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Facherzieher*in Inklusion - Abschluss mit Zertifikat

14 Erzieherinnen und Erzieher haben die Qualifizierung zur Facherzieher*in für Inklusion am 3. Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen.

     
Gruppenfoto mit Sonnenblumen
Bildrechte: Anke Breitkopf

In mehr als 200 Unterrichtsstunden erweiterten sie ihre fachlichen Kompetenzen, reflektierten ihre pädagogische Praxis und professionalisierten ihre Arbeit im Bereich der inklusiven Bildung.

Die Qualifizierung endete mit kreativen und fundierten Projektpräsentationen und der feierlichen Zertifikatsübergabe. Die vorgestellten Projekte wurden bereits in den Kindertageseinrichtungen umgesetzt und tragen dazu bei, die Teilhabe aller Kinder im pädagogischen Alltag selbstverständlich zu gestalten. 

Melanie Bietmann und Andrea Jagusch-Espei sowie weitere Fachreferent*innen haben den Lehrgang geleitet.

Der nächste Kurs beginnt am 3. Februar 2027 mit dem Kompetenzprofil Inklusion. Der darauf aufbauende Qualifizierungskurs zur Facherzieher*in für Inklusion startet nach den Sommerferien 2027 am 8. September und endet im Dezember 2027.  

Kompetenzprofil Inklusion 2027

Inklusion ist ein Prozess, der in der gemeinsamen Bildung aller Kinder, mit und ohne Behinderung und unabhängig von ihrer Herkunft umgesetzt wird. Die pädagogische Qualität, das Team sowie die Reflexions- und Fortbildungsbereitschaft der Mitarbeitenden tragen dabei wesentlich zur inklusiven Qualität in der Kindertagesstätte bei. Dazu benötigen die Mitarbeitenden vertiefende Fachkenntnisse um eine inklusive Haltung zu entwickeln bzw. zu festigen. Der Zertifikatskurs fußt auf dem Qualitätsrahmen „Kompetenzprofil Inklusion“. Der Qualitätsrahmen wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW, dem LVR und dem LWL-Landesjugendamt Westfalen-Lippe entwickelt.

Themenmodule:

Modul 1 – Inklusive Grundlagen (16 UE)

  • Historische und gesellschaftliche Entwicklungen
  • Rechtlicher Rahmen
  • Erkennen von und Umgang mit Barrieren
  • Biographiearbeit, die eigene Haltung, Perspektivwechsel
  •  

Modul 2 – Eine inklusive Kultur entwicklen (32 UE)

  • Vertiefung: Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung
  • Philosophie, Hintergründe, Struktur und Grundlagen des ICF
  • Inklusives Selbstverständnis als pädagogische Fachkraft
  • Vertiefung ICF
  • Förder- und Teilhabeplan auf Grundlage des ICF

Modul 3 – Inklusive Praxis leben (16 UE)

  • Vernetzes Wissen und Partner*innen im Sozialraum
  • Inklusive Erziehungspartnerschaft

Modul 4 – Inklusive Schwerpunkte und Abschluss (16 UE)

Auswahl der Vertiefungsmodule zu Beginn der Qualifizierung:

  • Lebenslagen von Familien – Armutssensibles Handeln (Escape-Spiel)
  • Vorurteilsbewusste Erziehung – Anti-Bias
  • Geschlechtssensible Erziehung
  • Kulturelle Vielfalt
  • Flucht und Trauma
  • Kompetenzbilanzierung und Abschluss

Referentinnen: Melanie Bietmann und weitere Fachreferent*innen
Unterrichtszeiten: 9 bis 16.15 Uhr
Umfang: 80 UE + 20 UE Selbstlerneinheiten
Abschluss: Zertifikat der vhs Münster auf Grundlage der Kooperationsvereinbarung mit dem LWL

Der Lehrgang kann als erster Teil der Qualifizierung zur Facherzieher*in Inklusion anerkannt werden. Der Aufbaukurs zur Facherzieher*in Inklusion wird vom 8. September bis 10. Dezember 2027 durchgeführt. Der Aufbaukurs umfasst 118 Unterrichtseinheiten.

Ansprechpartnerin vhs Münster: Anke Breitkopf, Tel. 02 51/4 92-43 02, E-Mail: breitkopfa@stadt-muenster.de