Münster is(s)t gut

Mehrere Schälchen mit Essen auf einer Arbeitsplatte. Eine Hand verteilt darüber geschnittene Frühlingszwiebeln.
Bildrechte: Stadt Münster

Die Idee

Saisonale Gemüsesorten, die zum Verkauf angeboten werden
Bildrechte: Münsterland e.V.- Philipp Fölting

Regionale Produkte

Die teilnehmenden Küchen verwenden im Rahmen der Aktionswoche möglichst viele Produkte, die maximal 100 km um Münster angebaut wurden (pro Gericht mindestens drei).

Eine Nahaufnahme: Drei Menschen verkosten die Aktionsgerichte von "Münster is(s)t gut!"
Bildrechte: Stadt Münster - Lyra

Pilotprojekt

Gemeinsame Treffen bieten den Küchen Möglichkeiten zum Austausch miteinander, sowie mit lokalen Landwirt*innen. Ziel ist, am Projekt zu lernen, und im Austausch zwischen Expert*innen und den Projektkoordinator*innen langfristig mehr direkte Absatzwege für regional angebaute Produkte zu entwickeln.

Zwei Kühe weiden im Naturschutzgebiet Kuhlenvenn.
Bildrechte: Münsterland e.V.- Kai Marc Pel

Klarer Handlungsbedarf

Eine Studie der FH Münster zeigt: Das Münsterland könnte Obst und Gemüse derzeit nur zu rund vier bis fünf Prozent des Bedarfs selbst erzeugen. Bei Milchprodukten wären es 70 Prozent, während Fleisch deutlich im Überfluss vorhanden wäre. Eine vollständige Selbstversorgung der Region ist damit derzeit nicht möglich. 

Frisch aus der Region auf den Mittagsteller: Die aktuelle Aktionswoche

Die Stadt Münster bringt gemeinsam mit der Öko-Modellregion Münsterland das erfolgreiche Projekt „Münster is(s)t gut!“ in eine neue Runde. Von Dienstag, 6. Oktober, bis Donnerstag, 8. Oktober, beteiligen sich fünf Betriebsrestaurants in Münster an der Neuauflage, in der regionale und saisonale Gerichte angeboten werden. Ziel ist es, nachhaltige und gesunde Ernährung im Alltag der Küchen zu fördern und regionale Wertschöpfung zu stärken.

Teilnehmende Küchen und Gerichte auf einem Blick

  • LWL-Verwaltung (offen für externe Gäste)
  • HWK-Bildungszentrum  (offen für externe Gäste)
  • Städtische Betriebsrestaurants im Stadthaus 2 (offen für externe Gäste) , Theater und awm 
  • Provinzial-Versicherung
  • LVM Versicherung
 

Die Gerichte

Belugalinsen-Curry
Bildrechte: Canva (KI-generiertes Bild)

Belugalinsen-Curry

Ein wärmender Eintopf mit Biss: Herzhafte Belugalinsen, Hokkaido-Kürbis, Blumenkohl, Karotte und Porree sorgen für Farbe und Vielfalt. Dazu passen Reis, ein frisches Baguette oder ein knackiger Beilagensalat.

Das Rezept zum Nachkochen (pdf, 807 KB)

Hokkaido-Kürbis-Risotto
Bildrechte: Canva (KI-generiertes Bild)

Hokkaido-Kürbis-Risotto

Cremiges Risotto mit Miso und Bergkäse, dazu honigglasierte Kürbisspalten aus dem Ofen, und knusprige Kürbiskerne als Topping.

Das Rezept zum Nachkochen (pdf, 715 KB)

Münsterländer Street Food Bowl
Bildrechte: Canva (KI-generiertes Bild)

Münsterländer Street Food Bowl

Eine Bowl, die das Münsterland auf den Teller bringt: Pulled Beef, knusprige Kartoffeln und herbstliches Gemüse, frischer Apfel-Sellerie-Slaw und ein würziges Dukkah aus Kürbiskernen und Nüssen und einer Sriracha-Mayofür angenehme Schärfe.

Das Rezept zum Nachkochen (pdf, 1,47 MB)

Frisch aus der Region auf den Teller: Über 2.000 Aktionsgerichte in der Juni-Aktionswoche serviert

Vom 9. bis 11. Juni 2026 fand die zweite Auflage des Projekts „Münster is(s)t gut!" statt. In diesem Zeitraum haben sieben Küchen in Münster insgesamt 2.123 Aktionsteller verkauft. Am beliebtesten war das Hähnchen mit Rhabarber-Chutney auf buntem Reis, das neben einer cremigen Gerstensuppe mit Spargel und einer Juni-Bowl mit Gerste und Gemüse auf den Speiseplänen stand.

