Seiteninhalt
Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Aktuelle Meldungen
Ausstellungsteam nimmt mit Tatendrang die Arbeit auf
Das Projekt-Team auf Recherchebesuch in der Villa_Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte in Osnabrück © Fynn Gross
Weitereintwicklung der Ausstellung gestartet
Die Dauerausstellung „Geschichte- Gewalt-Gewissen“ in der Villa ten Hompel wurde vor zehn Jahren eröffnet und wird nun mit Unterstützung aus der Gedenkstättenförderung der Landeszentrale für politische Bildung NRW weiterentwickelt und überarbeitet.
Noch voller Eindrücke aus der Recherchereise in die Niederlande (28.–31. Oktober) läutete das Projektteam im November offiziell den Auftakt der Überarbeitung ein und arbeitet nun voller Tatendrang, Motivation und Elan an der Weiterentwicklung. Ziel ist es, barriereärmere Zugänge zu schaffen und die digitalen Angebote zu stärken. Ein wichtiges Anliegen ist ebenfalls, die Dauerausstellung mehr auf ihre Besucher*innen auszurichten. Dafür soll sie gruppenkompatibler werden, schließlich wird sie zu einem Großteil von Gruppen besucht, ist aber (noch) für Einzelbesuchende konzipiert. Auch inhaltlich soll sie dem neuen Forschungs- und Nutzungsstand gerecht werden. Deshalb werden weitere, bisher in der Ausstellung nicht erwähnte Verfolgtengruppen berücksichtigt und die Feuerwehr als an NS-Verbrechen beteilige Institutionenthematisiert. Dies trägt auch dem Umstand Rechnung, dass neben den Zielgruppen Polizei seit diesem Jahr auch berufsgruppenspezifische Seminare für Feuerwehrbedienstete am Geschichtsort stattfinden. Über den aktuellen Stand des Projekts wird regelmäßig hier und auf Instagram (@villatenhompel) berichtet. Geplant ist die Eröffnung der überarbeiteten Ausstellung 2028.
Foren für historisch hochsensible Themen
Gespräche über deutsch-polnische Geschichtskultur, hier Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, mit der 92-jährigen Zeitzeugin Zdzisława Włodarczyk, Überlebende des Warschauer Aufstands von 1944. © Dr. Heike Wolter
Volles Halbjahres-Programm von A bis Z: Von Aly im Fürstenberghaus bis „Zweite Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“
Ein deutsch-polnisches Gedenkstättenforum wird sich im März in Münsters Partnerstadt Lublin als Expertengremium gründen. Das teilte Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, bei der Vorstellung des neuen Programms für den Geschichtsort am Kaiser-Wilhelm-Ring mit. NS-Gedenkstätten beider Länder werden sich künftig regelmäßig austauschen. So bei ihrem Folgetreffen im Herbst in Dresden und danach abwechselnd dann in Polen und Deutschland, um politisch hochsensible Themenfelder wie Besatzungsverbrechen und deren Folgen, Ghettos oder die historischen Grenzerfahrungen zu bearbeiten. Aber auch drängende Fragen der Bestandssicherung von KZ-Baracken oder KI in der Bildungsarbeit.
Majdanek, die Gedenkstätte in Münsters Partnerstadt, übernehme dankenswerterweise die Federführung gemeinsam mit einem Team am Berliner Mahnmal für die ermordeten Juden Europas mit der Stabsstelle Deutsch-Polnisches Haus und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Als Vizevorsitzender des Freundeskreises Münster-Lublin dankte Stefan Querl Oberbürgermeister Tilman Fuchs, Stadträtin Cornelia Wilkens, Justiziarin Michaela Heuer und dem gesamten Verwaltungsvorstand für die nachhaltige Unterstützung der deutsch-polnischen Städtepartnerschaft. Zumal Münster jetzt mit Lublin auch daran anknüpfe, im Baltikum ein maßgebliches Gründungsmitglied des Riga-Komitees gewesen zu sein vor 25 Jahren.
Ein Dank gebühre hausintern aber auch dem Konzeptions- und Redaktionsteam für die Veranstaltungen: Thomas Köhler, Karolin Engel, Naomi Roth mit vertrauten externen Kooperationspartnern wie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte (WIR), denn auch im ersten Halbjahr 2026 sei es möglich, kostenfreie und in aller Regel frequenzstarke Formate anzubieten. Und das unter klaren Themenlinien wie etwa bei den Mittwochsgesprächen.


