Stadt Münster: Verkehrsplanung - Maßnahmen

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Verkehrssicherheit

Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

Nobody is perfect! Menschen machen Fehler.

Unfälle werden überwiegend durch Menschen und deren Fehler verursacht. Neben dem Verhalten der Verkehrsteilnehmenden spielt aber auch die Infrastruktur eine wichtige Rolle. Schätzungsweise 75 % der Unfälle im Straßenverkehr lassen sich auf Fehleinschätzungen der Verkehrsteilnehmer in Bezug auf den Straßenverlauf, Geschwindigkeiten oder unübersichtliche Verkehrsgegebenheiten zurückführen. Der hohe Anteil an der Gesamtzahl der Unfälle macht deutlich, wie wichtig eine einheitliche und schnell begreifbare Gestaltung des gesamten Straßenraums für die Verkehrssicherheit ist.
Verkehrsanlagen dürfen nur eine einzige, richtige Handlungsweise hervorrufen.
Die folgenden Maßnahmen tragen entscheidend zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei:



Geänderte Ampelschaltungen

Foto: Rad-Ampel mit Rot-, Gelb- und Grünlicht

Dreifeldriger Signalgeber

Viele der jährlich identifizierten Unfallhäufungsstellen und -linien liegen im Bereich von Ampeln (Lichtsignalanlagen). Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden unter anderem folgende Lösungen umgesetzt:

  • Aufgabe der Nachtabschaltung
  • Separierung des Abbiegeverkehrs
  • Einheitliche Radverkehrssignalisierung
  • Einführung von dreifeldrigen Signalgebern für Radfahrer (Rot-Gelb-Grün)
  • Blockschaltung von Fußgänger- und Radfahrersignalen

Die genannten Maßnahmen werden zusammen mit der stadtweiten Erneuerung von Lichtsignalanlagen durchgeführt. Stand Herbst 2016: Rund zwei Drittel der geplanten Maßnahmen sind bereits abgeschlossen.

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Geschwindigkeitsreduzierung

Im Zuge der Erneuerung von Lichtsignalanlagen wird auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf den Haupteinfallstraßen überprüft. Seit Sommer 2013 gilt auf den Haupteinfallstraßen innerhalb der geschlossenen Ortschaften in Münster ein Tempolimit von 50 km/h. Außerhalb geschlossener Ortschaften wird auf den Haupteinfallstraßen ein harmonisiertes Geschwindigkeitsniveau angestrebt, indem ein durchgängiges Tempolimit von 70 km/h umgesetzt wird.
Das sorgt nicht nur für einen besseren Verkehrsfluss, sondern erfahrungsgemäß auch für einen Rückgang der Unfallzahlen.

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Sichtbeziehungen und fahrbahnnahe Führung des Radverkehrs

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Radfahrstreifen auf der Fahrbahn

Radfahrer im Blickfeld halten!
Wie und wann werde ich im Straßenverkehr wahrgenommen und was nehme ich wahr?
Diese Frage müssen sich alle Verkehrsteilnehmenden stellen. Sehen und gesehen werden - dabei hilft nicht nur helle und reflektierende Kleidung, sondern auch eine übersichtliche Infrastruktur. Durch parkende Fahrzeuge, Bäume und Verkehrseinrichtungen werden Radfahrer gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr immer wieder verdeckt. An Kreuzungen oder Einmündungen kommt es dann regelmäßig zwischen abbiegenden Kraftfahrzeugen und querenden Radfahrern zu gefährlichen Situationen, wenn ein Radfahrer wie aus dem Nichts hinter diesen Sichtbehinderungen auftaucht.

Eine Lösung zur besseren Erkennbarkeit der Radfahrer sind fahrbahnnahe Führungen des Radverkehrs in Verbindung mit einer Roteinfärbung. Aus verkehrssicherheitstechnischen Gesichtspunkten sind solche Führungen wichtig, damit die Radfahrer immer im Sichtfeld des Kraftfahrzeugführers bleiben.

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Revision der Radverkehrsanlagen

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Radweg vor und nach der Revision

Um Gefahrensituationen in Münsters Radverkehr besser zu erkennen, wurden alle Radverkehrsanlagen stadtweit überprüft. Zur Beseitigung der Gefahren wurden Standardlösungen für die Gestaltung entwickelt. Ziel sind einheitliche Markierungen, Oberflächengestaltung, Farbgebung und Beschilderung, denn ein einheitlich gestalteter Verkehrsraum ist für alle Beteiligten besser und schneller erfassbar und damit sicherer.
Von großer Bedeutung ist die Markierung von Radwegfurten, besonders an Zweirichtungsradwegen, das Hervorheben von Radwegen an Zufahrten, das Entfernen oder Versetzen von Einbauten (z. B. Verkehrsschilder, Leuchten oder Mülleimer, die in den Radweg hineinragen) und der Rückschnitt von Pflanzen, die den Überblick behindern.


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Umlaufsperren

Die Auswertung von Verkehrsunfällen hat gezeigt, dass sich Umlaufsperren und Sperrpfosten im Bereich von Radwegen verkehrsgefährdend auswirken können. Auch wenn es ungewöhnlich klingt, viele der Radfahreralleinunfälle mit Verletzungen ereignen sich an Pfosten oder Umlaufsperren, die übersehen werden oder an denen Radfahrer hängen bleiben.
Daher werden sukzessive sämtliche Umlaufsperren und Sperrpfosten im Verlauf von Radwegen erfasst und geprüft. Grundsätzlich sollen sie entfernt werden, wenn die Verkehrssituation eigenständiges und sicheres Verhalten ermöglicht. Wo widerrechtliches Befahren mit Kraftfahrzeugen ausgeschlossen werden muss, müssen Sperrpfosten bestehen bleiben. Bestehende Umlaufsperren und Sperrpfosten werden dem aktuellen Standard entsprechend angepasst.

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Optimierung der Verkehrsführung am Ludgeriplatz

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Blick auf den Ludgeriplatz

Der Ludgeriplatz wird täglich von bis zu 38.000 Kraftfahrzeugen, 12.000 Fahrrädern und unzähligen Fußgängern frequentiert. Während der Fußverkehr  rund um den Platz seit Jahrzehnten unauffällig ist, sah die Unfallbilanz beim zunehmenden Verkehrsaufkommen besonders für den Radverkehr kritisch aus. Mit dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin im Jahr 2004 wurden Forderungen laut, die Verkehrssituation nachhaltig zu entschärfen.
Unter Beteiligung von Politik und Bürgerschaft wurden öffentlich Verbesserungsvorschläge diskutiert, erörtert und geprüft. Als Ergebnis wurde ein Ausbauvorschlag zur Steigerung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr erarbeitet, der im Sommer 2008 umgesetzt wurde. Sein entscheidendes Merkmal: Es gibt weiterhin keine Trennung von Rad- und Kfz-Verkehr.
Die Verkehrsführung im Detail

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Zusatzinfos

Kontakt

Amt für Mobilität und Tiefbau

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Telefon: 02 51/4 92-66 01
Fax: 02 51/4 92-77 35
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Anregungen, Störungsmeldungen:
02 51/4 92-61 66

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