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Ausstellungen
Grafik im Dialog. Ursprung und Positionen aus Münster
Markus Lörwald: Martha, the Last Pilgrim, 2025 © Markus Lörwald
20. März bis 13. September 2026
In einer gemeinsamen Ausstellung im Stadtmuseum Münster präsentieren elf Künstlerinnen und Künstler Werke, die zwei Dinge gemeinsam haben: Sie sind mit der Aldegrever-Gesellschaft e.V. verbunden und haben ihren künstlerischen Ausgangspunkt an der Fachhochschule Münster. Geprägt durch die grafische Lehre der Professoren Rolf Escher und Wolfgang Troschke haben sie eigenständige Positionen entwickelt, die heute in Druckgrafiken, Zeichnungen und konzeptionellen Serien sichtbar werden.
Die Ausstellung macht die nachhaltige Wirkung dieser Lehre deutlich. Über Jahrzehnte prägten Escher und Troschke eine Generation von Kunstschaffenden, von denen viele später durch die Aldegrever-Gesellschaft gefördert wurden und inzwischen selbst als Lehrende tätig sind. Die Schau würdigt somit sowohl die ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten als auch das bis heute wirksame grafische Fundament, das in Münster seinen Ursprung hat.
Im Mittelpunkt der Präsentation steht das Prozesshafte und Experimentelle der grafischen Arbeit. Die Werke treten miteinander in einen Dialog, nehmen formale und inhaltliche Impulse auf und entwickeln sie weiter. Die Ausstellung versteht Grafik als Dialog. Arbeiten der verschiedenen Künstlerinnen und Künstler treten miteinander in Beziehung, greifen Impulse auf und führen sie weiter.
Eine Ausstellung des Stadtmuseums Münster mit der Aldegrever-Gesellschaft e.V.
Lia Darjes: Plates I – XXXI
Lia Darjes Plate XXXI 2023 © Lia Darjes
21. Februar – 26. April 2026
Die halbdokumentarische Stilllebenstudie widmet sich der Grauzone zwischen den Lebensräumen von Menschen und Wildtieren. Der Gartentisch nach einem gemeinsamen Essen mit Freunden wird durch das Arrangement der Künstlerin nach und nach zu einem Stillleben. Es bleibt eine Kamera für einige Stunden oder ganze Tage als passive Beobachterin zurück, die durch die Anwesenheit von Tieren ausgelöst wird. Die Faszination der Bilder besteht darin, dass sich Inszeniertes und Zufälliges in einem Bild vereinen.
Eine Ausstellung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V.
Vor 50 Jahren. Münster 1976
5. Dezember 2025 bis 22. November 2026
Die beliebte Ausstellungsreihe mit Fotos zur münsterischen Zeitgeschichte geht in die nächste Runde. Die präsentierten Presseaufnahmen lassen Münster vor 50 Jahren wieder lebendig werden und zeigen wichtige Ereignisse ebenso wie den Alltag der Bevölkerung. In einer Übersicht werden wichtige weltpolitische Vorgänge des Jahres 1976 den münsterischen Geschehnissen gegenübergestellt. Die Sonderausstellung kann bis zum 22. November 2026 auf der Empore des Stadtmuseums Münster besucht werden.
Mit der Ausstellung wird die Auswertung des umfangreichsten Sammlungsbestands des Stadtmuseums Münster – der Fotografie – fortgesetzt: Mehrere tausend historische Negative und Abzüge machen es möglich, in einer sorgfältigen Auswahl die vielfältigen Ereignisse vor 50 Jahren nachzuvollziehen.
Zur Ausstellung ist ein Bildband im Aschendorff Verlag erschienen, der im Museumshop käuflich erworben werden kann.
Münster auf alten Postkarten: Rund um den Bahnhof
Postkarte mit einer Abbildung des 1890 fertiggestellten Bahnhofsgebäudes. © Stadtmuseum Münster
8. November 2025 bis 12. April 2026
Bereits zum sechsten Mal widmet sich die erfolgreiche Ausstellungsreihe „Münster auf alten Postkarten“ der Stadtgeschichte anhand historischer Postkarten – diesmal steht das Gebiet rund um den Bahnhof im Mittelpunkt. Der vorgestellte Stadtbereich erstreckt sich zwischen der Warendorfer Straße im Norden und dem Hansaring im Süden. So umfasst er mehrere seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Stadtviertel: das Ostviertel, das Bahnhofsviertel, das Hansaviertel und das Herz-Jesu-Viertel, das im Volksmund auch „Klein Muffi“ genannt wird.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen sicherlich die Ansichten der einst prachtvollen Bahnhofstraße, die für ihre eleganten und großzügigen Hotels bekannt war. Besucherinnen und Besucher können auf einer Parkbank verweilen und durch Projektionen weitere eindrucksvolle Bilder aus der Zeit zwischen 1900 und 1930 entdecken. Neben dieser multimedialen Inszenierung sind zahlreiche Postkarten auch im Original zu sehen. Sie laden dazu ein, leicht übersehene Details zu entdecken, die oft erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Dabei rückt auch die Frage nach der Authentizität der Motive in den Fokus: Viele der Postkarten wurden nachträglich bearbeitet. So wurde etwa während des Ersten Weltkriegs der Name des Café Royal am Servatiiplatz auf den Karten in Café Roxel geändert – ein frühes Beispiel für Bildmanipulation vor über 100 Jahren.


