Wieso benötigt man smarte Sensorik?
Im Projekt „Urbanes Wasser“ setzt die Stadt auf digitale Technologien. In Münster-Mauritz erfassen smarte Sensoren unter anderem Wasserstände im Kanal, Klimadaten und die Bodenfeuchte. Drei digitale Klimastationen, sowie 16 Wasserstands-Messungen und sieben Bodenfeuchtesensoren wurden für die Datenerhebung installiert. Die Klimastationen werden am Erikaplatz, der Pleisterschule und an einem städtischen Regenrückhaltebecken in Betrieb genommen. Zusätzlich zum Niederschlag, der Lufttemperatur und der Windgeschwindigkeit, messen diese unterschiedlichen Sensoren den Wasserstand im Regenwasserkanal sowie die Bodenfeuchte an Baumstandorten. Die Daten helfen dabei, den Wasserhaushalt des Quartiers besser zu verstehen und Maßnahmen für einen zukunftsfähigen Umgang mit Wasser zu entwickeln.
Was bringen die Messdaten den Münsteraner*innen?
Jede*r kann auf seinem Grundstück einen kleinen Teil zur Verbesserung beitragen. Die Visualisierungen der Messdaten machen sichtbar, wie sich Bodenfeuchte, Trockenheit und Niederschlag direkt im eigenen Stadtteil entwickeln. Dadurch wird verständlich, welche Auswirkungen Klimaveränderungen vor Ort haben – nicht abstrakt, sondern konkret vor der Haustür. Die aufbereiteten Szenarien zeigen, wie sich unterschiedliche Maßnahmen auf das lokale Klima auswirken können. So erhalten Bewohner*innen eine fundierte Grundlage, um eigene Entscheidungen – etwa zur Begrünung oder Regenwassernutzung – zu treffen. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele kleine Beiträge zusammen einen großen Unterschied für den Klimaschutz im Quartier machen.
Messnetzdaten als Open Data
Die erhobenen Daten stehen aktuell noch nicht als Open Data zur Verfügung. In 2027 wird eine Messdatenkorrektur integriert sein, sodass die überprüften Daten im Open Data Portal zur Verfügung gestellt werden können.