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Halbjahresprogramm 2026
Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer gehörte dem Gründungsbeirat des Geschichtsortes Villa ten Hompel an. Er fragt nach den „Zweiten Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“. © privat
Hannah Voß, neue wissenschaftliche Volontärin am Geschichtsort, analysiert den „Lesben-Hetera-Konflikt“ am Donnerstag, 16. April, 19 Uhr in der Villa. © Villa ten Hompel
Bekannte Namen finden sich im Programm: So der des Zeithistorikers Götz Aly, dessen neues Buch eines der im Münsterland aktuell am häufigsten verkauften Titel ist. Nämlich zur Frage: „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945.“ Zu Alys Vortragsabend am Mittwoch, 28. Januar, ist im Fürstenberghaus mit Andrang zu rechnen. Die Uni-Kontaktstelle „Studium im Alter“ mit ihrer Leiterin Veronika Jüttemann stellt extra einen der großen Hörsäle am Domplatz 20-22 zur Verfügung. Das Buch wird vor Ort auch angeboten und signiert.
Voll wird es vermutlich auch am Mittwoch, 18. März, bei Hans-Ulrich Thamer, Emeritus der Universität Münster, mit seiner Analyse zu den „Zweiten Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“. - Anders als im gedruckten Programm geschrieben, findet die Veranstaltung wegen der großen Nachfrage im Audi Max in der Johannisstraße 12-20 statt. - Oder bei der durchaus in Nahost- und Haltungsfragen aktuell nicht unumstrittenen Antisemitismus-Forscherin Stefanie Schüler-Springorum aus Berlin, deren wiederum fachlich sehr gelobte Neuerscheinung „Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes“ am Donnerstag, 12. Februar, zur Diskussion gestellt wird. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, am 12. Februar 2026 in der Villa ten Hompel, Kaiser Wilhelm Ring 28. Frühzeitiges Erscheinen wird empfohlen, zumal die Platzzahl stark begrenzt ist. Doch auch digitale Teilnahmen per Zoom sind möglich. Allerdings aus Kapazitätsgründen nur zuhörend, ohne eine direkte Chat- oder Fragemöglichkeit.
„Niederlage und Neubeginn“ nimmt Dominik Rigoll vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam am Mittwoch, 6. Mai, konkret anhand rechter Parteien und Politikstile im frühen Nachkriegsdeutschland in den Blick; Soziologin Lucy Debus die Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Menschen in Zwangsarbeit. Vielsagender Titel ihres Vortrags- und Gesprächsabends am Mittwoch, 18. Februar: „Trotzdem da.“ Auch hier Beginn jeweils 19 Uhr bei freiem Eintritt.
Empfehlenswert sind aber auch kleinere Formate: Die Fortbildungen für Lehrkräfte mit der Bezirksregierung, eine Frühlings-Radtour zu „Westfalen, wo es weh tut“ und die Führungen durch das Haus sowie „Rund um die Villa“. Außerdem die beliebte Filmreihe „Drehbuch Geschichte“, in diesem Halbjahr zur „Vierten Gewalt“ und zu „Journalismus im Film“ in Kooperation dem LWL-Medienzentrum, dem WIR, mit der LWL-Literaturkommission, mit der Linse e.V., Kriegsgräberfürsorge und dem Cinema, in dem Kino-Kaufkarten erworben werden können. Einen spannenden Blick auf neue Forschung ermöglicht bei freiem Eintritt die hauseigene Reihe „Junge Wissenschaft“, in der es mit Hannah Voß, neue Volontärin der Villa ten Hompel, um den „Lesben-Hetera-Konflikt“ gehen wird, am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr.
Das Halbjahresprogramm ist kostenlos an vielen Stellen im Stadtgebiet erhältlich und als Download verfügbar. Auch die Zoom-Links zu den Veranstaltungen werden jeweils online veröffentlicht.


