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Internationales, Europa und Städtepartnerschaften
Münster ist eine Stadt, die nicht nur als Oberzentrum des Münsterlandes Beachtung findet, sondern sich auch auf dem internationalen und insbesondere dem europäischen Parkett positioniert hat. Teilweise seit Jahrzehnten pflegt die Stadt Münster intensive Beziehungen zu Kommunen weltweit. Zehn Städtepartnerschaften (York, Orléans, Kristiansand, Monastir, Rishon LeZion, Fresno, Rjasan, Mühlhausen, Lublin, Enschede), drei Klimapartnerschaften (Rochester, Monastir und Bologna), eine Projektpartnerschaft mit Tamale in Ghana und eine Solidaritätspartnerschaft mit Winnyzja (Ukraine) ist Münster im Verlauf der Jahre eingegangen. Hinzu kommen eine Patenschaft mit Braniewo/Polen sowie eine Partnerschaft zwischen Münster-Hiltrup und der französischen Stadt Beaugency. Jede Partnerschaft wird aktiv gelebt und zwar sowohl dank des bürgerschaftlichen Engagements als auch der Arbeit im Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster.
Außerdem ist die Stadt Münster in europäischen Netzwerken aktiv, zum Beispiel bei EUROCITIES, dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas, der EUREGIO, MONT, CNC100, ICLEI, Covenant of Mayors. Durch die Mitarbeit in diesen Netzwerken beteiligt sich die Stadt Münster aktiv an der Gestaltung Europas und tauscht sich gleichzeitig mit anderen Kommunen über bestehende Herausforderungen, Probleme und deren Lösungen aus.
Abgerundet wird die internationale Arbeit der Stadt Münster durch Fachbesuche aus aller Welt und internationalen Projektkooperationen. Zudem sind im Büro Internationales die Geschäftsstelle für kommunale Entwicklungszusammenarbeit sowie das Themengebiet "Fairtrade" angesiedelt.
Aktuelles
Münster und Bologna entwickeln Demokratie-Projekte
Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung („Letter of Intent“) wollen Münster und Bologna ihre seit 2020 bestehende Zusammenarbeit weiter ausbauen. Das ausgezeichnete Projekt „PIE – People in Europe“ fördert den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte und setzt mit Workshops, Veranstaltungen und gegenseitigen Besuchen einen Schwerpunkt auf Europa, Demokratie sowie den Umgang mit Fake News und Desinformation.
Deutsch-Französischer Freiwilligendienst 2026/2027 in Orléans
Die Stadtverwaltung Orléans sucht ab September 2026 eine junge Person (18–25 Jahre), die im Rahmen des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes die Partnerschaftsarbeit für die Dauer von einem Jahr in Orléans unterstützt. Parallel dazu wird ein Freiwilliger oder eine Freiwillige aus Frankreich in Münster aktiv sein. Gute Deutsch- und Französischkenntnisse werden vorausgesetzt.
Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2026. Die näheren Bestimmungen und Inhalte zum Freiwilligendienst in Orléans sowie die Kontaktdaten zur Bewerbung können der beigefügten Ausschreibung der Stadt Orléans entnommen werden. Das Auswahlverfahren wird in digitaler Form stattfinden.
Ausschreibung: Freiwilligendienst 2026/27 in Oléans (auf Französisch)
Das Programm wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und der AFCCRE (Association francaise du Conseil des Communes et Régions d’Europe) organisiert und koordiniert.
Musik, Kunst, Theater und europäischer Festivalspirit:
Beim Hochschulfestival „Neue Wände … goes Europe“ wird das Theater Münster vom 8. - 10. Mai wieder zur Bühne für kreative Vielfalt, junge Talente und internationalen Austausch. Rund 600 Studierende und Hochschulangehörige gestalten eines der größten Festivals dieser Art in Deutschland – gemeinsam mit internationalen Gästen aus Münsters Partnerstädten: The Isotopes aus Enschede, Julia Milewska aus Lublin, Magnhild aus Kristiansand, Hillfort aus York und Leontovich-Kapela aus Winnyzja. So bringt das Festival nicht nur Münsters studentische Kulturszene auf die Bühne, sondern auch neue europäische Stimmen und Perspektiven in die Stadt.
Offizielle Pressemitteilung
Schülerinnen und Schüler aus Winnyzja in Münster zu Gast
45 Schülerinnen und Schüler aus Münsters ukrainischer Solidaritätspartnerstadt Winnyzja sind derzeit zu Gast in der Stadt. Eine Woche lang erleben sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Gastgeberfamilien den Schulalltag, arbeiten an Projekten zum Thema Demokratie und knüpfen persönliche Kontakte. Organisiert wird der Austausch von den Rotary Clubs Münster und dem ASB Münsterland, begleitet vom Büro Internationales – mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen beider Städte nachhaltig zu stärken. Mehr lesen…
Grenzenloser Klang: Kammerorchester in Orléans
Ein musikalischer Austausch, der verbindet: In den Osterferien war das Kammerorchester der Westfälischen Schule für Musik zu Gast in Orléans. Gemeinsam mit jungen Musikerinnen und Musikern des Conservatoire entstand mit nur einer Probe ein deutsch-französischer Klangkörper, der das Publikum begeisterte – ein starkes Zeichen für die verbindende Kraft der Musik.
Neben intensiver Probenarbeit und einem beeindruckenden Konzert blieb viel Raum für Begegnungen, kulturellen Austausch und unvergessliche gemeinsame Erlebnisse.
Hoher Besuch aus York
Lord Mayor Martin Rowley und seine Ehefrau Elizabeth Rowley waren am Wochenende in Münster zu Gast. Oberbürgermeister Tilman Fuchs nahm die Gäste im Historischen Rathaus in Empfang. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Vorbereitung des 70-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Münster und York im Jahr 2027 – gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerchöre MarQant und York Philharmonic Male Voice Choir sowie des Partnerschaftsvereins Münster-York. Bis zum Sommer lädt die Stadt Münster alle in der Partnerschaft Aktiven zu einem Runden Tisch ein, um gemeinsam ein vielfältiges Jubiläumsprogramm mit zahlreichen bürgerschaftlichen Akteurinnen und Akteuren sowie Institutionen zu gestalten.
Offizielle Pressemitteilung
Vier Wochen Forschung vor Ort in Tamale
Katharina Tuma und Maja Voss reisten nach Ghana, um für ihre Masterarbeiten den Wissensaustausch zwischen Münster und der Tamale Metropolitan Assembly zu vertiefen und die Herausforderungen der Wasserversorgung vor Ort zu untersuchen. Dabei sammelten sie wertvolle Erfahrungen von lokalen Expertinnen und Experten, entwickelten praxisorientierte Pilotkonzepte für Regenwasser- und Bewässerungsmanagement und lernten die Menschen und ihre Lösungsansätze direkt kennen. Ziel ihrer Arbeit: nachhaltige Konzepte, die die lokale Bevölkerung langfristig selbstständig umsetzen kann.
Hier das Interview in voller Länge


