Stadt Münster: Zuwanderung - Rassismuskritische Arbeit

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Migrationsleitbild

Rassismuskritische Arbeit

Erhebliche Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche, kaum und schlecht bezahlte Arbeitsangebote oder überdurchschnittlich häufige Empfehlungen für Förderschulen: Nur allzu oft werden Menschen aufgrund ihrer nationalen, religiösen oder kulturellen Herkunft diskriminiert. Die rassismuskritische Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums deckt benachteiligende Behandlung von Menschen mit Migrationsvorgeschichte auf. Sie eröffnet Zugänge zu den Regelsystemen und entwickelt in Kooperation mit Akteuren sowie Organisationen ein öffentliches Bewusstsein, um sich aktiv gegen Rassismus zu stellen. Somit leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der gesellschaftlichen Teilhabe aller in der Kommune.

Die rassismuskritische Arbeit erfährt immer höhere und zentrale Bedeutung. Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) hat im Februar 2019 das Arbeitspapier "Denkanstöße für eine rassismuskritische Perspektive auf kommunale Integrationsarbeit in den kommunalen Integrationszentren – Ein Querschnittsthema" herausgegeben. Es enthält grundlegende und wissenschaftliche Ausführungen sowie Berichte aus der praktischen rassismuskritischen Arbeit der KI Münster, StädteRegion Aachen, Bonn und Bielefeld.

Netzwerk Rassismuskritik in Münster

Das Kommunale Integrationszentrum arbeitet in der Rassismuskritik mit vielen Kooperationspartnern zusammen. Das stadtgesellschaftliche Engagement ist groß. Beispielhaft sind der regelmäßige fachliche Austausch in Workshops und die starke Beteiligung an den jährlichen Münsteraner Wochen gegen Rassismus zu nennen.

Das Kommunale Integrationszentrum hat im September 2017 die Akteure der rassismuskritischen Arbeit – unter anderem Hochschulen, Polizei und weitere Behörden sowie Beratungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Migrantenselbstorganisationen und Initiativen – zur Gründung eines Netzwerks eingeladen.

Das Netzwerk Rassismuskritik in Münster soll

  • eine dauerhafte, stabile rassismuskritische Arbeit in Münster ermöglichen,
  • eine kontinuierliche öffentliche und politische Debatte anregen,
  • den Blick für das Thema Rassismus schärfen,
  • ein gegenseitiges Voneinander-Lernen der Mitglieder des Netzwerks ermöglichen,
  • Forum für die intensive Bearbeitung einzelner Themen mit wissenschaftlicher Expertise sein.

Die Multiprofessionalität und Vielfalt der beteiligten Institutionen ermöglicht einen umfassenden fachlichen Austausch mit unterschiedlichen Perspektiven.

Das Kommunale Integrationszentrum lädt vierteljährlich zu den Netzwerktreffen ein. In der dritten Sitzung im April 2018 wurde als erster inhaltlicher Schwerpunkt "Bekämpfung von Rassismus durch Bildung und Erziehung" vereinbart. Sowohl interne, in die Institutionen gerichtete als auch öffentliche Maßnahmen sind vorgesehen.

Kooperation Beratungsstelle Wegweiser

Gemeinsam mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales hat das Kommunale Integrationszentrum ein Netzwerk gegründet, das die Einrichtung einer Anlauf- und Beratungsstelle für gewaltbereiten Salafismus vorbereitet, kommuniziert und handlungsleitende Rückmeldungen zur Trägerausschreibung und personellen Besetzung gab. 2016 hat die Beratungsstelle Wegweiser ihre Arbeit aufgenommen. Die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums ist Mitglied im Beirat.

Mit folgenden Akteuren kooperieren wir:

  • Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster (mobim)
  • NRWeltoffen (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen)
  • Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW)
  • Netzwerk Gewaltprävention und Konfliktregelung Münster
 

Zusatzinfos

Kontakt

Andrea Reckfort
Tel. 02 51/4 92-70 80