Die großformatigen Fotos mit ganz verschiedenen Frauenporträts sind ein Beispiel für herausfordernde Lebenswege, die die Frauen gemeistert haben. VHS-Direktorin Esther Joy Dohmen möchte die sehenswerte Aktion ins Zentrum der Stadt holen. Dabei ist etwa eine Syrerin, die aus dem Kriegsgebiet gekommen ist und in Münster neu angefangen hat. Oder eine angeheiratete Frau einer Sinti-Familie in Coerde. Auch eine ehemals gewalttätige Frau („früher war ich wutentbrannt…“) geht heute mit ihren Emotionen und ihrer Kraft anders um. Sie wird neben weiteren Frauen gezeigt, die der Fotograf sehr persönlich in Szene gesetzt hat.
Initiiert wurde das Fotoprojekt von Kristina Kunze, Teamleiterin Sozialraumangebote des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen und Leiterin des Stadtteilbüros Coerde. Entstanden ist die Ausstellung gemeinsam mit Bewohnerinnen aus Alt-Coerde im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Frauentreffs. Die Ausstellung würdigt inspirierende Frauen aus dem Stadtteil, deren Lebensgeschichten Mut machen und Stärke ausstrahlen. In den eindrucksvollen Porträts des Fotografen Andreas Löchte spiegeln sich Lebenswege voller Tatkraft, Selbstbewusstsein und Zuversicht wider. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte – ergänzt durch persönliche Zitate der porträtierten Frauen, die anderen Mut und Kraft schenken. Die Ausstellung vermittelt dabei eine klare Botschaft: „Hier bin ich. Das habe ich geschafft. Darauf bin ich stolz!“ Mit dem Projekt wird sichtbar gemacht, wie vielfältig weibliche Lebenswege in Coerde sind und wie wichtig Zusammenhalt, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung im Stadtteil gelebt werden.
Daraus können auch andere Menschen lernen, ist sich Kristina Kunze sicher. Eine der porträtierten Frauen wird zum Ausstellungsbeginn dabei sein und auch der Fotograf Andeas Löchte ist eingeladen, um bei der Präsentation zugegen zu sein.