2026 in Planung
Aufgrund des Erfolgs und der positiven Resonanz ist bereits eine Neuauflage der Aktion in Arbeit. Damit eröffnet sich erneut die Chance, nachhaltige und gesunde Ernährung mit frischen Zutaten aus dem Münsterland in den Betriebsrestaurants weiter zu verankern.
Die Münsteraner Küchengespräche
Das Projekt stärkt die Vernetzung sowohl der Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung untereinander, als auch den Austausch mit lokalen Landwirt*innen. Das Ziel ist, langfristig mehr direkte Absatzwege für nachhaltig und regional angebaute Produkte zu schaffen. Die Münsteraner Küchengespräche starteten am 7. Oktober mit einem Kick-Off im food lab der FH Münster und sollen regelmäßig fortgeführt werden. In weiteren Terminen arbeiten Landwirt*innen, Köch*innen sowie Expert*innen und die Koordinator*innen an einer kontinuierliche Weiterentwicklung.
Denn eine Studie der FH Münster zeigt: Das Münsterland könnte Obst und Gemüse derzeit nur zu rund vier bis fünf Prozent des Bedarfs selbst erzeugen. Bei Milchprodukten wären es 70 Prozent, während Fleisch deutlich im Überfluss vorhanden wäre. Eine vollständige Selbstversorgung der Region ist damit derzeit nicht möglich.
Daher ist es wichtig, mit “Münster is(s)t gut!” sowohl die nachhaltigen regionalen Absatzwege in der Praxis zu erproben, als auch mit den “Münsteraner Küchengesprächen” gemeinsam aus diesen Erfahrungen zu lernen und Hürden für die heimischen Produkte weiter abzubauen.
Ansprechpartnerinnen
Jutta Höper