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„Sudan Retold“: Buchvorstellung, Gespräch, Essen am Sonntag, 17. Mai, 11 Uhr

40 Künstlerinnen und Künstler erzählen, zeichnen, musizieren über den Sudan. Eine Auswahl von ihnen stellt im vhs-Forum einen neuen Kunstband in der Reihe “Afrikanische Perspektiven” vor. Der Kunstband „Sudan Retold“ wurde herausgegeben von Khalid Albaih, Larissa-Diana Fuhrmann und Suzi Mirghani. Er erschien 2025 auf Englisch/Arabisch bei der Almas Art Foundation London. Die Veranstaltung ist Teil des Projekts "Sudan – neu erzählt". Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch bei sudanischem und eritreischem Essen. Für die Teilnahme am Essen ist eine Anmeldung bis zum 15. Mai erwünscht unter info@afrikanische-perspektiven.de. Der Eintritt ist frei. 

   
Junge Frau im schwarzen Pullover
Bildrechte: privat

Amna Elhassan

Junge Frau im schwarzen Pullover
Bildrechte: privat

Amna Elhassan

„Kandik kämpft gegen das Böse. Mit ihren Superkräften beschützt die Heldin ihr Dorf vor AngreiferInnen – im Comic. Die sudanesische Künstlerin Sara Amin hat sich dazu von der antiken Geschichte ihres Landes inspirieren lassen. ‚Kandake‘ so hießen vor 2000 Jahren die Königinnen von Meroë, im nubischen Königreich Kusch. Während der Revolution 2018/19 wurden Sudans Aktivistinnen ‚Kandake‘ genannt. Sie kämpften für Demokratie und Freiheit, leider ohne Superkräfte. Die Revolution gilt als ‚gestohlen‘.“ 

Mit diesem Beispiel aus dem Band „Sudan Retold“ verdeutlicht Cornelia Wegerhoff in ihrer Rezension für das Amnesty Journal 02/2026 wie jede Zeit Geschichten neu liest und damit bewahrt. 

Die Journalistin moderiert die Buchvorstellung mit Dr. Larissa-Diana Fuhrmann sowie den Künstlerinnen Amna Elhassan und Rund Alarabi. Sie haben an dem Kunstband mitgearbeitet, der Beiträge von 40 Kulturschaffenden enthält – unter anderem von der Illustratorin, die „Kandik“ als Superheldin zeichnet oder dem Musiker, der sudanesische Klänge mit Hiphop, Jazz und Reggae mischt oder der Künstlerin, die Fotos von Müttern und Großmüttern in Gemälde verwandelt. 

Denkanstöße gibt Larissa-Diana Fuhrmann, die über den Einfluss forscht, den Gewaltkonflikte auf Künstler*innen haben, und umgekehrt den Einfluss von Kunst auf betroffene Gemeinschaften. Sandra Hetzl übersetzt Deutsch/Arabisch. Ibrahim Abdulhalim begleitet die Veranstaltung musikalisch.