Kristina Kunze, AWO, Fotograf Andreas Löchte_vhs-Direktorin Esther Dohmen (von li.)
Mal draußen im Wohnumfeld, mal im improvisierten Fotostudio mit schwarzem Hintergrund. Aber Coerde, das sind auch ganz viele andere Menschen und Gesichter, so eine Ausstellungsbesucherin. Ein lebenswerter Stadtteil, meinte sie, die vom Kreuzviertel in die grüne Umgebung der Rieselfelder gezogen ist. Auf den Fotos sähe man genau, wie selbstbewusst die dort abgebildeten Frauen seien. „Zeigt bitte auch diejenigen, die oft unsichtbar bleiben”, bat sie. 157 steht für die Postleitzahl von Coerde und KultiMulti ist ein witziger Wortverdreher für Multikulti im Stadtteil.
Kristina Kunze vom AWO-Treffpunkt „mittendrin“ hatte das Projekt mit den starken Frauen angestoßen und umgesetzt. Sie erzählte bei der Eröffnung einige Geschichten der Frauen. Die Fotoausstellung in der Volkshochschule Münster wurde zum Internationalen Tag der Vielfalt am 21. Mai eröffnet und ist bis zu den Sommerferien zu sehen. Die Ausstellung würdigt inspirierende Frauen aus dem Stadtteil, deren Lebensgeschichten Mut machen und Stärke ausstrahlen. In den eindrucksvollen Porträts des Fotografen Andreas Löchte spiegeln sich Lebenswege voller Tatkraft, Selbstbewusstsein und Zuversicht wider.
Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte – ergänzt durch persönliche Zitate der porträtierten Frauen, die anderen Mut und Kraft schenken. Die Ausstellung vermittelt dabei eine klare Botschaft: „Hier bin ich. Das habe ich geschafft. Darauf bin ich stolz!“ Mit dem Projekt wird sichtbar gemacht, wie vielfältig weibliche Lebenswege in Coerde sind und wie wichtig Zusammenhalt, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung im Stadtteil gelebt werden.