Stadt Münster: Vermessungs- und Katasteramt - Straßenname: An der Clemenskirche

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Straßennamen in Münster

Bedeutungen und Hintergründe


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An der Clemenskirche

Stadtbezirk   Münster-Mitte
Statistischer Bezirk   Dom
Lage  im Stadtplan

Entstehung   1989   05.12.1989
Amtsblatt   27/1989   29.12.1989

Die Clemenskirche wurde von Johann Conrad Schlaun 1745/53 neben dem Kloster und dem Hospital der Barmherzigen Brüder errichtet. Die Kirche ist eine Stiftung des Kurfürsten Clemens August zur Ehre seines Namenspatrons. Der durch Nischen ausgeweitete Rundbau mit Kuppel und Laterne ist der bedeutendste barocke Kirchenbau Nordwestdeutschlands. Nach schwerster Zerstörung wurde 1956 - 1973 zunächst nur die Kirche später bis in die Einzelheiten die Ausstattung genau wiederhergestellt.
Quelle: Text der Bronzetafel an der Clemenskirche

Die Clemenskirche wurde im Oktober 1753 geweiht. Das Clemenshospital wurde gegründet bzw. gestiftet durch Fürstbischof Clemens August von Bayern (1719 - 1761). Damit erhielt Münster das erste eigentliche Krankenhaus. Der von Clemens August hier angesiedelte Orden der Barmherzigen Brüder war damals führend in der Krankenpflege.

Clemens August von Bayern, Erzbischof von Köln stiftete bereits 1732 das Hospital der Barmherzigen Brüder, das zunächst in einem Gebäude am Neutor entstand und 1754 in die neu errichteten Gebäude an der Hundestiege, der heutigen Klemensstraße, verlegt wurde.
Sein großer Plan, ein Hospital mit wirklicher Krankenpflege zu schaffen, konnte nur gelingen, indem der Stifter ältere soziale Stiftungen - zum Teil gegen den Widerstand der Vertreter der Stadt - in seine Stiftung einbrachte. So wurden die Kapitalien der vier Elenden (der Herbergen für Pestkranke) und des Gasthauses in das Grundstockvermögen der Stiftung des Hospitals der Barmherzigen Brüder übertragen. Clemens August verfolgte zugleich religiöse und soziale Zwecke. Durch seine Stiftung wurde die Klostergemeinschaft der Barmherzigen Brüder und deren Hospital gegründet. Die Stiftungszwecke der älteren, übernommenen Stiftungen wurden insofern fortgeführt, als im Clemenshospital, wie zuvor in den Elenden und im Gasthaus, nichtbürgerliche Bewohner und Fremde aufgenommen und versorgt werden sollten.
Im 19. Jahrhundert wurde das Clemenshospital mehrfach erweitert. Nach den Kriegszerstörungen ist es im Süden der Stadt neu entstanden.
Quelle: Stadt Münster, Stadtarchiv, Dokumentation: Armut, Not und gute Werke - Soziale Stiftungen in Münster, Januar 2001>


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