Amna Elhassan
Amna Elhassan
„Kandik kämpft gegen das Böse. Mit ihren Superkräften beschützt die Heldin ihr Dorf vor AngreiferInnen – im Comic. Die sudanesische Künstlerin Sara Amin hat sich dazu von der antiken Geschichte ihres Landes inspirieren lassen. ‚Kandake‘ so hießen vor 2000 Jahren die Königinnen von Meroë, im nubischen Königreich Kusch. Während der Revolution 2018/19 wurden Sudans Aktivistinnen ‚Kandake‘ genannt. Sie kämpften für Demokratie und Freiheit, leider ohne Superkräfte. Die Revolution gilt als ‚gestohlen‘.“
Mit diesem Beispiel aus dem Band „Sudan Retold“ verdeutlicht Cornelia Wegerhoff in ihrer Rezension für das Amnesty Journal 02/2026 wie jede Zeit Geschichten neu liest und damit bewahrt.
Die Journalistin moderiert die Buchvorstellung mit Dr. Larissa-Diana Fuhrmann sowie den Künstlerinnen Amna Elhassan und Rund Alarabi. Sie haben an dem Kunstband mitgearbeitet, der Beiträge von 40 Kulturschaffenden enthält – unter anderem von der Illustratorin, die „Kandik“ als Superheldin zeichnet oder dem Musiker, der sudanesische Klänge mit Hiphop, Jazz und Reggae mischt oder der Künstlerin, die Fotos von Müttern und Großmüttern in Gemälde verwandelt.
Denkanstöße gibt Larissa-Diana Fuhrmann, die über den Einfluss forscht, den Gewaltkonflikte auf Künstler*innen haben, und umgekehrt den Einfluss von Kunst auf betroffene Gemeinschaften. Sandra Hetzl übersetzt Deutsch/Arabisch. Ibrahim Abdulhalim begleitet die Veranstaltung musikalisch.