Stadt Münster: Verkehrsplanung - Verkehrssicherheitsprogramm

Seiteninhalt

Verkehrssicherheit

Unser Verkehrssicherheitsprogramm

Evaluierung und Ausblick

Die vorliegende (Kurz-)Evaluierung geht zurück auf den politischen Beschluss der Vorlage V/0691/2016, dem Rat der Stadt Münster in 2017 eine Bilanz des bisherigen Verkehrssicherheitsprogramms vorzulegen. Erarbeitet hat diese (Kurz-)Evaluierung im Auftrag der Verwaltung Prof. Dr. Birgit Hartz von der Fachhochschule Münster, die bereits den interfraktionellen Arbeitskreis Verkehrssicherheit als unabhängige Beraterin fachlich in den vergangenen Jahren begleitet hat. Ihr Untersuchungsbericht war eine wichtige Entscheidungsgrundlage zur Fortführung des Verkehrssicherheitsprogramms, das vom Rat der Stadt Münster im September 2017 politisch beschlossen wurde.



Die umfangreiche Evaluierung der Unfallforschung der Versicherer nach 10 Jahren (Vorher-Untersuchung 2004, 2005, 2006; Nachher-Untersuchung 2014, 2015, 2016) ist ebenfalls abgeschlossen. Der vollständige Bericht und dessen Veröffentlichung sind für Anfang 2018 geplant. Erste Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit bereits im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt:



Ausgangslage, Implementierung, Entwicklung

Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 13.5.2009, auf Grundlage des Berichtes des Gesamtverbandes der Deutschen Verkehrswirtschaft (GDV) vom 25.8.2008, die „Fortschreibung des Masterplans Verkehrsunfallprävention 2008 und Aufstellung eines Verkehrssicherheitsprogramms Münster 2009-2013“, basierend auf der Drei-Jahres-Unfallanalyse 2004-2006, beschlossen.
Mit dem Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, Verkehrssicherheitsmaßnahmen an Unfallhäufungsstellen (UHS) und Unfallhäufungslinien (UHL) aus wirtschaftlichen Erwägungen in Verbindung mit der dringend erforderlichen Erneuerung der Lichtsignalanlagen (LSA) umzusetzen.

Das Verkehrssicherheitsprogramm Münsters verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz basierend auf vier Handlungsfeldern:

  1. Überwachung und Ahndung
  2. Bau- und Verkehrstechnik
  3. Verkehrserziehung und -sicherheitsberatung
  4. Öffentlichkeitsarbeit

Hinzu kommt als präventiver Ansatz die systematische Revision sämtlicher Radverkehrsanlagen in Münster mit sich anschließender Mängelbeseitigung.

Der GDV hat seinerzeit 85 UHS und UHL im Stadtgebiet feststellen können und einzelne verkehrssichernde Maßnahmen empfohlen. Seit 2008 erfolgt kontinuierlich die Umsetzung dieser empfohlenen Maßnahmen. Im Laufe der Jahre sind immer wieder neue Unfallhäufungsstellen und Unfallhäufungslinien aufgetreten, die durch geeignete verkehrssichernde Maßnahmen entschärft werden.
Im Jahr 2013 wurde das Verkehrssicherheitsprogramm bis Ende 2017 verlängert.

Die Unfallanalyse hat gezeigt, dass Radfahrer nur zu etwa neun Prozent an den Unfällen beteiligt waren, aber nahezu die Hälfte der verunglückten Personen stellen.
Ein primäres Ziel des Verkehrssicherheitsprogramms ist deshalb die systematische Verbesserung der Radverkehrssicherheit durch die Anpassung der Radverkehrsanlagen einschließlich der Radverkehrssignalisierung sowie eine breite Öffentlichkeitsarbeit in Münster. Dadurch sollen vordringlich die Unfälle mit Personenschäden gesenkt werden. Seit Beginn des Verkehrssicherheitsprogramms (2008) wurden rund 3,6 Mio. € in verkehrssichernde Maßnahmen einschließlich der Radwegerevision investiert.

Im Vergleich der entstandenen volkswirtschaftlichen Unfallkosten der Jahre ø2004-2006 bis 2016 konnte durch die verkehrssichernden Maßnahmen ein im Trend kontinuierlicher Rückgang der Unfallkosten festgestellt werden. Die unfallbedingten volkswirtschaftlichen Kosten – ungeachtet des damit häufig verbundenen menschlichen Leids – reduzierten sich aufgrund der durchgeführten Verkehrssicherheitsmaßnahmen ausgehend vom Status Quo ø2004-06 in der Summe um ca. 34 Mio. €. Diese Zahlen sind ein klarer Beleg dafür, dass die im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms eingesetzten Mittel sich bereits vielfach amortisiert haben und eine ebenso sinnvolle wie auch lohnende Investition sind.


Entwicklung der Unfallkosten an GDV-Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet Münster

Jahr volkswirtschaftliche
Unfallkosten
Kostenersparnis
im Vergleich zu ø2004-06
ø2004-06 12.597.000 €
2007 11.955.000 € 642.000 €
2008 11.104.000 € 1.493.000 €
2009 10.714.000 € 1.883.000 €
2010 9.645.000 € 2.952.000 €
2011 9.775.000 € 2.822.000 €
2012 8.836.000 € 3.761.000 €
2013 6.738.000 € 5.859.000 €
2014 8.134.000 € 4.463.000 €
2015 7.013.000 € 5.584.000 €
2016 8.013.000 € 4.584.000 €
 

Zusatzinfos

Kontakt

Amt für Mobilität und Tiefbau

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Telefon: 02 51/4 92-66 01
Fax: 02 51/4 92-77 35
mobilitaet(at)stadt-muenster.de

Ampel-Hotline
Anregungen, Störungsmeldungen:
02 51/4 92-61 66

Weiterer Bereich des Amtes