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Historikerin Gisela Möllenhoff aus Münster trug in der KZ-Gedenkstätte Groß Rosen in Niederschlesien vor
Die Exkursionsgruppe bei einer Reflexion in der Stiftung Kreisau/Krzyżowa für Europäische Verständigung auf dem früheren Gutshof derer von Moltke. Foto: Stefan Querl, Geschichtsort Villa ten Hompel
Ökumenische Begegnung in Breslau nahm NS-Verfolgungsschicksale während des Zweiten Weltkriegs und die deutsch-polnisch-schlesischen Grenz- und Leidenserfahrungen in den Blick
Die beiden Beauftragten gegen Antisemitismus von Universität und Stadt Münster, Dr. Ludger Hiepel aus der Katholisch-Theologischen Fakultät und Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, haben am KZ-Gedenkort Groß Rosen den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz der Historikerin Gisela Möllenhoff für die Erforschung der jüdischen Familienschicksale während des Zweiten Weltkrieges und der Shoah gewürdigt.
Die 87-jährige, vielfach ausgezeichnete Fachfrau aus Münster hielt während einer ökumenischen Exkursion in Niederschlesien einen Vortrag. Sie beschrieb Beispiele von Flucht, KZ-Haft und Verfolgung, die sie mit Rita Schlautmann-Overmeyer, dem Team der Villa ten Hompel und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster, anderen Personen und Institutionen seit den 1980er Jahren intensiv recherchiert hatte.
Organisiert worden war das unter anderem von der Wolfgang Suwelack Stiftung geförderte Projekt von der Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt Coesfeld Borken unter Leitung von Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder und der Regionalarbeitsgruppe des parteiübergreifenden Netzwerkes „Gegen Vergessen Für Demokratie“ im Münsterland. Auch eine Spurensuche zur Geschichte der jüdischen Gemeinde im früheren Breslau, heute Wrocław, ein Besuch des Edith-Stein-Hauses, der Stiftung Kreisau/Krzyżowa zur Europäischen Verständigung und Gespräche zu deutsch-polnisch-schlesischen Grenz- und Leidenserfahrungen gehörten zum Exkursionsprogramm.
Maßgebliche Unterstützung im Projektverlauf leisteten Renata Bardzik-Miłosz, Dr. Dorota Sula, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Groß Rosen, und ihre Kollegin Renata Paluch, wobei ein Gottesdienst in der künstlerisch ausgestalteten Bahnhofskapelle von Breslau besonderen Eindruck hinterließ.


