Stadt Münster: Feuerwehr - Oldtimerfreunde Hiltrup

Seiteninhalt

Oldtimerfreunde Hiltrup

Oldtimerfreunde Hiltrup

Oldtimerfreunde Hiltrup

Vor mehr als 25 Jahren entstand im Kreis der Kameraden des Löschzuges Münster-Hiltrup die Idee, historische Feuerwehrfahrzeuge  vor dem Zerfall zu bewahren und sie als Dokumente der Technik aber auch der Geschichte der Feuerwehr zu erhalten.
Ausgangspunkt dieser Initiative war das auch heute noch älteste Fahrzeug in der Sammlung, eine Drehleiter von 1939, die in ungezählten Arbeitsstunden durch viele Helfer in der Freizeit  aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und zu einem Glanzstück aufgebaut worden ist. Die Anerkennung für die handwerkliche Leistung aber auch die Freude beim Umgang mit der Technik ließ den Kreis der aktiven "Restauratoren" wachsen. Nicht zuletzt die Ergänzung des Fahrzeugbestandes durch die "kleinen" und "wendigen" Fahrzeuge weckte in den letzten Jahren das Interesse jüngerer Kameraden. Mit dieser Fahrzeugklasse ist es einfacher (geringerer Logistikaufwand) an Treffen in Nah und Fern teilzunehmen und "Botschafter" der Feuerwehr Münster und damit der Stadt Münster zu sein.
Im Laufe der vergangenen 25 Jahre sind folgende Fahrzeuge in den "Fuhrpark" der Oldtimerfreunde der Feuerwehr Münster gelangt:


DL 26 Bj. 1939 Mercedes Benz

DL 26 Bj. 1939 Mercedes Benz

DL 26 Bj. 1939 Mercedes Benz

Die Drehleiter vom Typ Mercedes LD 3750 aus dem Jahre 1939 verfügt über einen 112 PS starken OM 67/4 Diesel Motor. Der Verbrauch beträgt unter Volllast 20 Liter pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich auf 62,5 km/h. Der Drehleiteraufbau der Firma Metz aus Karlsruhe verfügt über eine 26 m lange Leiter. Im Fahrgastraum befinden sich zwei Sitzplätze. Vier weitere Plätze befinden sich offen auf der Rückseite des Fahrgastraumes. Das 8,80 m lange Fahrzeug hat ein Gesamtgewicht von 10.000 kg, ist 2,20 m hoch sowie 2,85 m breit.

Die DL 26 wurde am 30.11.2013 von der Internationalen Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens (CTIF) zertifiziert und mit 98,88 Gesamtpunkten in die höchste Klasse der historischen Feuerwehr - Automobile eingestuft.


KS 25 Bj. 1942 Mercedes Benz

KS 25 Bj. 1942 Mercedes Benz

KS 25 Bj. 1942 Mercedes Benz

Das Löschfahrzeug KS 25 vom Typ Daimler Benz LD 4500 aus dem Jahre 1941 wird von einem 112 PS starken OM 67/4 Diesel Motor angetrieben. Der Fahrzeugaufbau stammt von der Firma Klöckner-Humbold-Deutz aus Ulm. Der Fahrgastraum verfügt über neun Sitzplätze.Die im Fahrzeug mitgeführte Pumpe stammt von der Firma Almag Hilpert, Typ JF IV 2500/2-stufig und trägt die Seriennummer 158105. Das Fahrzeug ist eines der wenigen, die noch erhalten sind.

Die KS 25 wurde am 30.11.2013 von der Internationalen Vereinigung des Feuerwehr- und Rettungswesens (CTIF) zertifiziert und mit 91,3 Gesamtpunkten in die höchste Klasse der historischen Feuerwehr – Automobile eingestuft.


