Stadt Münster: Villa ten Hompel - Startseite

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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!

Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.


Aktuelle Meldungen

Eingangsbereich der Villa, rechts Bilderinstallation, Schild mit Besuchshinweisen

Wir haben geöffnet!

Nach coronabedingter Schließung sind die Türen des Geschichtsortes seit März wieder für Einzelbesucherinnen und -besucher geöffnet. Der Besuch der Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ ist in begrenzter Personenanzahl möglich. Voraussetzung für den Besuch ist das Tragen einer medizinischen Maske.

Aber auch außerhalb ihrer Räumlichkeiten bietet die Villa durch Außenausstellungen und Online-Veranstaltungen Raum für die Auseinandersetzung mit der Geschichte.


Arthur neben einem Ausstellungsplakat

Arthur Petzel bei der Ausstellungseröffnung

"Mehr als man kennt - näher als man denkt"

Auf den ersten Blick wirken sie nicht besonders beeindruckend, die 29 Objekte, die die Wanderausstellung „Mehr als man kennt – näher als man denkt“ seit dem 20. September in der Bezirksregierung Münster zeigt. Und doch sind diese Alltagsgegenstände wertvoll, denn sie erzählen Geschichten von Verfolgung und Verlust ihrer einstigen Besitzerinnen und Besitzer, aber auch von Nachbarschaft und Erinnerungen. Zur Ausstellungseröffnung diskutierten Dorothee Feller, Präsidentin der Bezirksregierung Münster, Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wirtschaft, und Axel Doßmann, Leiter der Villa ten Hompel, auch über Innovation und Routine in der Gedenkstättenarbeit.
Mehr zur Ausstellung und Diskussion


Gedenk- und Hinweisschild im Wald von Józefów

Der Wald von Józefów

Jugend erinnert - "Den Tätern auf der Spur"

Jeden Tag um viele eindrückliche Lern- und Lebenserfahrungen reicher wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Teils des Projekts „Den Tätern auf der Spur“. Auch aus Sicht des „Villa“-Teams hat es bisher selten eine vergleichbare Begegnungsreise gegeben, die vor allem durch Dr. Andreas Kahrs als externe Leitung und Anita Borkowska als Sprachmittlerin und Guide ermöglicht worden ist. Sie machten Spuren und Perspektiven sichtbar, die in Warschau und der Region um Münsters Partnerstadt Lublin heute vielfach überformt sind und sonst sicher nicht zum Tragen gekommen wären.
Rückblick zum Austauschprojekt


links vier sitzende Menschen in der Ausstellung, die zwei Mitarbeitenden der Villa zuhören

Führung durch die Dauerausstellung

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung

Regelmäßig führen Mitarbeitende durch die Dauerausstellung "Geschichte – Gewalt – Gewissen": So auch am 26. September. Die Ausstellung erzählt in Anlehnung an die Hausgeschichte von den Verbrechen der Ordnungspolizei im Zweiten Weltkrieg und Versuchen der Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Beginn der Führung ist um 15 Uhr. Bitte beachten Sie die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.
Mehr zur Führung


Porträtfoto von Michael Göring

Michael Göring

"Dresden": Michael Göring liest aus seinem neuen Roman

Nach verschiedenen Lesungen in der Villa ten Hompel wird Michael Göring am 30. September auch seinen neuen Roman "Dresden. Roman einer Familie" vorstellen, der im Februar dieses Jahres erschienen ist. Der Roman erzählt vom Leben einer Familie in der DDR zwischen 1975 und 1989, im Jahr der Wende. Es geht dem Autor Michael Göring um die Menschen in der DDR, die trotz widrigster Umstände, trotz Stasi und Zerfall ihre Würde bewahrt und den Familienzusammenhalt geschafft haben. Die Veranstaltung ab 19 Uhr findet in der Villa ten Hompel statt. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung unter Beachtung der 3G-Regelungen möglich.
Zur Lesung am 30. September


Die Organisatorinnen und Organisatoren des 'Gottesdienstes to go' nebeneinander

Gottesdienst-Organisationsteam

"Aus-Zeit gegen Antisemitismus"

