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Ausschnitt eines alten Stadtplans von Münster aus dem Jahre 1862
 
Straßenschild Ringoldgasse
 
 
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Kinderhauser Straße

Stadtbezirk:Münster-Mitte
Statistischer Bezirk: Kreuz
Entstehung: 1876
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Die Kinderhauser Straße wurde im Jahre 1876, der Weg Kinderhaus 1939 benannt. Beide tragen ihren Namen nach dem 1903 eingemeindeten Dorf Kinderhaus, das bereits 1326 durch Stiftung des Erbmannen Udo von der Tinnen ein Leprosenhaus mit Rektorat bekam.
Quelle: Wilhelm Kohl in: Münstersche Zeitung, etwa 1957

Die Geschichte des Ortsteiles Kinderhaus ist untrennbar mit der Geschichte des Leprosenhauses Kinderhaus verbunden. Bereits im Jahre 1333 wird das Leprosenhaus urkundlich erwähnt. Der Name geht vermutlich auf die Bezeichnung Die Armen Kinder Gottes zurück, wie die Lepra-Kranken damals genannt wurden.
Der münstersche Bürger Udo von der Tinnen vererbte sein 1326 gekauftes Gut Idenbrock dem Siechenhaus, wodurch eine gute wirtschaftliche Basis für des Bestand des Hauses gelegt wurde. (...) Um das damalige Leprosenhaus am Kinderbach entstand eine kleine Ansiedlung, die Keimzelle des heutigen Stadtteils.
Südlich der Ansiedlung Alt-Kinderhaus entstand nach 1967 ein riesiger Wohnkomplex für mehr als 10.000 Menschen. Kinderhaus galt seinerzeit, neben Berg Fidel, als der wichtigste Entwicklungsschwerpunkt für den Wohnungsbau im stadtgebiet. Das Kulturzentrum Bürgerhaus in der Mitte des neuen Stadtteils zeichnet sich durch rege kulturelle Aktivitäten aus, die auch Bürger der Innenstadt in das Stadtrandgebiet locken.
Quelle: Detlef Fischer, Münster von A bis Z, Münster 2000