Stadt Münster: Villa ten Hompel - Zeitzeugengespräch mit Krystyna Budnicka

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Gesten der Versöhnung gehen auch online

"Eine Zeitzeugin hat das Wort"

Porträtfoto

Krystyna Budnicka

„Ich habe überlebt, um heute davon zu erzählen. So kann ich meine Eltern und Geschwister lebendig halten. Denn ich habe kein Grab und keine Fotos, nur meine Erinnerungen.“

Dieser Aufgabe des Erzählens geht Krystyna Budnicka nun schon seit vielen Jahren nach und beeindruckte hiermit am Mittwochabend, den 01.09.2021, in einem Online-Abendforum der Akademie Franz Hitze Haus die Zuschauenden. Nach einigen einleitenden Worten Dr. Christian Müllers, dem Tagungsleiter und Akademiedozenten für Politik, Gesellschaft und Internationales des Franz Hitze Hauses und einem thematischen Einstieg Stefan Querls, stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel und Antisemitismusbeauftragter der Stadt Münster, konnten die Zuschauenden mittels einer Dolmetscherin den Erzählungen Krystyna Budnickas folgen.

Die heutige Ehrenbürgerin Warschaus wurde am 8. Mai 1932 in Warschau als achtes Kind einer strenggläubigen jüdischen Familie geboren und erzählte über ihr Leben und ihre Erfahrungen zur Zeit des Krieges, in dem sie nahezu alle Angehörigen verlor, sowie über ihr Leben als Zeitzeugin und Überlebende. Eine von Frau Dr. Danuta T. Konieczny vom Kolbe-Werk erstellte Präsentation diente den Zuschauenden zudem zur Orientierung. Hiermit konnten beispielsweise animierte Wohnsituationen oder Fluchtwege dargestellt und biographische Daten nachvollzogen werden.

Die abschließende Fragerunde, moderiert von der Studierenden Rahel Thiel, ebenfalls aus der Villa ten Hompel, machte deutlich, wie beeindruckt und berührt viele der Zuschauenden von Frau Budnickas Worten waren. Nicht nur Fragen auf Frau Budnickas Vergangenheit beantwortete diese ausführlich, sondern auch solche zu ihren Gefühlen und Einschätzungen unteranderem zu Glaubensfragen oder aktuellen Entwicklungen in Deutschland und weiten Teilen Europas, bezüglich öffentlich werdender rechter Gewalt und politischen Entwicklungen. Zu letzteren äußerte die Zeitzeugin eine große Beunruhigung und verwies auf einen kritischen Blick und die Wichtigkeit, über Geschichte und Leidenserfahrungen wie die ihrigen zu sprechen. In diesem Schlusston waren sich sowohl Zuschauende als auch Zeitzeugin einig – die Geschichten sollten stets weitergetragen werden und man freue sich auf weitere anregende Gespräche, gern auch in Präsenz!

Ein Großer Dank geht an alle Beteiligten, dem Forum von der Katholisch-Sozialen Akademie in Münster, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, „Gegen Vergessen Für Demokratie“ im Münsterland, dem Geschichtsort Villa ten Hompel und dem Maximilian Kolbe Werk, einer Hilfsorganisation für die Überlebenden in Mittel- und Osteuropa.



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