Susanne Falcke ist neue Superintendentin für Steinfurt-Coesfeld-Borken. Eine der ersten Gratulationen kam aus dem Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster, denn wenige Tage zuvor hatte die 46-jährige Theologin mit Stefan Querl aus dem Team der NS-Erinnerungsstätte und einem ehrenamtlichen Kreis aus Jugendlichen, Musikerinnen und Musikern eine besondere "Aus-Zeit" gegen Antisemitismus kurz vor Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungsfest, angeboten. Der "Gottesdienst to go" wurde in kreativer, interreligiöser Form und als Zeichen für Aussöhnung in Europa und im Nahen Osten gefeiert.
Mehr zum Gottesdienst


Ingrid Lueb in der Ausstellung an einem Touchtisch, von dem aus historische Fotos der Personen, die in der Villa gelebt und gearbeitet haben, an die Wand projiziert werden. Um sie herum stehen Teilnehmende der Führung.

Führung am Denkmaltag

"Tatort Fabrikantenvilla"

Großer Andrang herrschte in der Villa: Zum Tag des offenen Denkmals lockten zwei Führungen viele Besucherinnen und Besucher, bei strahlendem Sonnenschein auch abseits von Innenstadt und Promenade einen Blick auf geschichtsträchtige Gebäude zu werfen und gemeinsam hinter die Fassaden der ehemaligen Industriellenvilla zu blicken, auf ihre Bewohnerinnen und Bewohner und den Wandel der Villa im Laufe der Jahrzehnte.
Zum Denkmaltag


Ansicht der Rückseite der Villa in der Dämmerung, davor Menschen, die dem Konzert der Band auf der Veranda der Villa lauschen

Lange Nacht der Museen

Stimmungsvolle Musik zur langen Museumsnacht

Bei bestem Spätsommerwetter öffnete die Villa ten Hompel anlässlich der Nacht der Museen am 4. September 2021 ihre Türen. Neben der Möglichkeit des Ausstellungsbesuchs von 16 bis 24 Uhr standen zwei Open-Air-Konzerte im Vordergrund: zuerst die Irish Folk Band „Dancing Willow“, die mit schmissigen Rhythmen bei Wein und Bier für gute Stimmung sorgte. Im Anschluss spielte das Gitarren-Duo Jonas Höltig und Tassilo Rinecker sein Programm „Lieder von Verfolgten“ in stimmungsvoller Atmosphäre an geschichtsträchtigem Ort.


Axel Doßmann links mit Cornelia Wilkens rechts auf der Eingangstreppe zur Villa

Kulturdezernentin Cornelia Wilkens begrüßt Dr. Axel Doßmann

Erster Arbeitstag als Leiter der Villa ten Hompel

Kulturdezernentin Cornelia Wilkens begrüßte am Mittwochvormittag Dr. Axel Doßmann in der Villa ten Hompel. Doßmann ist neuer Leiter des Geschichtsortes am Kaiser-Wilhelm-Ring und folgt auf Dr. Christoph Spieker. Der promovierte Historiker stammt gebürtig aus Ostberlin und hat sich mit internationaler Forschung zu Gesellschaftsverbrechen in Nationalsozialismus und Kommunismus sowie zur deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte und der Aufarbeitung von NS-Verbrechen einen Namen gemacht.
Mehr zum Einstand von Dr. Axel Doßmann


Porträtfoto

FSJlerin Jule Richter

Willkommen im Team, Jule!

Wir freuen uns, Jule Richter in der Villa zu begrüßen: Nach dem Abitur am Annette-Gymnasium in Münster absolviert die gebürtige Münsteranerin nun ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Geschichtsort. In einem Interview stellte sie sich nun vor und schilderte ihre Erwartungen und Ziele für das kommende Jahr. Zum Interview


Porträtfoto

Krystyna Budnicka

Eine Zeitzeugin hat das Wort

„Ich habe überlebt, um heute davon zu erzählen. So kann ich meine Eltern und Geschwister lebendig halten. Denn ich habe kein Grab und keine Fotos, nur meine Erinnerungen.“ Dieser Aufgabe des Erzählens geht Krystyna Budnicka nun schon seit vielen Jahren nach und beeindruckte hiermit am Mittwochabend, 1. September, in einem Online-Abendforum der Akademie Franz Hitze Haus die Zuschauenden.
Zum Zeitzeuginnengespräch


