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NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland
Brüche und Kontinuitäten in der Bundesrepublik und der DDR
Hans Globke, einer der heftigen Streitfälle zu NS-Nachkriegskarrieren in West und Ost, satirisch gezeichnet 1961 in der Springer-Presse. © Archiv FBI Frankfurt/Main
Wechsel wegen hoher Nachfrage aus der Villa ten Hompel ins Audimax an der Johannisstraße
Hans-Ulrich Thamer blickt am Mittwoch, 18. März, 19 Uhr auf die NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland. Teilnahme an seinem Vortrag ist in Präsenz oder per Zoom möglich / Eintritt frei und ohne Anmeldungen.
„Zweite Karrieren. NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“ ist der kommende Vortragsabend überschrieben nach dem gleichnamigen Buch von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer, der auch als Emeritus zu den gefragtesten Zeithistorikern unserer Region zählt. Wegen des zu erwartenden Andrangs wurde die Veranstaltung aus der Villa ten Hompel ins Audimax der Uni Münster verlegt: Johannisstraße 12 bis 20 lautet die Adresse nahe des Aegidiimarktes und Parkhauses und der Aa-Brücke.
Eine Live-Übertragung per Zoom ist geplant – allerdings nur mit Ton und ohne Frage- oder Chatfunktion. Im Audimax vor Ort kann mitdiskutiert werden unter der Moderation von Andreas Determann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Christliche-Zusammenarbeit in Münster. Weitere Kooperationspartner neben der Gesellschaft und der Villa ten Hompel sind die Kontaktstelle „Studium im Alter“ der Universität Münster, die mit ihrer Geschäftsführerin Dr. Veronika Jüttemann den kurzfristigen Wechsel ins Audimax ermöglichte, das LWL-Institut für Westfälische Regionalgeschichte, das Evangelische Forum Münster, die überparteiliche Vereinigung „Gegen Vergessen Für Demokratie“ im Münsterland und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Westfalen-Lippe. Durch die Zusammenarbeit der Partner*innen kann der Vortrag für Gäste und das „Studium im Alter“ kostenfrei angeboten werden (keine Anmeldung erforderlich). Es empfiehlt sich, frühzeitig Plätze im Hörsaal einzunehmen, 30 bis 45 Minuten vor Beginn des Vortrags. Der Zugang ist barrierearm.
Die meisten Jurist*innen, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen, Publizist*innen, Ärzt*innen und Offiziere, die bis 1945 dem Naziregime treu ergeben waren, konnten in der Nachkriegszeit ihre Karrieren fortsetzen. Immer wieder entfachten Skandale um ehemalige NS-Funktionäre in wichtigen Positionen die Debatte um das braune Erbe in Wirtschaft, Politik und Kultur.
Der Historiker Hans-Ulrich Thamer legte dazu im Jahre 2024 erstmals die vergleichende Überblicksdarstellung vor, die eindrucksvoll in den Feuilletons rezensiert wurde. In der Publikation und dem Vortrag beschreibt er die Strategien und Netzwerke, mit deren Hilfe weite Teile der NS-Elite in der Bundesrepublik und in der DDR ihren Platz behaupten konnten.
Der in den Auseinandersetzungen um die Wehrmachtsausstellungen I und II wegen seiner Versachlichungen der Debatten prominent gewordene Wissenschaftler lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. bis heute der Nationalsozialismus und der europäische Faschismus. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin kuratierte er 2011 zusammen mit Susanne Erpel und Klaus-Jürgen Sembach die Sonderausstellung „Hitler und die Deutschen“.
Zoomlink am Abend live: https://us06web.zoom.us/j/83955378371?pwd=ym8sRBNfyaBWBYpjaf6G4oQpgLczys.1
Meeting-ID: 839 5537 8371
Kenncode: 0fPcmL


