Wochen gegen Rassismus 14. bis 29. März 2026
© Stadt Münster
Die verschärften globalen Krisen und Konflikte machen den Zusammenhang verschiedener Benachteiligungen noch stärker sichtbar. Die alltäglichen Herausforderungen für geflüchtete, migrantisierte, Schwarze Menschen, Muslim*innen, Jüdinnen*Juden und People of Color, die soziale Ungleichheit und strukturelle Hürden nehmen zu.
Münster hat sich unter anderem im Migrationsleitbild und durch die Mitgliedschaft in der „European Coalition of Cities Against Racism“ (ECCAR) dazu verpflichtet, rassistische Strukturen abzubauen und rassismuskritische Impulse zu setzen. Die eigene und gemeinsame Auseinandersetzung mit Rassismus ist und bleibt wichtig.
Wir laden Sie ein, die Wochen gegen Rassismus mit Veranstaltungen bewusst zu nutzen!
Auftaktveranstaltung
Die Auftaktveranstaltung für die Wochen gegen Rassismus 2026 findet am Samstag, 14. März, ab 11 Uhr in der Stadtbücherei statt.
Folgende Programmpunkte erwarten Sie:
- Begrüßung durch Natalia Vaas (Vorsitzende Ausschuss Chancengerechtigkeit und Integration)
- Begrüßung Frau Zeller
- Vorstellung der Juryarbeit (Dr. Cyril Brandt)
- Impulsvortrag durch Prof. Dr. Laing
- gemeinsamer Wechsel in den Zeitungssaal
Moderation der gesamten Veranstaltung: Elvira Aivazi
Anmeldung für einen Sitzplatz per Mail an Balazs@stadt-muenster.de
Geförderte Veranstaltungen
Der andere Rassismus: Schwarze Muslime im Islam
@Haus der Familie, Münster
Ziel dieser Veranstaltung ist es, antischwarzen Rassismus als spezifische Form von Diskriminierung sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren – insbesondere im
Kontext muslimischer Communities.
- Veranstaltende: Amina Fodi Souleymane
- Wann: 25. März 2026, 17 bis 19.15 Uhr
- Wo: Haus der Familie Münster, Krummer Timpen 53
- Zielgruppe: Interessierte Jugendliche und Erwachsene
- Anmeldung: per Email fbs-muenster@bistum-muenster.de, per Tel. 02 51-41 86 60
Worin unsere Stärke besteht... Rom*nja in der PRIMUS-Schule Berg Fidel - Geist
Schule gegen institutionellen Antiziganismus
„In Ausschwitz vergast - bis heute verfolgt“, so heißt ein Buch über die Situation der Sinti*ze und Rom*nja in Deutschland. Wir müssen zuerst auf die Vergangenheit schauen und beginnen mit dem Völkermord im Hitler-Faschismus. Nach Ende des Krieges werden NS-Täter in der Regel nicht bestraft, sondern teilweise noch befördert. Sie und ihre Nachfolger setzen in Behörden, Schulen und anderen Institutionen die Kriminalisierung und Diskriminierung fort.
Bis heute sind viele Familien betroffen von der „organisierten und systematischen Unterminierung rechtsstaatlich verfasster Strukturen“ (Kommission Antiziganismus des Bundesinnenministeriums, 2021).
Wie kann Schule sich dagegen wehren und welche schulischen Strukturen brauchen die Kinder und Jugendlichen? Wie kann z.B. Klassenrat den Rassismus verhindern? Diese Fragen werden am Beispiel der PRIMUS-Schule Berg Fidel - Geist beantwortet.
- Veranstaltende: Dr. Reinhard Stähling, PRIMUS-SCHULE Berg Fidel
- Wann: 17. März, 18–20 Uhr
- Wo: PRIMUS-Schule, Berg Fidel, Hogenbergstr. 160, 48153 Münster (Küchen-Gebäude oben)
Fußball ohne Rassismus - Workshop für LehrerInnen der Partnerschulen
@SC Preußen Münster, Simona Kolbow
Dozentin und Lehrerin Mona Kolbow arbeitet an einer der Partnerschulen des Vereins. Seit Beginn 2025 läuft das Projekt "Fußball ohne Rassismus" im Unterricht. Dieser Workshop soll Inhalte zum Projektunterricht vermitteln mit Inputphasen und handlungsorientierten Methoden, um Multiplikatoren für das Projekt zu gewinnen
- Veranstaltende: SC Preußen Münster und Dozentin Mona Kolbow
- Wann: 19.3.2026 ab 13.30 Uhr (Beginn des Workshops 14 Uhr)
- Wo: Heimathafen Lounge in LWM Preußenstadion
- Zielgruppe: LehrerInnen der Partnerschulen
- Anmeldung: nur nach vorheriger Einladung durch den Verein
Workshop antislawischer Rassismus
@Jennifer Mazur
In diesem Workshop beleuchten wir die Wirkmechanismen des antislawischen Rassismus. Wir widmen uns dem historischen Kontext und heutigen Ausprägungsformen, hinterfragen eigene Stereotype und entwickeln einen souveränen Umgang mit der Diskriminierungsform.
- Veranstaltende: Jennifer Mazur
- Wann: 28. März 2026, 10 bis 15 Uhr (inkl. Pausen)
- Wo: Räumlichkeiten des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration, Stadthaus 2, Ludgeriplatz 2-4, 48151 Münster
- Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Er findet in deutscher Lautsprache statt.
