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Wespen

Einige Wespenarten, Hummeln und Hornissen sowie Bienen und Einsiedlerbienen sind besonders geschĂŒtzte Arten. Sie dĂŒrfen nach der Bundesartenschutzverordnung weder gestört noch getötet werden.

Wespen und Hornissen sind wichtige Insektenvertilger. Hummeln ernĂ€hren sich wie die Bienen von Nektar und Pollen der BlĂŒten und sind fĂŒr einige Wildpflanzen die einzigen PollenĂŒbertrĂ€ger fĂŒr die BestĂ€ubung. Alle vier Gruppen stechen nur, wenn sie sich angegriffen fĂŒhlen. Es stimmt nicht, dass Wespen- oder Hornissenstiche fĂŒr Nicht-Allergiker gefĂ€hrlicher sind als z. B. der Stich einer Biene.

Mit Geduld, Ruhe und dem Wissen ĂŒber die Lebensweise dieser zum Teil seltenen Tiere ist ein Nebeneinanderleben auch im Wohnumfeld möglich. Im Herbst sterben alle Wespen-, Hornissen- und Hummelvölker ab, nur begattete Jung-Königinnen suchen sich einen sicheren Unterschlupf zum Überwintern. Sie bauen dann im kommenden Jahr neue Nester.

Bei Wespen sollte möglichst zunÀchst festgestellt werden, um welche Art es sich handelt. Nisten die Tiere in einem Hohlraum (Mauseloch, unter dem Dach, hinter der Verkleidung, in der Polsterung einer Couch etc.) handelt es sich in der Regel um die Deutsche oder die Gemeine Wespe, die auch lÀstig werden können (Obst, Kuchen, Fleisch).
Ausnahme: Die harmlose Rote Wespe, nistet auch in Àhnlichen dunklen HohlrÀumen.

Wird frei hĂ€ngend oder in einem GebĂŒsch genistet, sind es Arten, die in der Regel nicht lĂ€stig werden, da sie sich nicht fĂŒr menschliche Nahrungsmittel interessieren (z.B. SĂ€chsische Wespe). Sie sind noch immer hauptsĂ€chlich "Raubtiere" und können den Bestand an SchĂ€dlingen dezimieren. Da sie sich nicht so gut an den Menschen angepasst haben, sind sie dringend auf UnterstĂŒtzung angewiesen.

Die Verwendung sogenannter UV-Lampen, die Insekten anlocken und töten sollen, ist im Freien verboten.

Die Feuerwehr entfernt Wespennester nur im Notfall, wenn Gefahr fĂŒr besonders gefĂ€hrdete Gruppen (Kindergarten-, KrankenhausgelĂ€nde) in Verzug ist.

Beratung bei geschĂŒtzten Arten bieten:

Amt fĂŒr GrĂŒnflĂ€chen, Umwelt und Nachhaltigkeit
www.stadt-muenster.de/umwelt
Untere Naturschutzbehörde
Albersloher Weg 450
48167 MĂŒnster
Tel. 4 92-67 15 / -6714
umwelt@stadt-muenster.de
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
www.lwk.nrw.de
Fachbereich Bienenkunde
Nevinghoff 40
48147 MĂŒnster
Tel. 23 76-6 63/-6 62
imkerei@lwk.nrw.de