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Wenn die Polizei zur Täterin wird
Ergebnisse eines Workshops zur Geschichte der Polizei im Nationalsozialismus in Ostfriesland
Der Workshop „Polizei im Nationalsozialismus im Ostfriesland“ fand am 12. März 2026 in Aurich statt. Das zentrale Thema war die Eingliederung der Polizei in den Terrorapparat der NS-Regierung und ihre Verbrechen. Ein weiterer Punkt waren die Konsequenzen, die daraus für die Gedenkstätten, die geschichtswissenschaftliche Forschung und die Bildung von Polizist*innen gezogen werden müssen. Auch wurden regionale Quellenbestände und biografische Fallstudien aus Ostfriesland für eine Nutzung in Geschichtsschreibung und Pädagogik diskutiert.
Einer der Referent*innen war Peter Römer, pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel. Er konzentrierte sich auf die Verbrechen der Ordnungspolizei. Diese veranschaulichte er am Beispiel des Polizeibataillons 61 aus Dortmund, das, wie alle Polizeibataillone aus dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens, unter der Leitung der Villa ten Hompel stand. Es nahm unter anderem an der Vertreibung, Ghettoisierung und Ermordung von Jüdinnen*Juden in Polen teil. Jedes zehnte Opfer der Shoah wurde von einem deutschen Polizisten erschossen. Diese Verbrechen wurde teilweise aus der Villa ten Hompel heraus koordiniert.
Autorin: Johanna Konrad, Schülerin der Friedensschule Münster und Tagespraktikantin der Villa ten Hompel zur Berufsfelderkundung
Für weitere, detaillierte Informationen und Ergebnisse lesen Sie den Tagungsbericht von Heiko Suhr