Beteiligt an der Aktionswoche waren die Küchen der LWL-Verwaltung, der LWL-Klinik, der LVM Versicherung, der Provinzial Versicherung sowie des Handwerkerbildungszentrums, der Sparkasse Münsterland-Ost sowie die Kantinen im Stadthaus 2, im Theater der Stadt Münster und bei den awm.

Initiiert wurde die Aktionswoche von der Stadt Münster gemeinsam mit der Öko-Modellregion Münsterland. Ziel des Projekts ist es zu zeigen, wie sich regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Lebensmittel praktisch, lecker und gesund in den Alltag der Gemeinschaftsverpflegung integrieren lassen.

Nach der ersten Runde im November 2025, bei der rund 1.600 Portionen ausgegeben wurden, ist die Zahl der servierten Teller nun weiter gestiegen. Begleitet wird das Projekt von den „Münsteraner Küchengesprächen", in denen Landwirtinnen und Landwirte, Köchinnen und Köche und Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung, der Öko-Modellregion Münsterland gemeinsam an langfristigen, direkten Absatzwegen für regionale Produkte arbeiten.

Wer die Gerichte selbst nachkochen möchte, findet die passenden Rezepte zum Download hier auf der Projektseite.

Die Münsteraner Küchengespräche

Das Projekt stärkt die Vernetzung sowohl der Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung untereinander, als auch den Austausch mit lokalen Landwirt*innen. Das Ziel ist, langfristig mehr direkte Absatzwege für nachhaltig und regional angebaute Produkte zu schaffen. Die Münsteraner Küchengespräche starteten am 7. Oktober mit einem Kick-Off im food lab der FH Münster und sollen regelmäßig fortgeführt werden. In weiteren Terminen arbeiten Landwirt*innen, Köch*innen sowie Expert*innen und die Koordinator*innen an einer kontinuierliche Weiterentwicklung.

Denn eine Studie der FH Münster zeigt: Das Münsterland könnte Obst und Gemüse derzeit nur zu rund vier bis fünf Prozent des Bedarfs selbst erzeugen. Bei Milchprodukten wären es 70 Prozent, während Fleisch deutlich im Überfluss vorhanden wäre. Eine vollständige Selbstversorgung der Region ist damit derzeit nicht möglich. 

Daher ist es wichtig, mit “Münster is(s)t gut!” sowohl die nachhaltigen regionalen Absatzwege in der Praxis zu erproben, als auch mit den “Münsteraner Küchengesprächen” gemeinsam aus diesen Erfahrungen zu lernen und Hürden für die heimischen Produkte weiter abzubauen.

1.600 Portionen Zukunft – Erste Runde „Münster is(s)t gut!“ überzeugt

Vom 10. bis 15. November 2025 fand in Münster die Aktionswoche „Münster is(s)t gut!“ statt — eine Initiative der Stadt Münster gemeinsam mit der ÖkoModellregion Münsterland. Ziel war es, zu zeigen, wie das Mittagessen in Betriebsrestaurants mit regionalen, saisonalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln praktisch und schmackhaft umgesetzt werden kann.

In diesem Rahmen boten fünf große Betriebsrestaurants über mehrere Tage spezielle Gerichte an – dabei war die Mangold-Nudelpfanne mit Hähnchenstreifen mit über 800 Tellern der Liebling der Gäste. Entgegen der ursprünglich geschätzten rund 1.000 Portionen wurden am Ende rund 1.600 Teller ausgegeben — ein deutlich höherer Wert als erwartet. Ein großartiges Ergebnis, das ohne das Engagement der Köchinnen und Köche in den teilnehmenden Betriebsrestaurants nicht möglich gewesen wäre.

In der ersten Runde beteiligten sich die Betriebsrestaurants des Handwerkskammer-Bildungszentrums, der LWL-Klinik Münster, der LVM Versicherung, der Stadtwerke sowie die städtischen Kantinen im Stadthaus 2, Theater und den awm.

Ansprechpartnerinnen

Foto Jutta Höper
Bildrechte: Stadt Münster
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit

Jutta Höper

02 51/4 92 - 67 12
Hoeper@stadt-muenster.de

Projektleiterin der Ökomodell-Region Münsterland Juliane Rabe
Bildrechte: Juliane Rabe
Projektleitung Öko-Modellregion Münsterland

Juliane Rabe

0 25 71/94 9365

rabe@muensterland.com