A bis Z

Ausschnitt eines alten Stadtplans von Münster aus dem Jahre 1862
 
Straßenschild Ringoldgasse
 
 
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Töpferstraße

Stadtbezirk:Münster-Hiltrup
Statistischer Bezirk: Hiltrup-West
Entstehung: 1996
Amtsblatt: Dez.96
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Benannt nach dem Beruf des Töpfers.

Töpferwaren wurden in früheren Jahrhunderten in einem heute kaum noch vorstellbaren Maße gebraucht. Sie bildeten in Zeiten, die keine Kunststoffe kannte und in denen metallene und gläserne Gefäße sehr teuer waren, die unentbehrliche Stütze haushalterischen und handwerklichen Schaffens. In Münster wurden Töpferwaren nie in größerem Umfang hergestellt, da sich in der Stadt und deren näherer Umgebung kein geeigneter Ton dafür fand. Mit Irdenwaren wurden Münsters Bürger durch die Töpfereien der münsterländischen Orte Vreden und Stadtlohn versorgt. In beiden Orten war gute Tonerde anzutreffen, die sich zwar nicht für Kunstwaren, so doch für Gebrauchsgeschirr eignete. Die feineren Töpferwaren kamen aus dem Niederrhein, vor allem aus Siegburg, auf die münsterischen Märkte.
Quelle: Detlef Fischer, Münster von A bis Z, Münster 2000

Es gibt im Stadtgebiet 12 Straßennamen nach Berufsbezeichnungen. Es sind
Bäckergasse, Böttcherstraße, Drechslerweg, Holzschuhmacherweg, Korbmacherweg, Korduanenstraße, Küperweg, Loergasse, Loerstraße, Stellmacherweg, Tischlerweg und Töpferstraße.