Stadt Münster: Villa ten Hompel - Nachbericht zum "Tag des offenen Denkmals"

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Nachbericht zum "Tag des offenen Denkmals"

Großes Interesse am historischen Stadtteilspaziergang rund um die Villa ten Hompel

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Stadtteilspaziergang am Tag des offenen Denkmals

Während die Kollegen beim Münster-Marathon für den guten Zweck schwitzten, lud der Historiker Timm C. Richter am Sonntag, 9. September, im Rahmen des Tags des offenen Denkmals zu einem historischen Stadtteilspaziergang rund um die Villa ten Hompel ein. Wer nicht am Marathon teilnehmen wollte oder konnte, konnte hier einen informativen Nachmittag erleben und die Geschichte der Stadt besser kennenlernen. So haben sich um 14 Uhr bei bestem Wetter rund 70 Interessierte eingefunden, die gemeinsam das Mauritz- und Erphoviertel erkunden wollten und sich dabei auf Spurensuche nach der Zeit des Nationalsozialismus begaben.

Den Beginn machte eine kurze Führung durch die Villa und ein kleiner Überblick über die Arbeit, die hier geleistet wird, sowie die Ausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“, die zeitgleich zur Führung geöffnet war. Anschließend ging es ins Freie und der Zug machte sich auf in Richtung der ehemaligen Villa Schumacher, dem Sitz des Sicherheitsdienstes der SS, und weiter zum ehemaligen Gebäude der Innung der Steinbruchbesitzer, das ab 1935 zur Zentrale der Gestapo für den Gau Westfalen-Nord genutzt wurde. Passend zur Arbeit der Villa ten Hompel konnte bei diesen Stationen auch auf die Rolle der Polizei in diesen Organisationen eingegangen werden.
Im weiteren Verlauf der Führung wurden Spuren des Bombenkriegs erkundet und die Folgen für die Zivilbevölkerung verdeutlicht. Die wahrscheinlich größte Spur ist wohl auch diejenige, die am besten versteckt ist: Es handelt sich um dabei um einen gewaltigen Luftschutzbunker, der heute im Franziskus-Carré integriert und kaum noch als solcher zu erkennen ist.
Gegen Ende der Führung stoppte die Gruppe am Gertrudenhof, von wo aus die Deportationen aus Münster begannen. Dass die Geschichte voller Gegensätze steckt, wurde dann an der letzten Station bewiesen, nämlich mit der Villa ten Hompel selbst, die nicht nur ein Ort der Täter ist, sondern nach dem Krieg auch zu einem Ort der Wiedergutmachung wurde.

Nach gut zwei Stunden war die Spurensuche abgeschlossen und alle konnten mit dem Gefühl, etwas über die Stadt gelernt zu haben, den Rest ihres Sonntags genießen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und hoffen, Sie hatten genauso viel Spaß wie wir. Für alle, die dieses Mal nicht an der Führung teilnehmen konnten, findet am 7. Oktober um 14 Uhr die nächste Führung „Rund um die Villa“ statt.

Text und Foto: Max Dahlmer


 

Zusatzinfos

Kontakt

Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Tel. 02 51/4 92-71 01
Fax 02 51/4 92-79 18



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