Seiteninhalt
Solaranlagen
Gute Gestaltung – Wie gelingt das?
Die städtische Dachlandschaft ist facettenreich.
Dächer unterscheiden sich in ihrer Form und Ausrichtung, ob Aufbauten, Einschnitte oder sonstige Dachgestaltungselemente vorhanden sind, und sind maßgeblich geprägt von ihrem Material und ihrer Farbe.
Zielsetzung bei der Entwicklung von Solaranlagen auf erhaltenswerten Gebäuden bzw. in erhaltenswerter Umgebung ist es, durch die Anwendung von Gestaltungsregeln, die Solaranlage in das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes zu integrieren, ohne Irritationen hervorzurufen. Die Solaranlage sollte als klar definierte Fläche mit ruhigem Erscheinungsbild geplant werden, Bezüge und Achsen zu vorhanden Bauteilen möglichst aufgenommen werden, Wildwuchs und „drumherum bauen“ um vorhandene Bauteile auf dem Dach vermieden werden.
Gestaltungsempfehlungen im Überblick:
- Solarziegel werden ausdrücklich begrüßt, aber es ist zu berücksichtigen, dass deren Einsatz unter aktuellen Rahmenbedingungen nur selten mit wirtschaftlichen Anforderungen vereinbar sein wird.
- Dunkle Dachflächen aus monokristallinen Photovoltaikmodulen sollen nach Möglichkeit so angeordnet werden, dass eine „Struktur aus Blöcken oder eine Bandstruktur“ erkennbar wird.
- Eine geordnete Dachlandschaft mit einer „Struktur aus Blöcken oder Bandstruktur“ wird für wichtiger erachtet als eine versteckte Positionierung von Solaranlagen.
- Soweit die Solaranlagen von Flächen aus Dachziegeln umgeben sind, so soll der Abstand zum First, zur Traufe und zum seitlichen Ortgang mehrere Pfannenreihen betragen.
Zusammengefasst lässt sich also sagen: Grundsätzlich ist eine Solaranlage möglich, es kommt aber auf das Wie an.
- Arbeitshilfe (PDF, 375 KB)
Praxis-Beispiele
© Stadt Münster
Die Abstimmung der geplanten Solaranlage auf Dachflächenfenster kann manchmal nur gelingen, wenn die Modulgrößen passend zu den vorhandenen Abständen der Fenster gewählt werden.
© Stadt Münster
Bei Reihenhäusern ist es sinnvoll, wenn Nachbarn füreinander mitdenken. Ob die Module für horizontale Bänder besser im „Hochformat“ oder besser im Querformat“ passen, sollte unter Berücksichtigung aller Häuser entschieden werden.
© Stadt Münster
Wenn für die angestrebte Größe der Solaranlage auch rückwärtige Gebäudebereiche oder Nebengebäude zur Verfügung stehen, bietet es Vorteile, eine bereits anderweitig genutzte Dachfläche unangetastet zu lassen.


