Stadt Münster: Feuerwehr - 25.11.2020: Akute Explosionsgefahr an der Gartenstraße

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25.11.2020: Akute Explosionsgefahr an der Gartenstraße

Am Mittwoch, 25.11.2020, gegen 17:13 Uhr wurde die Feuerwehr Münster zu einem Gasaustritt an der Gartenstraße gerufen. Bei Bauarbeiten in einem leerstehenden Mehrfamilienwohnhaus war es zu einem Gasaustritt gekommen.

Durch die ersteintreffende Einheit der Berufsfeuerwehr konnten umgehend erste Messungen vor und in dem Objekt durchgeführt werden. Sowohl außerhalb als auch innerhalb des Gebäudes wurden explosionsfähige Konzentrationen gemessen. Zusätzlich konnte auch akustisch Gasaustritt wahrgenommen werden.

Aufgrund der akuten Explosionsgefahr und der damit verbundenen Gefahr für die angrenzenden Bewohner musste die Räumung aller Wohnhäuser in einem Radius von 100 Metern um das betroffene Gebäude unverzüglich eingeleitet werden. Für den Fall einer Explosion mit Folgebränden wurde ein umfangreicher Löschangriff vorbereitet.

Die Zufahrtsstraßen und Wege konnten durch die Polizei abgesperrt werden. Aufgrund der räumlichen Situation in Verbindung mit der hohen Explosionsgefahr im Bereich des Gasaustritts erfolgte die Räumung in drei Richtungen. In dem betroffenen Räumungsbereich mussten ca. 350 Menschen ihre Wohnungen verlassen, bzw. konnten nicht in die Wohnungen zurück. Drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr führten die Räumung durch.

Für zu betreuende Personen oder Anwohner die nicht kurzfristig anderweitig untergebracht werden konnten, wurden durch die Münsteraner Hilfsorganisationen unter Leitung des DRK drei Betreuungsstellen eingerichtet. Die Stadtwerke Münster stellten dafür kurzfristig 4 Busse zur Verfügung. Durch den Rettungsdienst mussten zwei "heimbeatmete" Bewohner evakuiert und anschließend in Münsteraner Krankenhäuser gefahren werden. Unter Quarantäne stehende Personen konnten gesondert betreut werden. Insgesamt suchten 42 Personen die Betreuungsstellen auf.

Zur Verminderung des Explosionsrisikos konnte ein Teilbereich der Gartenstraße durch die Stadtwerke stromlos geschaltet werden. Aufgrund der nicht vorhanden Gasabsperreinrichtung vor dem Gebäude musste die verzweigte Hauptgasleitung an vier Stellen freigelegt und aufwendig verschlossen werden. Für diese Maßnahmen ließ sich ein Abschleppen von mehreren PKW leider nicht vermeiden. Die Arbeiten wurden durch die Stadtwerke koordiniert. Mehrere externe Firmen unterstützten die Maßnahmen.

Nach dem Absperren der Gaszufuhr musste das betroffene Objekt mit einem Hochleistungslüfter belüftet werden und ein Feuerwehrtrupp unter Atemschutz mit Messgeräten ging in das Haus vor. Es wurden nur noch geringe Gaskonzentrationen festgestellt. Das restliche Gas verflüchtigte sich durch die Lüftungsmaßnahmen zeitnah.

Als Gasaustrittsstelle konnte eine durch Bauarbeiten beschädigte Hauptgasleitung festgestellt werden. Die Stadtwerke mussten zum Absperren der Leitung außerhalb des Gebäudes die Gasleitung im Boden freilegen.

Nach Abschluss der Arbeiten konnten die Bewohner gegen 23.00 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück.

Zur Bewältigung des außergewöhnlichen Einsatzes waren insgesamt ca. 110 Kräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen im Einsatz. Dazu kommen noch Kräfte der Polizei, der Stadtwerke und mehrere externe Firmen.

Während der ca. siebenstündigen Einsatzdauer wurde die Feuerwache 1 durch einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.


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