Seiteninhalt
Drehbuch Geschichte
Kritische Sicht auf Sensationsgier, aber ein starkes Plädoyer für Pressefreiheit
Gestalten die Reihe „Die vierte Gewalt – Journalismus im Film“ gemeinsam (v.l.n.r.): Jessica Best (Volontärin im LWL-Medienzentrum für Westfalen), Prof. Dr. Stefan Höppner (Leiter LWL-Literaturkommission für Westfalen), sitzend vorne Karolin Engel (Geschichtsort Villa ten Hompel Stadt Münster), stehend hinten Jens Effkemann (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Münster), Stefan Querl (Gegen Vergessen - für Demokratie e.V., Sprecher der Regionalarbeitsgruppe Münsterland), Prof. Dr. Markus Köster (Leiter LWL-Medienzentrum für Westfalen) und Jens Schneiderheinze (Linse e.V.). © Christopher Neumann
Kooperationskreis startet am 17. März seine Reihe zur „Vierten Gewalt“ und zu Journalismus im Film im Rahmen von „Drehbuch Geschichte“ während des Frühjahrs im Cinema: Alle Abende bieten neben den Filmvorführungen Diskussionsforen.
Der Vorverkauf läuft online und an der Kinokasse, Warendorfer Straße 45.
Alex Garland, berühmter US-Regisseur einer der Filme aus der Reihe „Drehbuch Geschichte“ im Münsterland, brachte es in der Frankfurter Rundschau auf den Punkt: „Die Presse“, sagte er, „kann eines der größten Kontrollorgane jeder Regierung sein. Aber damit das funktioniert, muss man der Presse vertrauen. Sie wird aber teilweise von externen und internen Kräften untergraben und dämonisiert.“
Gegen solch teuflische Seilschaften der (Selbst-)Zensur, die der Macher des Kinodramas „Civil War“ benennt, wendet sich die Filmreihe, an der die Villa ten Hompel mit Karolin Engel, Thomas Köhler und Stefan Querl aus dem Team maßgeblich beteiligt ist. In guter Tradition lädt der Geschichtsort mit seinen vertrauten Kooperationspartnerinnen und -partnern dazu ein, im Cinema an der Warendorfer Straße Geschichte und Gegenwart aus filmischer Perspektive zu entdecken und vor allem zu besprechen. Unter dem Titel „Die vierte Gewalt. Journalismus im Film“ widmet sich die Reihe der Rolle des Journalismus als Instanz zur Kontrolle politischer Macht, sowie seiner Gefährdung und der Risiken jeder Sensationsgier.
Das Programm bietet eine breite Auswahl verschiedener Filmgenres – von klassischen Werken über Politdramen – bis hin zur klassischen Dokumentation. Die Veranstaltungsreihe startet mit dem Spielfilm „Civil War“ (2024), von dessen Regisseur das Zitat aus der FR stammt. Zeithistoriker Thomas Köhler führt den Film ein am Dienstag, 17. März, in dem Programmkino. Auch alle weiteren Termine werden fachkundig begleitet, teils von Gästen, die Themenbezug haben. Im Anschluss an die Vorführungen besteht jeweils die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen. Alle Abende sind deshalb über die eigentliche Filmdauer hinaus länger angesetzt an der Warendorfer Straße 45 im Cinema. Dort und online läuft der Vorverkauf, der wegen der Nachfrage dringend empfohlen wird.
Die Reihe ist ein Gemeinschaftsprojekt unter Federführung des LWL-Medienzentrums und des Vereins Die Linse e. V. in enger Zusammenarbeit mit der Villa ten Hompel, dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, der überparteilichen Vereinigung „Gegen Vergessen Für Demokratie“ e.V., der LWL-Literaturkommission für Westfalen und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Filmreihe steht in diesem Jahr im Zuge der Aktion „Tag der Demokratiegeschichte“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.


