Podiumsdiskussion und fachliche Impulse zur Beendigung von Kriegen
Vier Jahre Krieg in der Ukraine – ein Anlass um am Jahrestag des Überfalls am 24. Februar, um 19 Uhr, im VHS-Forum über mögliche „Perspektiven zum Frieden“ zu sprechen. Wie kann generell ein Ende von Kampfhandlungen gelingen und eine nachhaltige Friedensordnung geschaffen werden? Darüber diskutieren vier Fachleute aus Politikwissenschaft, Militär, Konfliktforschung und Friedensarbeit auf dem Podium. Um einen Blick auf verschiedenen Perspektiven zum Frieden zu erhalten, geben sie zunächst in einem kurzen Impuls ihre Erfahrungen aus ihrem Forschungs- oder Einsatzalltag und zu ihrem Engagement weiter.
Eingeladen sind Vanessa Vohs, Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr München, die zur strategischen Rolle des Völkerrechts im Kontext moderner Technologie und Verteidigung promoviert und derzeit im Projekt AI4DEF – Artificial Intelligence for Defence eingebunden ist. Außerdem Brigadegeneral Jens Arlt, Deputy Chief of Staff Operation and Training im I. Deutsch-Niederländischen Corps und als Leiter der deutschen Evakuierungsoperation in Kabul im August 2021 für die Evakuierung tausender Menschen im Einsatz. Prof. Dr. Georg Albers ist Professor für Soziale Arbeit und Politikwissenschaft an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Münster, er fokussiert sich auf Konfliktforschung, und war in internationalen Einsätzen aktiv: So arbeitete er von 2016 bis 2019 für die OSZE-Beobachtungsmission in der Ukraine und in weiteren politischen Beratungsfunktionen im Ausland. Juliane Brüggemann Schulleiterin i. R., ist seit den 80er Jahren aktiv in der Friedensbewegung, Mitorganisatorin zahlreicher Protestveranstaltungen gegen den Krieg, u. a. die Friedensketten zwischen Münster und Osnabrück, Vorsitzende des Vereins Alternativer Westfälischer Friedenspreis e. V. und stellvertretende Vorsitzende der Friedensinitiative in Münster e. V.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und dem Friedensbüro Münster durchgeführt und widmet sich vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine unterschiedlichen Perspektiven auf Krieg, Frieden und Friedenssicherung. Ziel ist es, historische Einordnung, aktuelle politische und militärische Sichtweisen sowie friedensgesellschaftliche Ansätze miteinander ins Gespräch zu bringen und einen Perspektivwechsel für das Publikum zu ermöglichen.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen. Die Moderation des Podiumsgesprächs übernimmt Dr. Susanne Eichler, die durch ihre Erfahrung in der Moderation gesellschaftspolitischer Debatten für einen strukturierten und offenen Austausch sorgen wird.
Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung wird gebeten. Begleitend zur Veranstaltung wird bis 27. Februar im oberen Foyer der Volkshochschule die Ausstellung „Wege zum Frieden: Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gezeigt, die historische und aktuelle Friedensprozesse beleuchtet.