Bevölkerungswarnung

Um die Bevölkerung der Stadt Münster in großen Schadenslagen adäquat warnen zu können, wird das hierfür notwendige Warnsystem neu gestaltet. Dabei erfolgt die Warnung in zwei Stufen:

  1. Aufmerksam machen ("Wecken")
  2. Übermittlung der Warnung und Information

Das Aufmerksammachen soll nach dem neuen Konzept über Elektrosirenen erfolgen (Heulton auf- und abschwellend von einer Minute Dauer), was zum Einschalten des Radios (WDR 2) auffordern soll.

Gleichzeitig bedeutet dieses Signal, dass Fenster und Türen geschlossen bleiben sollen. Das Sirenensystem befindet sich aktuell jedoch noch in der Planungsphase.

Aktuell erfolgt in Münster noch keine Warnung über Sirenen.

Im zweiten Schritt wird die tatsächliche Warnung übermittelt. Dies geschieht über Durchsagen im Radio, insbesondere über die Sender WDR2 und Antenne Münster.

Zusätzlich löst die Feuerwehr Münster eine Warnung aus, die von Smartphones empfangen werden kann, sofern auf den Smartphones die App "NINA" (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) installiert und konfiguriert ist.

Diese App lässt sich über das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) steuern, das in der Leitstelle der Feuerwehr Münster installiert ist und es der Feuerwehr ermöglicht, eine detaillierte Nachricht zu übermitteln. Diese Nachrichten geben Auskunft zum betroffenen Gebiet, zur Ereignisursache und zu weiteren Verhaltenshinweisen

In räumlich begrenzten Einsatzlagen werden die Warnungen über Warnfahrzeuge der Feuerwehr ausgegeben, die das Aufmerksam machen und die Informationsübermittlung per Lautsprecherdurchsage miteinander verbinden.

Während der Einsatz der Warnfahrzeuge durch die örtliche Einsatzleitung erfolgt, werden die Sirenen und die Warn-App NINA in Großschadenslagen durch die Leitstelle der Feuerwehr Münster ausgelöst.

Bedarf

Für die Stadt Münster ergibt sich der Bedarf zum Wiederaufbau des Sirenennetzes vor allem durch die Warnung der Bevölkerung bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe und Güter, die zum Beispiel in Folge von Unfällen oder Bränden auftreten. Zusätzlich sind Gütertransporte auf der Straße oder – speziell für Münster – auf dem Dortmund-Ems-Kanal an dieser Stelle zu beachten.


Kontakt

Florian Grünastel
02 51/20 25-82 19