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Ausschnitt eines alten Stadtplans von Münster aus dem Jahre 1862
Bildrechte: Stadt Münster/Katasteramt
 
Straßenschild Ringoldgasse
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Maria-Beckmann-Weg

Stadtbezirk:Münster-Nord
Statistischer Bezirk: Kinderhaus-West
Entstehung: 2026
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Benannt nach Mria Beckmann, (1914-2002), sie war eine plattdeutsch sprechende und schreibende Heimatdichterin, die ihre gesamte Lebenszeit in Münster-Kinderhaus verbrachte.

In dem Antrag der Bürgervereinigung Kinderhaus heißt es:
In dem von ihr so geliebten Stadtteil wurde sie am 12. Oktober 1914 geboren und starb dort am 9. Dezember 2002. Durch ihren unermüdlichen Einsatz zur Pflege der plattdeutschen Mundart sowie ihr außergewöhnliches soziales Engagement hat sie das Leben im Stadtteil Kinderhaus nachhaltig mitgeprägt.
Als Tochter des Gärtnermeisters Josef Eller und seiner Frau Josefine spielte sie als Kind oft im Park der damaligen Villa Zimmermann. Ihr Vater war auf dem Anwesen der Familie Zimmermann zuständig für die Pflege der Obstplantagen am Rektoratsweg. Die Familie Eller bewohnte seinerzeit die so genannte „kleine Villa“ an der Ecke Grevener Straße / Am Burloh.
Ihr erstes Gedicht in plattdeutscher Sprache verfasste Maria Beckmann im Alter von zwölf Jahren. Im Laufe ihres facettenreichen Lebens schrieb sie hunderte von Gedichten sowohl in plattdeutscher als auch in hochdeutscher Sprache. Zahlreiche ihrer Verse wurden in den münsterschen Tageszeitungen sowie in einigen Stadtteilblättern veröffentlicht.
Die plattdeutsche Sprache bezeichnete sie als ihre Muttersprache, für deren Pflege sie sich aktiv einsetzte. Im Jahre 1982 gehörte sie mit Paula Wilken zu den Mitbegründerinnen des „Plattdeutschen Gesprächskreises“. Sie nahm an verschiedenen Wettbewerben teil, unter anderem an „Platt küert mit der MZ“, wo sie den 1. Platz belegte. Daneben gehörte sie auch zeitweilig dem Ensemble der Niederdeutschen Bühne am Stadttheater an, wo sie in verschiedenen plattdeutschen Stücken mitwirkte.
Viele Jahre lang war sie Mitarbeiterin von Theo Breider, dem damaligen Verkehrsredaktor der Stadt Münster und späteren Gründer des Freilichtmuseums Mühlenhof. Zusammen mit ihm erkundete sie zahlreiche Wege in und um Münster, die sich für Radtouren eigneten. Diese als „Pättkes“ bezeichneten Radpfade wurden sorgfältig verzeichnet und kartographiert. Daraus entstand schließlich der erste Pättkesführer.
Maria Beckmann interessierte sich auch sehr für westfälisches Brauchtum und arbeitete ehrenamtlich eng mit Frau Prof. Martha Bringemeier in der Volkskundlichen Kommission zusammen. Erwähnenswert ist auch ihr großes gesellschaftliches Engagement für ihren Stadtteil. Schon sehr früh setzte sie sich für die Verbesserung der Stadtbusverbindung von der Innenstadt nach Kinderhaus ein. Außerdem kümmerte sie sich um die Installation von Straßenlaternen entlang der Grevener Straße bis hin nach Kinderhaus.
Als in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Bau der Nordtangente die Einwohnerzahl von Kinderhaus rasant zunahm, war es für sie eine Herzensangelegenheit, sich um die Zusammenführung der Kinderhauser Neubürger mit den „Alteingesessenen“ zu kümmern. Sie sprach gerne Plattdeutsch, versuchte jedoch auch, auf Hochdeutsch den Kontakt zu den Neubürgern aller Kulturkreise aufzubauen.
Sie war Mitbegründerin des „Stammtisches Kinderhaus“ und beteiligte sich aktiv an der Gründung der Bürgervereinigung Kinderhaus für Kultur, Heimatpflege und Naturschutz (BVK), die im Jahre 1986 aus dem Stammtisch hervorging. Schließlich wirkte sie im Jahr 1992, zusammen mit Adolf und Ruth Betz, maßgeblich am Aufbau und an der Einrichtung des Heimatmuseums Kinderhaus mit.

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