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Begegnungen. Reiseporträts von Pan Walther.
Pan Walther begegnete dieser Frau im Jahre 1967 in Italien. © Pan Walther
9. Oktober 2026 bis 1. Februar 2027
Die Ausstellung „Begegnungen. Reiseporträts von Pan Walther“ ist ab sofort bis zum 1. Februar 2027 im Erdgeschoss des Stadtmuseums Münster zu sehen. Damit widmet das Museum dem Fotografen Pan Walther (1921–1987) zum dritten Mal seit der Übernahme seines Nachlasses eine Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen seine eindrucksvollen Reiseporträts, die er seit Mitte der 1950er Jahre auf Fotoreisen in das damalige Jugoslawien, nach Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und in die Türkei aufgenommen hat. Auf Straßen und Plätzen, bei der Arbeit oder im Alltag fotografierte Pan Walther Menschen, denen er unterwegs begegnete. Viele der Porträtierten blicken unmittelbar in die Kamera und treten so auch mit den heutigen Betrachtenden in einen direkten Dialog.
Die Ausstellung ist nach den Ländern gegliedert, die Pan Walther bereiste. Neben eindringlichen Nahporträts zeigt sie Aufnahmen, in denen Körperhaltung und räumliches Umfeld eine wichtige Rolle spielen. So vermitteln die Fotografien nicht nur die Individualität der Porträtierten, sondern auch Eindrücke von der Situation, in der sie entstanden sind. Seine Fotografien zeugen davon,dass Pan Walther zu den bedeutenden deutschen Fotografen der Nachkriegszeit zählt. Nach seiner Ausbildung in Dresden zog er 1950 nach Münster, wo er über Jahrzehnte als Porträtfotograf tätig war und ein eigenes Atelier unterhielt. Später lehrte er als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.
Kennzeichnend für seine Bildsprache sind eine präzise Lichtführung und kräftige Kontraste. Bei allen in der Ausstellung gezeigten Fotografien handelt es sich um Schwarz-Weiß-Aufnahmen – dies wurde zu seinem Markenzeichen. Die Reiseporträts dokumentieren persönliche Begegnungen und eröffnen zugleich einen Blick auf den Alltag und Lebensverhältnisse. Sie zeigen Menschen in ihrer jeweiligen Umgebung und vermitteln Eindrücke einer vergangenen Zeit.