Zwei Personen stehend vor den Schildern der Außenausstellung #StolenMemory

Harriet Veltrup und Arthur Petzel in Bad Arolsen

Im Praktikum on Tour: Einblicke in die Arolsen Archives

Nicht nur in die Arbeit der Villa, sondern auch die der Arolsen Archives erhalten unsere Praktikantin Harriet Veldtrup und unser Praktikant Arthur Petzel Einblick: Bei einem Besuch in Bad Arolsen lernten sie kürzlich die Geschichte und heutige Aufgaben des ehemaligen "International Tracing Service" kennen und erfuhren bei einer Führung durch die Stadt Volkmarsen viel über die jüdische Geschichte des Ortes.
Mehr zum Ausflug


Der Künstler Demnig hält einen Stolperstein in die Kamera, neben ihm Cornelia Wilkens und Axel Doßmann

Cornelia Wilkens, Künstler Gunter Demnig (Mitte), und Dr. Axel Doßmann

Späte Anerkennung für ein NS-Opfer im Beisein des Bundespräsidenten

Im Zentrum von Münster verankert die Skulptur von Paul Wulf seit 2007 ein Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisation unübersehbar ins Stadtgedächtnis. Wulf wurde 1938 sterilisiert, der Berliner Kutscher Bruno Lüdke 1940. Lüdke und Wulf sind zwei von über 400.000 Menschen, denen Ärzte und Juristen im Nationalsozialismus das Recht auf Fortpflanzung nahmen. Am Samstag, 28. August, ist schließlich in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Stolperstein für Bruno Lüdke im Berliner Stadtteil Köpenick verlegt worden. Dr. Axel Doßmann hielt zusammen mit der Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener die Gedenkrede.
Zur Stolpersteinverlegung


Gruppe von Menschen stehend auf den Eingangsstufen der Villa

Leitung und Teilnehmende des Projektes

Intensiv "den Tätern auf der Spur"!

Welche Folgen hatten die Verbrechen der NS-Ordnungspolizei, die vom Schreibtisch der Villa ausgingen, für die Verfolgten und folgenden Generationen und welche Bedeutung könnte diese Geschichte auch für heutiges polizeiliches und persönliches Handeln haben? Hierüber reflektierten junge Polizistinnen und Polizisten beim Auftakt eines von der Stiftung EVZ geförderten Austauschprojektes. Im September setzen die Teilnehmenden die Spurensuche an Orten polizeilicher Täterschaft in Polen fort und diskutieren zusammen mit polnischen Kolleginnen und Kollegen über Geschichte, Erinnerungskultur und Verantwortung.
Rückblick auf den Projektauftakt


Ausstellungsplakate aufgehängt am Außenzaun der Villa

Außenausstellung "Demokratie als Feind"

"Demokratie als Feind": Gallery Walk informiert noch bis Ende September über das "Völkische Westfalen"

In der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen stellt sich zwangsläufig die Frage, wie es möglich war, dass dieses verbrecherische Regime an die Macht kommen und weitläufige Unterstützung erhalten konnte. Die Nationalsozialisten erschienen keineswegs aus dem Nichts: In kleinen Schritten erfolgte der Aufstieg der NSDAP aus völkischen und rechten Splitterbewegungen, die ihre Ideologie verbreiteten und die junge Demokratie der Weimarer Republik mit allen Mitteln bekämpften. Die Angriffe ereigneten sich dabei direkt vor der Haustür: Auch in Westfalen gibt es zahllose Beispiele, an denen sich antidemokratische Mechanismen völkisch-nationalistischer Gruppen der Weimarer Zeit ablesen lassen. Diese Mechanismen thematisiert der Gallery Walk mit dem Titel „Demokratie als Feind – Das Völkische Westfalen“ am Außenzaun der Villa.
Mehr zum Gallery Walk


 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag: 18-21 Uhr
Freitag bis Sonntag: 14-17 Uhr

Bürozeiten

Di, Mi, Fr: 9-12 Uhr
Do: 9-16 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Führungen und Projekttage nach Vereinbarung.

So sind wir zu erreichen:

Per Bus mit der Ringlinie 33 und 34 (Haltestelle: Villa ten Hompel)

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