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Ausstellungen
Das Stammbuch von Marianne von Gallitzin
Einblick ins Stammbuch. © Stadtmuseum Münster
16. Januar bis 15. Februar
Das Stammbuch der adligen Marianne von Gallitzin (1769–1823) ist erstmals im Stadtmuseum zu sehen. Dank der Unterstützung des Fördervereins Stadtmuseum Münster e. V., der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung der Länder konnte das außergewöhnliche Objekt im vergangenen Jahr erworben werden.
Das Stammbuch enthält Einträge bedeutender Intellektueller und Geistlicher aus dem Umfeld von Mariannes Mutter, Amalie von Gallitzin (1748–1806). Darunter befand sich auch der international bekannte Dichter Johann Wolfgang von Goethe – wie das Stammbuch zeigt. Insgesamt umfasst das Buch 41 handschriftliche Einträge aus den Jahren 1787 bis 1794.
Über eine digitale Präsentation können Besucherinnen und Besucher das Stammbuch durchblättern und die Einträge im Detail erleben. Neben Goethe haben sich unter anderem der Dichter Matthias Claudius, die Schriftstellerin Sophie von La Roche sowie westfälische Adelige und geistliche Würdenträger aus Mainz und Köln darin verewigt.
Vor 50 Jahren. Münster 1976
5. Dezember 2025 bis 22. November 2026
Die beliebte Ausstellungsreihe mit Fotos zur münsterischen Zeitgeschichte geht in die nächste Runde. Die präsentierten Presseaufnahmen lassen Münster vor 50 Jahren wieder lebendig werden und zeigen wichtige Ereignisse ebenso wie den Alltag der Bevölkerung. In einer Übersicht werden wichtige weltpolitische Vorgänge des Jahres 1976 den münsterischen Geschehnissen gegenübergestellt. Die Sonderausstellung kann bis zum 22. November 2026 auf der Empore des Stadtmuseums Münster besucht werden.
Mit der Ausstellung wird die Auswertung des umfangreichsten Sammlungsbestands des Stadtmuseums Münster – der Fotografie – fortgesetzt: Mehrere tausend historische Negative und Abzüge machen es möglich, in einer sorgfältigen Auswahl die vielfältigen Ereignisse vor 50 Jahren nachzuvollziehen.
Zur Ausstellung ist ein Bildband im Aschendorff Verlag erschienen, der im Museumshop käuflich erworben werden kann.
Münster auf alten Postkarten: Rund um den Bahnhof
Postkarte mit einer Abbildung des 1890 fertiggestellten Bahnhofsgebäudes. © Stadtmuseum Münster
8. November 2025 bis 12. April 2026
Bereits zum sechsten Mal widmet sich die erfolgreiche Ausstellungsreihe „Münster auf alten Postkarten“ der Stadtgeschichte anhand historischer Postkarten – diesmal steht das Gebiet rund um den Bahnhof im Mittelpunkt. Der vorgestellte Stadtbereich erstreckt sich zwischen der Warendorfer Straße im Norden und dem Hansaring im Süden. So umfasst er mehrere seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Stadtviertel: das Ostviertel, das Bahnhofsviertel, das Hansaviertel und das Herz-Jesu-Viertel, das im Volksmund auch „Klein Muffi“ genannt wird.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen sicherlich die Ansichten der einst prachtvollen Bahnhofstraße, die für ihre eleganten und großzügigen Hotels bekannt war. Besucherinnen und Besucher können auf einer Parkbank verweilen und durch Projektionen weitere eindrucksvolle Bilder aus der Zeit zwischen 1900 und 1930 entdecken. Neben dieser multimedialen Inszenierung sind zahlreiche Postkarten auch im Original zu sehen. Sie laden dazu ein, leicht übersehene Details zu entdecken, die oft erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Dabei rückt auch die Frage nach der Authentizität der Motive in den Fokus: Viele der Postkarten wurden nachträglich bearbeitet. So wurde etwa während des Ersten Weltkriegs der Name des Café Royal am Servatiiplatz auf den Karten in Café Roxel geändert – ein frühes Beispiel für Bildmanipulation vor über 100 Jahren.


