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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!

Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.


Aktuelle Meldungen

Bild Öffnung der Villa

Wir haben geöffnet!

Geschichte real erleben – das ist seit Mittwoch, 10. März, in der Villa ten Hompel wieder möglich! Nach coronabedingter Schließung öffnet der Geschichtsort für Einzelbesucherinnen und -besucher wieder seine Türen. Der Besuch der Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ ist nach telefonischer Anmeldung in begrenzter Personenanzahl möglich. Voraussetzung für den Besuch ist das Tragen einer medizinischen Maske.

Aber auch außerhalb ihrer Räumlichkeiten bietet die Villa Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte: Öffentliche Veranstaltungen wie Führungen und Vorträge finden digital statt.


Drei nebeneinanderstehende Personen

Ludger Hiepel (l.) mit Gisela Möllenhoff und Stefan Querl

Neue Möglichkeiten auch auf digitalen Wegen

Die Villa ten Hompel gratuliert dem Förderverein des Jüdischen Friedhofes in Münster: Fachministerin Ina Scharrenbach und Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergaben dem Vorstand den Förderbescheid für das Projekt „Jüdische Heimat Münster. Digitale Stadtrundgänge mit augmented reality“. Stefan Querl vom Geschichtsort zählte zu den ersten Gratulanten und Gratulantinnen.
Mehr zu der Übergabe


Stefan Querl und Schauspieler und Historiker Andreas Breiing in Kostümierung

"Hitler darf nirgends mehr das letzte Wort haben", finden Stefan Querl (l.), und Andreas Breiing

"Call & Cam"-Ausflug statt Fahrradtour am 20. April 2021

Gegen "Führerkult", gegen Verführung und Gewalt wenden sich der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), die Villa ten Hompel und der Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie (GVFD) im Münsterland: Für Dienstag, 20. April, 18 Uhr hatten die Kooperationspartner gemeinsam eine offene Geschichtstour per Fahrrad geplant. Weil das Unterwegssein als Gruppe aus Gründen des Infektionsschutzes aktuell unzulässig ist, wandert das Angebot ins Digitale. Die Teilnahme ist kostenfrei und nach Anmeldung möglich.
Informationen zum digitalen Ausflug


Ausstellungsplakat, auf dem in verschieden großer Schriftgröße  'Demokratie als Feind' steht

"Demokratie als Feind": Neuer Gallery Walk informiert über das "Völkische Westfalen"

In der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen stellt sich zwangsläufig die Frage, wie es möglich war, dass dieses verbrecherische Regime an die Macht kommen und weitläufige Unterstützung erhalten konnte. Die Nationalsozialisten erschienen keineswegs aus dem Nichts: In kleinen Schritten erfolgte der Aufstieg der NSDAP aus völkischen und rechten Splitterbewegungen, die ihre Ideologie verbreiteten und die junge Demokratie der Weimarer Republik mit allen Mitteln bekämpften. Die Angriffe ereigneten sich dabei direkt vor der Haustür: Auch in Westfalen gibt es zahllose Beispiele, an denen sich antidemokratische Mechanismen völkisch-nationalistischer Gruppen der Weimarer Zeit ablesen lassen. Diese Mechanismen thematisiert der neue Gallery Walk mit dem Titel „Demokratie als Feind – Das Völkische Westfalen“ am Außenzaun der Villa.
Mehr zum Gallery Walk


Porträtfotos von Spieker und Nachtwei

Christoph Spieker (l.) und Winfried Nachtwei

Versöhnung durch Politische Bildung – Online-Veranstaltung am 22. April 2021

Wie kann historische und politische Bildung dazu beitragen, Konflikten vorzubeugen, konstruktive Diskussionen zuzulassen und so eine Versöhnung zu ermöglichen? Über Perspektiven aus der Praxis der Erinnerungsarbeit bzw. aus Zeitzeugensicht am Beispiel des Ost-West-Konflikts sprechen Christoph Spieker, Leiter des Geschichtsortes, und Winfried Nachtwei, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Grünen und engagiert in der Friedens- und Erinnerungsarbeit, in einer Online-Veranstaltung des Evangelischen Forums Münster e. V. am 22. April 2021 ab 19 Uhr. Moderiert wird das Gespräch von Geert Franzenburg. Im Anschluss an das Gespräch wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.
Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten erhalten Interessierte nach Anmeldung unter efm@gmx.info.
Zur Veranstaltung


Foto von Corinna Koselleck, Lukas Alex und Hannah Rex

Lukas Alex (m.) interviewte Corinna Koselleck (l.) und Hannah Rex

Den Opfern rechter Gewalt Kraft geben, "die Debatte über Rassismus neu aufrollen"

Ibrahim Arslan hat den Anschlag von Mölln 1992 als Kind überlebt. Ein Zeitzeugen-Interview mit Bundesfreiwilligen in Münster zog jetzt positiv Kreise und regte zum Nachdenken an: Zuhören ist sehr wichtig und auch ein Zeichen gegen den Hass.

