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Literatur-Konzert: Heinrich Heines Reise von München nach Genua

Die 15. Jüdischen Kulturtage haben den Schwerpunkt „Jüdisches Leben in Italien“.  Ein Literatur-Konzert mit Stephan Schäfer (Rezitation) und Roman Sayutov (Klavier) am Montag, 11. Mai, 19 Uhr, im vhs-Forum nimmt uns mit auf eine Reise nach Italien. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. 

Kurzhaariger Mann mit Brille und weißem Hemd mit dunkler Weste
Bildrechte: Ellen Bornkessel

Stephan Schäfer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste.

„Hier in Italien ist es ja so schön, das Leiden selbst ist hier so schön, in diesen gebrochenen Marmorpalazzos klingen die Seufzer viel romantischer als in unseren netten Ziegelhäuschen“, so schrieb Heinrich Heine in seinen Reisebildern.  Heinrich Heine unternahm wie viele andere Schriftsteller vor ihm eine Reise nach Italien. Die Reiseberichte hatten im frühen 19. Jahrhundert schon eine lange Tradition, aber mit Heines „Reisebildern“ erreichte die Reiseliteratur einen Höhepunkt. 

In der „Reise von München nach Genua“ (1830) beschreibt Heine Eindrücke seiner Italienreise im Jahr 1828, die ihn über Südtirol, Trient, Verona und Mailand nach Genua führt. Er schildert mit viel Empfindsamkeit Land und Leute, bisweilen urteilt er spöttisch über politische und gesellschaftliche Verhältnisse. 

Gelesen von Stephan Schäfer (Köln) werden die Texte ergänzt durch Musik jüdischer, teils aus Italien stammender Komponisten wie Mario Castelnuovo-Tedesco, Felix Mendelssohn Bartholdy, Louis Lewandowski und Viktor Ullmann. 

Es spielt der international renommierte Pianist Roman Salyutov. „Heine ist der amüsanteste deutsche Klassiker. Er hat alle Vorzüge eines genialen Journalisten, alle grimmigen Tugenden eines Humoristen. Mit dem ganzen Märchenglanz und Traumleben der Romantik blieb er der witzigste Realist der deutschen Literatur.“ Hermann Kesten

Stephan Schäfer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. Zur Vermittlung von Literatur und klassischer Musik gründete er 2001 das „Kölner Künstler-Sekretariat“. Inzwischen wurden von ihm über 1000 Lesungen und Konzerte gestaltet und moderiert.
Roman Salyutov, geb. in Leningrad, studierte Klavier und Dirigieren in Sankt-Petersburg und Köln und promovierte als Musikwissenschaftler in Paderborn. Er ist u.a. Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach. Außerdem ist er Gründer und Leiter des deutsch-israelischen Yachad Chamber Orchestra.