Wieso benötigt man ein stadtweites Sensoren-Netzwerk?
Das stadtweite Netzwerk an Klima-Messstationen misst die tatsächliche und die gefühlte Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind im Stadtgebiet. Das engmaschige Netz, dass von 36 Sensoren gespeist wird, ermöglicht es beispielsweise kleinflächige Hitzeinseln zu erkennen. Auf dieser Datengrundlage und in Kombination mit der Stadtklimaanalyse kann die Verwaltung fundierte Entscheidungen treffen und Maßnahmen optimiert planen zum Beispiel im Bereich Klimaanpassung und Hitzeschutz.
Bisher bezieht die Stadt ihre Daten vom DWD. Dieser Messpunkt befindet sich in der Nähe vom Flughafen Münster-Osnabrück und wird auf Münster heruntergerechnet. Das neue Messnetz liefert erstmals reale Messdaten aus dem Innen- und Außenstadt Bereich.
Was bringt das Netz den Münsteraner*innen und Gästen?
Projekte wie das Klimadashboard oder der Coole Stadtplan werden u.a. von dem neuen Sensorennetzwerk gespeist. Diese Endprodukte erleichtern Bewohnerinnen, Bewohnern und Gästen beispielsweise kühle Orte in der Stadt zu finden oder ihr Wissen mit validen, geprüften und genauen Daten zu erweitern. Das Projekt findet auch Anwendung im schulischen Kontext. In verschiedenen AGs können Schüler*innen Messdaten selbst erheben oder vorhandene nutzen. Das fördert die Kompetenz der Datenerhebung und Auswertung und gleichzeitig eine Sensibilisierung für klimarelevanten Themen. Studierende an der Universität Münster nutzen die Daten ebenfalls als Grundlage für Forschungsarbeiten.
Klima- und Wettermessnetz als Open Data
Die Daten des Messnetzes werden in Echtzeit sowohl auf einer Onlinekarte als auch als Open Data veröffentlicht. So lassen sich die Daten maschinenlesbar auch für eigene Analysen und Visualisierungen verwenden. Als Dateninfrastruktur kommt hierfür die „Urbane Datenplattform“ zum Einsatz.