TLF 15 Bj. 1949 Magirus Deutz

TLF 15 Bj. 1949 Magirus Deutz

TLF 15 Bj. 1949 Magirus Deutz

Das TLF 15/48 von der Firma Magirus stammt aus dem Jahre 1949. Es wird von einem 75 PS starken F 4 L Diesel Motor angetrieben und trägt die Fahrgestellnummer 9261/21 S 300. Der Aufbau stammt ebenfalls von Magirus aus Ulm und hat sechs Sitzplätze im Fahrgastraum. Das Fahrzeug verfügt über eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von 1500 l/min. bei acht bar Nennförderdruck. Das 7.500 kg schwere Fahrzeug verfügt über einen Löschwassertank mit 2400 Litern sowie einen Schaummitteltank mit 80 Litern Inhalt. Der Aufbau dieses Fahrzeuges nahm zwei Jahre und insgesamt 3000 Stunden in Anspruch.


LF 16 TS Bj. 1968 Magirus Deutz

LF 16 TS Bj. 1968 Magirus Deutz

LF 16 TS Bj. 1968 Magirus Deutz

Das Fahrzeug (Merkur F 125 D) wurde von der Firma Magirus in 1968 gebaut und hat 9 Sitzplätze. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Dieselmotor mit 125 PS. Das LF 16 TS wird für die Menschenrettung und die Brandbekämpfung eingesetzt. Es hat eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe und erzeugt damit eine Pumpenleistung von 1600 Liter /Minute bei 8 bar. Ursprünglich war das Fahrzeug vom Amt für Verteidigung angeschafft.


TSA Bj. 1960 Magirus

TSA Bj. 1960 Magirus

TSA Bj. 1960 Magirus Deutz

Der im Jahr 1960 von Magirus hergestellte Tragkraftspritzenanhänger (TSA) gehört zu dem meist verkauften Feuerwehrgerät in den 60 - ziger Jahren. In kleinen Gemeinde wurde er mit dem Schlepper / Traktor gezogen oder kam hinter das LF 8. Dieser TSA wurde vom Amt Wolbeck / Standort Rinkerode beschafft. Im Rahmen der Eingemeindung (kommunale Neugliederung in 1975) ging der TSA in den Besitz der Stadt Münster über und war beim Löschzug Wolbeck eingesetzt.

Er verfügt über eine Ausrüstung für die Brandbekämpfung für eine 1/8 Gruppe. Die Pumpenleistung liegt bei 800 Liter / Minute bei 8 bar. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1,5 Tonnen.


LF 16 Bj. 1975 Mercedes Benz

LF 16 Bj. 1975 Mercedes Benz

LF 16 Bj. 1975 Mercedes Benz

Das von Mercedes im Jahr 1975 ausgelieferte Fahrzeug verfügt über einen Dieselmotor mit 168 PS. Der Aufbau stammt von der Firma Ziegler und hat Sitzplätze für neun Personen. Ein fest eingebauter Löschwassertank fasst 800 Liter. Für die Menschenrettung sind Sprungtuch und Leitern vorhanden. Für die Brandbekämpfung gibt es eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe (1600 Liter / Minute) und die notwendige Ausrüstung für die Gruppe. Zur technischen Hilfe verfügt das Fahrzeug über einen kleinen Stromerzeuger und eine Beleuchtungseinrichtung.


LF 24 Bj. 1984 Mercedes Benz

LF 24 Bj. 1984 Mercedes Benz

LF 24 Bj. 1984 Mercedes Benz

Das von Mercedes in 1984 ausgelieferte Fahrzeug hat einen Aufbau der Firma Ziegler. Der V 8 Dieselmotor verfügt über 250 PS. Es stehen 9 Sitzplätze zur Verfügung. Das Fahrzeug besitzt einen fest eingebauten Löschwassertank mit 1600 Liter Wasser und 200 Liter Schaummittel. Eine Seilwinde hält 50 Meter mit 50 KN bereit. Ein fest eingebauter Generator leistet 20 KVA. Er versorgt unter anderem einen Lichtmast mit 2 x 1000 Watt. Auf dem Fahrzeug findet sich ferner Ausrüstung für die Menschenrettung (Sprungtuch, Leitern) und ein hydraulisches Rettungsgerät. Für die Brandbekämpfung steht eine fest eingebaute und vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Pumpenleistung von 2400 Liter / Minute bei 8 bar zur Verfügung. Das zulässige Gesamtgewicht des KFZ beläuft sich auf 16 Tonnen. Es war bis 2014 im aktiven Dienst.


