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Jenseits der Mauern – Gefängnisarchitektur aus Sicht junger Menschen
3. Oktober bis 21. November 2026
Eine Ausstellung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster.
Mit dem Umzug der Justizvollzugsanstalt von der Gartenstraße in den Neubau an der Telgter Straße endet ein prägendes Kapitel münsterischer Stadtgeschichte. Initiiert vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen fotografierten Schülerinnen und Schüler des Adolph-Kolping-Berufskollegs und der Realschule Wolbeck sowohl die historische JVA als auch den Neubau. Dabei entstanden eindrucksvolle Aufnahmen, die Architektur, Geschichte und den Justizvollzug aus einer jungen, persönlichen Perspektive zeigen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über Wandel, Verantwortung und die gesellschaftliche Bedeutung des Justizvollzugs nachzudenken. Zugleich hält sie einen besonderen Moment der Stadtentwicklung fest und gewährt seltene Einblicke in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind.
Die Eröffnung findet am 2. Oktober 2026 um 15 Uhr statt.
© Chris Schwemmer
© Finia Höhne
Pan Walther. Reiseporträts
© Pan Walther
9. Oktober 2026 bis 1. Februar 2027
Pan Walther (1921–1987) zählt zu den bedeutenden deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Nach seiner Ausbildung in Dresden siedelte er 1950 nach Münster über, wo er über Jahrzehnte als Porträtfotograf tätig war und ein eigenes Atelier unterhielt. Später lehrte er als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen Pan Walthers Reiseporträts. Seit Mitte der 1950er Jahre führten ihn Fotoreisen in das damalige Jugoslawien, nach Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und in die Türkei. Dabei entstand eine umfangreiche Folge von Porträts. Pan Walther fotografierte Menschen, denen er unterwegs begegnete – auf Straßen und Plätzen, bei der Arbeit oder im Alltag. Viele der Porträtierten blicken unmittelbar in die Kamera und beziehen so auch die Betrachtenden in die Begegnung ein.
Neben Nahporträts stehen Aufnahmen, die Körperhaltung und räumliches Umfeld mit einbeziehen. Pan Walthers Fotografien vermitteln nicht nur die Individualität der Porträtierten, sondern auch Eindrücke der Situation, in der sie entstanden. Lichtführung und kräftige Schwarz-Weiß-Kontraste kennzeichnen seine Bildsprache.
Die Reiseporträts halten Begegnungen mit Menschen fest und vermitteln zugleich Eindrücke der Länder, die Pan Walther bereiste. Heute geben sie Einblicke in Alltag, Lebensverhältnisse und gesellschaftliche Situationen einer vergangenen Zeit.


