Wie kann Münster mit neuen Ideen noch lebenswerter werden? Antworten auf diese Frage lieferten jetzt 30 junge Menschen beim Hackathon für Jugendliche der Stadt Münster, der bereits zum zweiten Mal im städtischen Digitallabor stattgefunden hat. In diesem Jahr lautete das Motto „Hack your city“ und erneut erarbeitete der Digital-Nachwuchs originelle Prototypen und kreative Soft- und Hardwarelösungen. Drei Tage lang hatten sich Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren intensiv mit Programmieren beschäftigt und in Kleingruppen getüftelt. Die Ergebnisse wurden in einem Abschlusspitch am Samstagnachmittag den Eltern und interessierten Bürger:innen präsentiert.
Ziel des Jugendhackathons
Im Rahmen des Jugendhackathons möchte die Stadt Münster die kreative und positive Seite von Technik sowie die Arbeit im Team über alle Altersstufen hinweg fördern. Junge Menschen im Rahmen eines Hackathons frühzeitig für Stadtentwicklungsthemen zu begeistern und ihnen gleichzeitig die Technik des Programmierens näher zu bringen, ist eine moderne und innovative Form der Beteiligung. Bei Smart City geht es darum, die Stadt der Zukunft lebenswerter für Bürger:innen zu gestalten, indem die Bürgerschaft aktiv und in besonderen Formaten an der Entwicklung beteiligt wird. Zudem möchte die Stadt gemeinsam mit den Netzwerkpartnern mit Projekten wie ‚Hack your city‘ Jugendliche und Fachkräfte in Münster vernetzen und Angebote für die Gestaltung der digitalen Transformation umsetzen.
Betreuung durch erfahrene Mentor:innen
Während des Hackathon wurden die Jugendlichen von 10 erfahrenen Mentor:innen von der openSenseLab gGmbH begleitet und unterstützt – und kamen zu originellen Ergebnissen: Themen wie Robotik, Künstliche Intelligenz und Sensorik spielten eine wichtige Rolle bei den Überlegungen der Jugendlichen.
Geselliges Rahmenprogramm
Selbstverständlich spielt das leibliche Wohl der Jugendlichen und Mentor:innen eine wichtige Rolle beim Hackathon. Zusätzlich zu reichlich Obst und frischen Gemüse-Snacks gab es Softgetränke aus Münster und zwar von liba. Traditionell gab es abends das obligatorische Pizza-Essen. Standesgemäß wurde die große Bestellung mit dem Smart City-Lastenbike „Gisela“ abgeholt.
Projektbeispiele der Jugendlichen
Beispiel: Veranstaltungskalender
Theresa (14 Jahre) und Emelie (15 Jahre) aus Münster programmierten einen Prototyp für eine Veranstaltungs-Website, auf der ausgewählte Veranstaltungen für junge Menschen in ihrem Alter aufgelistet werden sollen. Zur besseren Übersicht sollen die Locations eingetragen auf einer von den beiden Jugendlichen programmierten Karte zu finden sein. Das Besondere bei diesem Kalender sei, so die beiden jungen Programmiererinnen, dass man von der Karte direkt mit dem Veranstalter verlinkt ist. So könne man direkt mehr Informationen über diese und weitere Veranstaltungen bekommen.
Beispiele zum Thema „Saubere Stadt der Zukunft“
Gleich zwei Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema „Saubere Stadt der Zukunft“. Die 12-jährigen Erik, Oscar und Emil programmierten ein ganz besonderes Abfallmobil, AMSA – das Müllsammeln der Zukunft. Ausgestattet mit einem Sensor fährt der Wagen zum Teil autonom durch die Stadt und erkennt, ob Müll auf der Straße liegt. Sobald dieser erkannt wird, wird er automatisch vom Wagen aufgesammelt.
Damit die Abfallwagen keine unnötigen Wege zu halbvollen Tonnen machen müssen, programmierte eine andere Gruppe einen intelligenten Mülleimer, der ebenfalls mit einem Sensor ausgestattet ein Signal an die örtlichen Abfallentsorgungsbetriebe sendet, wenn die Tonne zu 80% gefüllt ist. So können die Abfallwagen ihre Route zu den gefüllten Tonnen durch die Stadt sparen.
Beispiel: Resiliente Stadtgesellschaft – Urban Gardening
Kann ich eigentlich Erdbeeren anpflanzen ohne Garten und Balkon? Und wie kann ich vielleicht sogar mehrmals im Jahr die Beeren ernten? Diese Fragen stellten sich sechs Jugendliche, die für Hack your city extra von Minden nach Münster gereist sind. Ihre Lösung: Ein smartes Gewächshaus, in dem die Pflanzen durch digitale Steuerung bewässert und bei Dunkelheit automatisch mit UV-Licht bestrahlt werden.
Herzlichen Dank an …
… alleTeilnehmer:innen, Mentor:innen, Impulsgebern, Sponsoren und ganz besonders dem Vorbereitungsteam. Die Veranstaltung in 2024 war ein voller Erfolg und wir hoffen, dass wir in 2025 zur zweiten Runde „Hack your city“ einladen dürfen. Aktuelle Informationen dazu folgen …