In dem Online-Seminar berichtete Ibrahim Arslan von dem Anschlag auf das Wohnhaus seiner Familie. Den Anschlag stellte er bewusst nicht als Einzelfall dar, sondern machte deutlich, dass es sich um eine Reihe an rassistisch motivierten Anschlägen gegen Personen in der Bundesrepublik ab der Mitte der 1980er Jahre handelt. Auch ging er auf seine Vernetzung mit anderen betroffenen Menschen ein, die mitunter sehr ähnliche Erfahrungen darin gemacht haben.

Lukas Alex, Teamer in der Villa ten Hompel, interviewte die Seminar-Teilnehmerinnen Hannah Rex (Bundesfrewilligendienst und FsJ Kultur Theater Münster) und Corinna Koselleck (FsJ Kultur Villa ten Hompel) zu ihren Eindrücken.
Zum Interview


Foto von Didaktischem Material

Didaktische Mappe zum Massaker in Bialystok

Jüdisches Leben erinnern - Den Tätern der Polizei auf der Spur: Einladung zur Workshop-Teilnahme

Am 27. Juni 1941 ermordeten deutsche Polizisten mindestens 2000 polnische Jüdinnen und Juden. In der breiten Öffentlichkeit ist das Massaker, das sich in diesem Jahr zum 80. Mal jährt, weitgehend in Vergessen geraten. In drei Veranstaltungen und einer optionalen Bildungsreise nach Warschau und Bialystok soll die didaktische Mappe „Entscheiden und Handeln. Bialystok – 27. Juni 1941: Das Massaker und seine Auswirkungen nach 1945“ vorgestellt und ihr Einsatz im Unterricht, in Seminaren und Workshops diskutiert und erprobt werden. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Gedenkstätten und anderen Bildungseinrichtungen können sich nun für den Workshop anmelden.
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Porträtfoto

Prof. Dr. Alfons Kenkmann

Übergabegespräch mit Prof. Dr. Alfons Kenkmann

Eigentlich hätte er einen großen Empfang verdient: Professor Kenkmann beendet seine Beratungstätigkeit für den Geschichtsort Villa ten Hompel. Am 24. März fand ein Übergabegespräch statt, in dem aus den Erfahrungen der letzten zwei Jahrzehnte nochmal konkrete Herausforderungen für unseren Geschichtsort formuliert wurden.

Alfons Kenkmann, der als „Geschäftsführer des Instituts in Gründung“ das Profil der Einrichtung seit 1998 entwickelt und auf dem Weg gebracht hatte, stand dem Team am Kaiser-Wilhelm-Ring auch in den Jahren nach seinem Wechsel auf einen Lehrstuhl an der Universität Leipzig im Jahr 2003 mit Rat und Tat zur Seite. Hier ist insbesondere die Schriftenreihe der Villa zu nennen, die er als Herausgeber geplant und dem Dokumentationsprofil des Hauses entsprechend veröffentlicht hat. Gerade bei den großen Dauerausstellungserweiterungen „Wiedergutmachung als Auftrag“ und „Geschichte - Gewalt - Gewissen“ leistete er wertvolle Unterstützung. Als letztes Projekt brachte er die Drucklegung des Handbuches von Stefan Klemp „nicht ermittelt“ in einer neuen erweiterten Fassung auf den Weg.

Der Geschichtsort ist Alfons Kenkmann für die konkrete Unterstützung und die internationale Vernetzung zu großem Dank verpflichtet und wird auch in Zukunft auf seinen Rat setzen.


Foto

"Da wurde ja gar nicht heldenhaft gekämpft"

Dass Matrizen in der Schule nicht nur im Matheunterricht interessant sein und Kompasse nicht nur Himmelsrichtungen, sondern auch Emotionen anzeigen können, zeigte Lukas Esser in einem Webinar über Schülervorstellungen zum Krieg der Wehrmacht gegen die Sowjetunion. Im Gespräch mit Peter Römer führte Esser, der jüngst seine Prüfung als Lehramtsanwärter bestanden hat, seine Erkenntnisse über Schüleraussagen und Implikationen für die Forschung und den Schulunterricht aus, die mit den Teilnehmenden diskutiert wurden.
Mehr zum Webinar


Foto von Ibrahim Arslan und Stefan Querl

Zeitzeuge Ibrahim Arslan und Stefan Querl in Hamburg

Klares Nein zu Hass und Hetze

Ibrahim Arslan überlebte als Kind den rechtsextremen Brandanschlag von Mölln 1992. Anders als drei seiner Verwandten. Der Familienvater begeht seinen 36. Geburtstag ebenso nachdenklich wie voller Tatendrang, um Opfern politisch motivierter Gewalt mehr Gehör zu verschaffen. Zum Beispiel gemeinsam mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel und mit "Gegen Vergessen Für Demokratie" im Münsterland.
Zum Gespräch mit Ibrahim Arslan


 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag: 18-21 Uhr
Freitag bis Sonntag: 14-17 Uhr

Um telefonische Anmeldung wird gebeten.

Bürozeiten

Di, Mi, Fr: 9-12 Uhr
Do: 9-16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Führungen und Projekttage nach Vereinbarung.

So sind wir zu erreichen:

Per Bus mit der Ringlinie 33 und 34 (Haltestelle: Villa ten Hompel)

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