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Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages
Das Schicksal von Frauen und Kindern während der Shoah stand im Fokus
Während der Jugendbegegnung konnten Anna-Lena von Krenski und die anderen jungen Erwachsenen ihr Wissen über das NS-Unrecht erweitern, und den bereichernden Austausch miteinander erfahren. © DBT / Stella von Saldern
Bewegender Kontakt mit den Überlebenden, hier bei dem Gespräch der jungen Gäste mit der Zeitzeugin Tova Friedman im Deutschen Bundestag. © DBT / Stella von Saldern
Die gesamte Gruppe während des Programms, das auch Begegnungen mit Erinnerungsorten wie der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück in Brandenburg beinhaltete. © DBT / Stella von Saldern
Zeitzeuginnen Emmie Arbel und Tova Friedman tauschten sich mit den Teilnehmenden der Jugendbegegnung des Bundestages aus
Der Austausch mit den anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen war sehr bereichernd, auch aufgrund der unterschiedlichen Hintergründe. Gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen aus Gedenkstättenkontexten über unsere Sorgen bezüglich Rechtstruck, ansteigendem Antisemitismus und Gefahren durch künstliche Intelligenz zu sprechen, war sehr hilfreich. Von den internationalen Jugendlichen habe ich mehr über aktuelle Perspektiven und politische Situation in deren Heimatländern erfahren. Und die Angebote der Teilnehmenden von Meet a Jew, wie die Hawdala-Zeremonie, waren ein echtes Highlight.
Als besonders bewegend werde ich die Zeitzeuginnen-Gespräche mit den Shoah-Überlebenden Emmie Arbel und Tova Friedman in Erinnerung behalten. Wir durften diese sehr unterschiedlichen, auf ihre jeweils eigene Art starken Persönlichkeiten kennenlernen. Das (Über-) Leben der beiden nach dem Holocaust, also ihren Kindheitsjahren, gestaltete sich sehr verschieden, der Umgang mit dem Erlebten ebenfalls. Diese Begegnungen haben mir noch einmal deutlich gemacht, wie viele individuelle Schicksale, wie viele unterschiedliche Umgangsformen es gibt. Sie sind bloß verbunden dadurch, dass sie gezwungen waren einen Umgang mit der Verfolgung und dem Leid, das ihnen vom NS-Regime, von den Täterinnen und Tätern, aufgezwungen wurde, zu finden. Und dann sind da noch so viele, die nie ein anderes Leben kennenlernen konnten als das von Leid und Mord. Denn 1,5 Millionen Kinder haben den Holocaust nicht überlebt. Ihnen widmet Tova Friedman ihre Arbeit.“


