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Ausstellungen
Begegnungen. Reiseporträts von Pan Walther.
© Pan Walther
9. Oktober 2026 bis 1. Februar 2027
Pan Walther (1921–1987) zählt zu den bedeutenden deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Nach seiner Ausbildung in Dresden siedelte er 1950 nach Münster über, wo er über Jahrzehnte als Porträtfotograf tätig war und ein eigenes Atelier unterhielt. Später lehrte er als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen Pan Walthers Reiseporträts. Seit Mitte der 1950er Jahre führten ihn Fotoreisen in das damalige Jugoslawien, nach Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und in die Türkei. Dabei entstand eine umfangreiche Folge von Porträts. Pan Walther fotografierte Menschen, denen er unterwegs begegnete – auf Straßen und Plätzen, bei der Arbeit oder im Alltag. Viele der Porträtierten blicken unmittelbar in die Kamera und beziehen so auch die Betrachtenden in die Begegnung ein.
Neben Nahporträts stehen Aufnahmen, die Körperhaltung und räumliches Umfeld mit einbeziehen. Pan Walthers Fotografien vermitteln nicht nur die Individualität der Porträtierten, sondern auch Eindrücke der Situation, in der sie entstanden. Lichtführung und kräftige Schwarz-Weiß-Kontraste kennzeichnen seine Bildsprache.
Die Reiseporträts halten Begegnungen mit Menschen fest und vermitteln zugleich Eindrücke der Länder, die Pan Walther bereiste. Heute geben sie Einblicke in Alltag, Lebensverhältnisse und gesellschaftliche Situationen einer vergangenen Zeit.
Jenseits der Mauern – JVA Münster
3. Oktober bis 15. November 2026
Eine Ausstellung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster.
Mit dem Umzug der Justizvollzugsanstalt von der Gartenstraße in den Neubau an der Telgter Straße endet ein prägendes Kapitel münsterischer Stadtgeschichte. Initiiert vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen fotografierten Schülerinnen und Schüler des Adolph-Kolping-Berufskollegs und der Realschule Wolbeck sowohl die historische JVA als auch den Neubau. Dabei entstanden eindrucksvolle Aufnahmen, die Architektur, Geschichte und den Justizvollzug aus einer jungen, persönlichen Perspektive zeigen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über Wandel, Verantwortung und die gesellschaftliche Bedeutung des Justizvollzugs nachzudenken. Zugleich hält sie einen besonderen Moment der Stadtentwicklung fest und gewährt seltene Einblicke in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.
© Chris Schwemmer
© Finia Höhne
Vor 50 Jahren. Münster 1976
5. Dezember 2025 bis 22. November 2026
Die beliebte Ausstellungsreihe mit Fotos zur münsterischen Zeitgeschichte geht in die nächste Runde. Die präsentierten Presseaufnahmen lassen Münster vor 50 Jahren wieder lebendig werden und zeigen wichtige Ereignisse ebenso wie den Alltag der Bevölkerung. In einer Übersicht werden wichtige weltpolitische Vorgänge des Jahres 1976 den münsterischen Geschehnissen gegenübergestellt. Die Sonderausstellung kann bis zum 22. November 2026 auf der Empore des Stadtmuseums Münster besucht werden.
Mit der Ausstellung wird die Auswertung des umfangreichsten Sammlungsbestands des Stadtmuseums Münster – der Fotografie – fortgesetzt: Mehrere tausend historische Negative und Abzüge machen es möglich, in einer sorgfältigen Auswahl die vielfältigen Ereignisse vor 50 Jahren nachzuvollziehen.
Zur Ausstellung ist ein Bildband im Aschendorff Verlag erschienen, der im Museumshop käuflich erworben werden kann.


