Münster is(s)t gut

Mehrere Schälchen mit Essen auf einer Arbeitsplatte. Eine Hand verteilt darüber geschnittene Frühlingszwiebeln.
Bildrechte: Stadt Münster

Die Idee

Saisonale Gemüsesorten, die zum Verkauf angeboten werden
Bildrechte: Münsterland e.V.- Philipp Fölting

Saisonal

Direkt vom Hof gesund und frisch auf den Teller.

Hühner in artgerechter Freilandhaltung auf dem Biohof Lesker in Stadtlohn
Bildrechte: Münsterland e.V. - Maximilian Lehrke

Heimisch

Produziert aus regionaler Landwirtschaft.

Zwei Kühe weiden im Naturschutzgebiet Kuhlenvenn.
Bildrechte: Münsterland e.V.- Kai Marc Pel

Klimaschonend

Spart CO2 und schützt unsere natürlichen Ressourcen.

1.600 Portionen Zukunft – „Münster is(s)t gut“ überzeugt

Vom 10. bis 15. November fand in Münster die Aktionswoche „Münster is(s)t gut!“ statt — eine Initiative der Stadt Münster gemeinsam mit der ÖkoModellregion Münsterland. Ziel war es, zu zeigen, wie das Mittagessen in Betriebsrestaurants mit regionalen, saisonalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln praktisch und schmackhaft umgesetzt werden kann.

In diesem Rahmen boten fünf große Betriebsrestaurants über mehrere Tage spezielle Gerichte an – dabei war die Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen mit über 800 Tellern der Liebling der Gäste. Entgegen der ursprünglich geschätzten rund 1.000 Portionen wurden am Ende rund 1.600 Teller ausgegeben — ein deutlich höherer Wert als erwartet. Ein großartiges Ergebnis, das ohne das Engagement der Köchinnen und Köche in den teilnehmenden Betriebsrestaurants nicht möglich gewesen wäre.

In der ersten Runde beteiligten sich die Betriebsrestaurants des Handwerkskammer-Bildungszentrums, der LWL-Klinik Münster, der LVM Versicherung, der Stadtwerke sowie die städtischen Kantinen im Stadthaus 2, Theater und den awm.

Ausblick: Neuauflage für 2026 in Planung

Aufgrund des Erfolgs und der positiven Resonanz ist bereits eine Neuauflage der Aktion in Arbeit. Damit eröffnet sich erneut die Chance, nachhaltige und gesunde Ernährung mit frischen Zutaten aus dem Münsterland in den Betriebsrestaurants weiter zu verankern.

Die Gerichte

KI- generiertes Kichererbsencurry in einer Schüssel
Bildrechte: KI-generiert

Kichererbsencurry

Wir empfehlen das Kichererbsencurry mit Zwiebeln vom Hof Lohmann in Freckenhorst, Kürbis von Biolee aus Münster und Porree vom Hofgut Schulze Buschhoff aus Münster zuzubereiten. 

Wenn alle empfohlenen Zutaten genutzt werden hat das Gericht einen CO2- Ausstoß von 0,5 kg.

KI-generierte Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen
Bildrechte: KI- generiert

Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen

Wir empfehlen die Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen mit Milch vom Biohof Fockenbrock in Telgte,  Zwiebeln vom Hof Lohmann in Freckenhorst, Mangold vom Hofgut Schulze Buschhoff aus Münster und Hähnchen vom Kleehof in Ostbevern zuzubereiten. Wenn alle empfohlenen Zutaten genutzt werden, hat das Gericht einen CO2-Ausstoß von 0,7 kg.

KI-generiertes Gericht Himmel und Erde
Bildrechte: KI-generiert

Himmel und Erde

Wir empfehlen das Gericht Himmel und Erde mit Milch vom Biohof Fockenbrock in Telgte,  Zwiebeln vom Hof Lohmann in Freckenhorst, Kartoffeln vom Hofgut Schulze Buschhoff aus Münster, Äpfeln vom Biolandhof Feldmann in Oelde und Apfelsaft vom Alstedder Bio in Ibbenbüren zuzubereiten. Wenn alle empfohlenen Zutaten genutzt werden, hat das Gericht einen CO2-Ausstoß von 0,3 kg.

Die Münsteraner Küchengespräche

Das Projekt stärkt die Vernetzung sowohl der Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung untereinander, als auch den Austausch mit lokalen Landwirt*innen. Das Ziel ist, langfristig mehr direkte Absatzwege für nachhaltig und regional angebaute Produkte zu schaffen. Die Münsteraner Küchengespräche starteten am 7. Oktober mit einem Kick-Off im food lab der FH Münster und sollen regelmäßig fortgeführt werden. In weiteren Terminen arbeiten Landwirt*innen, Köch*innen sowie Expert*innen und die Koordinator*innen an einer kontinuierliche Weiterentwicklung.

Denn eine Studie der FH Münster zeigt: Das Münsterland könnte Obst und Gemüse derzeit nur zu rund vier bis fünf Prozent des Bedarfs selbst erzeugen. Bei Milchprodukten wären es 70 Prozent, während Fleisch deutlich im Überfluss vorhanden wäre. Eine vollständige Selbstversorgung der Region ist damit derzeit nicht möglich. 

Daher ist es wichtig, mit “Münster is(s)t gut!” sowohl die nachhaltigen regionalen Absatzwege in der Praxis zu erproben, als auch mit den “Münsteraner Küchengesprächen” gemeinsam aus diesen Erfahrungen zu lernen und Hürden für die heimischen Produkte weiter abzubauen.

Ansprechpartnerinnen

Foto Jutta Höper
Bildrechte: Stadt Münster
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Jutta Höper

02 51/4 92 - 67 12
Hoeper@stadt-muenster.de

Projektleiterin der Ökomodell-Region Münsterland Juliane Rabe
Bildrechte: Juliane Rabe
Projektleitung Öko-Modellregion Münsterland

Juliane Rabe

0 25 71/94 9365

rabe@muensterland.com