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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Veranstaltungen: Gespräche, Lesungen, Seminare und mehr
© Stadt Münster Münster View
Eine Übersicht über alle Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte finden Sie in dem
Veranstaltungskalender der Villa ten Hompel
Aktuelle Meldungen
Folgen der Brandkatastrophe auf dem Kehlstein in Berchtesgaden beschäftigen auch Münster
Dokumentation Obersalzberg und Villa ten Hompel sind als NS-Erinnerungsorte im Austausch
Das Feuer und die mutmaßliche Brandstiftung im NS-Bau Kehlsteinhaus nahe der Dokumentation Obersalzberg im Berchtesgadener Land haben auch in der Villa ten Hompel Fassungslosigkeit und Entsetzen ausgelöst. Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes der Stadt Münster, befindet sich derzeit auf dem Weg nach Berchtesgaden und München auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung und des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in der Fachtagung „Landschaft und Ideologie“, die NS-Täterschaft und historisch kontaminierte Orte wie das Gelände des früheren Berghofs in den Blick nimmt. „Dieses Ereignis und seine Folgen werden unsere Diskurse freilich in der Konferenz dominieren“, unterstrich der Historiker. „Wir können dem Institut und dem Kreis im Berchtesgadener Land nur Kraft wünschen, mit den Konsequenzen und neuen Problemen nach dieser Katastrophe fertig zu werden.“ Eng seien die Dokumentation des IfZ und die Villa ten Hompel seit 1999 als NS-Erinnerungsorte im Austausch darüber, wie etwa der verherrlichende oder verharmlosende Umgang mit NS-Relikten verhindert oder zumindest eingedämmt werden könne. Den Kehlstein und den Obersalzberg ziehen häufig auch völkisch gesinnte, teils rechtsextreme Besucherströme an.
Netzwerktreffen in der Villa ten Hompel
© Wolfgang Schmutz
Austausch zu lokaler Holocaust-Bildung
Wie lässt sich NS-Geschichte vor Ort erforschen und vermitteln? Darüber tauschten sich am 15. und 16. Oktober 2026 die Partner des bundesweiten Netzwerks „Erinnern und Handeln – Unsere Nachbarn, unsere Geschichte“ in der Villa ten Hompel aus. Das Netzwerk begleitet Akteur*innen dabei, die NS-Geschichte in ihrem lokalen Umfeld aufzuarbeiten. Im Zentrum steht die Arbeit mit der Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C.
Yad Vashem Lecture: Fortbildungsreihe für Vermittelnde am 4. November 2026
Geschichte hautnah! Die Thementage der Villa ten Hompel – für alle Schulformen und für Bildungseinrichtungen
Wie lässt sich NS-Geschichte so vermitteln, dass sie Schüler*innen in ihrer heutigen Lebenswelt wirklich erreicht? Wie schlagen wir die Brücke von historischen Akten zu aktuellen Fragen von Demokratie und Zivilcourage? Wir laden Sie herzlich ein, die Villa ten Hompel als außerschulischen Lernort neu zu entdecken. Lernen Sie unsere pädagogischen Prinzipien, Angebote und Arbeitsweisen in der Praxis kennen und finden Sie heraus, welche Formate am besten zu Ihren Klassen passen.
Die Reihe „Yad Vashem Lectures“ wendet sich an Lehrende aller Schulformen und an Mitarbeitende in Bildungseinrichtungen. Es werden innovative neue Unterrichtsmaterialien vorgestellt und in einem Praxisteil konkret erprobt und hinterfragt.
Anmeldung über tenhomp@stadt-muenster.de unter Angabe des Namens und der Schule
Mittwochsgespräch mit Dirk Frenking und Dr. Stefan Lode am 4. November 2026
Stefan Lode © privat
Dirk Frenking © privat
Der Nationalsozialismus vor Gericht. Die Verfolgung von Gewaltverbrechen in Konzentrations- und Vernichtungslagern im Spiegel deutscher Rechtsgeschichte
Gut 80 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus fällt ein Fazit in Bezug auf die juristische Ahndung von NS-Gewaltverbrechen in der Bundesrepublik ambivalent aus. Einerseits konnte ein Großteil der damaligen Täter ein unbehelligtes Leben führen: Sie wurden nie angeklagt. Andererseits gab es epochale Strafgerichtsprozesse. Eine wichtige Rolle hatten Überlebende, wenn sie vor Gericht als Betroffene und Zeitzeug*innen aussagten.
Dirk Frenking wird zunächst aus rechtshistorischer Perspektive eine kritische Bilanz ziehen und insbesondere Prozesse gegen Angeklagte in den Blick nehmen, die in Lagern wie Ausschwitz, Majdanek, Treblinka, Sobibor oder Stutthof an Verbrechen beteiligt waren. Anschließend berichtet Dr. Stefan Lode über seine anwaltliche Tätigkeit im Rahmen der sogenannten Spätverfolgung von NS-Unrecht. Er vertrat Holocaustüberlebende und deren Familien als Nebenklagevertreter. Wie beurteilt er dieses letzte Kapitel der juristischen Bearbeitung des NS-Unrechts?
| Mittwoch, 4. November 2026 19:00 - 20:30 Uhr | Zoom-Zugang Meeting-ID: 828 0069 6778 Passcode: 0vXFHf |