ABC-Erkunder VW 181 Kraftwagen

ABC-Erkunder VW 181 Kraftwagen

ABC-Erkunder Bj. 1976 VW 181 Kraftwagen

Das von Volkswagen gefertigte Fahrzeug wird im Volksmund auch "Kübel" genannt. Das 1976 gebaute Fahrzeug wurde beim ABC – Zug eingesetzt. Nach der Angliederung der ABC – Züge an die Feuerwehr erhielten die ursprünglich orange lackierten Fahrzeuge eine Umlackierung in "Feuerwehrrot" (RAL 3000). Das Fahrzeug hat einen Benzinmotor mit 34 PS und ein Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen. Als Zusatzausstattung hat der Kübel eine blaue Rundumleuchte mit Tonfolgeanlage und ein klappbares Verdeck mit Einsteckfenstern.


ABC-Erkunder VW T3 Kraftwagen

ABC-Erkunder VW T3 Kraftwagen

ABC-Erkunder Bj. 1982 VW T3 Kraftwagen

Das von Volkswagen in Hannover im Jahr 1982 gefertigte Fahrzeug hat einen luftgekühlten Benzinmotor mit 1957 cm³ und 70 PS. Es sind acht Sitzplätze vorhanden. Die hinteren sechs Plätze können über zwei Schiebetüren erreicht werden. Dafür ist die Rückenlehne der Mittelsitzbank an beiden Seiten klappbar. Das Fahrzeug verfügt über eine RTK 3 – Anlage mit eingebautem Lautsprecher und aufgesetzter blauer Rundumkennleuchte. Ein Sprechfunkgerät vervollständigt die Ausrüstung. Der VW wurde 2010 aus dem aktiven Dienst genommen.


Feldkochherd Bj. 1962

Feldkochherd Bj. 1962

Feldkochherd Bj. 1962

Der Feldkochherd ist auf einem Anhänger montiert, absetzbar und wurde vom Progress – Werk in Oberkirch hergestellt. Es ist der Typ 57/5 und wurde 1962 gefertigt. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 1,2 Tonnen.

Der FKH verfügt über zwei zusätzliche Gerätekästen und Halterungen für Propangasflaschen. Ursprünglich wurden die Kocher mit Mehrstoffbrennern betrieben (Diesel, Heizöl, Benzin). Die Heizleistung hat eine Bandbreite von 11,5 KW bis 40,5 KW. Alternativ können Gasbrenner betrieben werden. Der Verbrauch eines Gasbrenners beläuft sich bei 2,3 kg Gas (Propan, Butan) bei Volllast.  Das Fahrzeug wurde beim Katastrophenschutz der Brandschutzeinheiten eingesetzt.


Nachwort

Viele dieser Fahrzeuge wurden in einem beklagenswerten Zustand von ihren Vorbesitzern übernommen. Mit einem großen Stundeneinsatz, viel Fleiß und Geschick, mit dem Gespür für das Auffinden fehlender Teile und der Unterstützung der Werkstätten der Feuerwehr Münster wurden aus den Ruinen und Wracks nach und nach ansehnliche und vor allem funktionsfähige Feuerwehrfahrzeuge als Zeugnis ihrer jeweiligen Epoche.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Helmut Rösmann
Thomas-Mann-Weg 90
48165 Münster



Bernd Oldach
Rehhagen 10
48165 Münster