- Anmeldung: per E-Mail an workshop.ms@web.de
Aus der Jugendseele sprechen – Mit Literatur ins Radio
© Stadt Münster
Das Projekt „Aus der Jugendseele sprechen – Mit Literatur ins Radio“ stärkt Jugendliche in ihrer Selbstwirksamkeit, Ausdrucksfähigkeit und Medienkompetenz. Durch die Verbindung von Literatur, Sprache und Radioarbeit setzen sich die Teilnehmenden mit Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Diskriminierung und Vielfalt auseinander und bringen ihre Perspektiven öffentlich zur Sprache.
Das Projekt folgt einem partizipativen Ansatz: Inhalte und Themen entstehen aus den Interessen und Erfahrungen der Jugendlichen selbst. Sie übernehmen aktive Rollen als Autorinnen, Interviewerinnen, Redakteurinnen und Moderatorinnen.
- Veranstaltende: Radio Kaktus Münster e.V.
„Farben in Harmonie – Vielfalt sichtbar machen“
Ebru-Workshop im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026
© Münsterland Bildungs- und Kulturzentrum Münsterland Bildungs- und Kulturzentrum
Der kreative Ebru-Workshop (Kunst auf dem Wasser) bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. In der Ebru-Kunst bewegen sich Farben nebeneinander auf dem Wasser, berühren sich und bleiben dennoch sichtbar – ein schönes Symbol für Vielfalt und ein harmonisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Die Teilnehmenden lernen die Grundlagen dieser traditionellen Kunstform kennen und gestalten eigene Werke. In einer offenen und freundlichen Atmosphäre mit entspannter Musik, Getränken und kleinen Snacks entstehen Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben von Vielfalt.
- Veranstaltende: Münsterland Bildungs- und Kulturzentrum e.V. (MüBiKult)
- Wann: 28. März, 11–15 Uhr
- Wo: WeBiKul e.V. – Albrecht-Thaer-Str. 10, 48147 Münster
- Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationsgeschichte. Kinder bis einschließlich neun Jahren nehmen gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson teil.
- Ab zehn Jahren ist eine selbstständige Teilnahme möglich.
- Die aktive Teilnahme am Workshop ist auf 20 Personen begrenzt.
- Anmeldung: Anmeldung bis 23. März per E-Mail an: info@mubikult.de
- Die Teilnahme ist kostenfrei.
- Hinweis: Die Räumlichkeiten sind nicht barrierefrei.
Workshop „Teilen, Erkennen, Stärken – Erfahrungen und kreative Solidarität gegen Rassismus“
@Aylin Evelyn & Edanur Tanriverdi
Der Workshop schafft einen geschützten Raum, in dem Erfahrungen mit Alltagsrassismus reflektiert und in größere gesellschaftliche Zusammenhänge eingeordnet werden können. Individuelle Erlebnisse werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Ausdruck struktureller Machtverhältnisse verstanden.
Im Mittelpunkt stehen Empowerment aus der Perspektive von Betroffenen, die Stärkung von Resilienz sowie die gemeinsame Entwicklung solidarischer Handlungsmöglichkeiten. Durch interaktive Methoden und einen moderierten Austausch werden Teilnehmende darin unterstützt, ihre eigenen Handlungsspielräume zu erkennen und Solidarität als kollektive Praxis zu erfahren.
- Veranstaltende: Aylin Evelyn & Edanur Tanriverdi
- Wann: 28. März von 13 bis 17:45 Uhr
- Wo: Der Paritätische Münster, Dahlweg 112, 48153 Münster (barrierefrei)
- Zielgruppe: insbesondere BiPoC, Geflüchtete, Menschen mit Migrationsgeschichte, LGBTQIA+ Personen sowie Menschen mit Behinderungen. Auch Personen ohne eigene Rassismuserfahrung, die sich mit strukturellen Dimensionen von Rassismus auseinandersetzen und ihre Perspektiven reflektieren möchten, sind willkommen.
- Anmeldung: per E-Mail an eda.aylin.workshop@gmail.com
Voices of us - Sound der Vielfalt
© Stadt Münster
Die Zielgruppe des Projekts sind Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen und verschiedenen Religionen, Kulturen und sozialen Lebenslagen angehören. Viele der Teilnehmenden haben eigene Flucht- und Migrationserfahrungen, sind von Armut bedroht oder betroffen und erleben in ihrem Alltag – teils auch in unserer Einrichtung – unterschiedliche Formen von Alltagsrassismus, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung.
Das Projekt knüpft bewusst an diese Erfahrungen an und stellt die Perspektiven der Betroffenen in den Mittelpunkt. Ziel ist es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem die Kinder und Jugendlichen sich aktiv einbringen, ihre Erfahrungen reflektieren und sich gegenseitig stärken können. Dabei werden unterschiedliche Diskriminierungsformen berücksichtigt, insbesondere anti-muslimischer Rassismus und anti-Schwarzer Rassismus. Mehrfachzugehörigkeiten und -diskriminierungen (z. B. aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sozialer Lage) werden dabei sensibel mitgedacht.
Im Fokus des Projekts stehen:
• die Thematisierung verschiedener Formen von Rassismus, • die Sensibilisierung für rassismuskritisches und diskriminierungssensibles Verhalten, • Empowerment-Möglichkeiten für von Rassismus betroffene Kinder und Jugendliche durch Anknüpfung an ihre Lebenswelten, • die Stärkung von Selbstwertgefühl, Zugehörigkeit und Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierung.
- Veranstaltende: Kinder- und Jugendzentrum New York (CVJM Münster)
- Wann: 24.03. - 28.03.2026, 16-20 Uhr
- Wo: Kinder- und Jugendzentrum New York, Wiegandweg 36, 48167 Münster (barriefrei erreichbar)
- Zusätzlich: Besuch eines Konzerts im Skaters Palace am 26.03.2026
- Zielgruppe: Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen und verschiedenen Religionen, Kulturen und sozialen Lebenslagen angehören. Viele der Teilnehmenden haben eigene Flucht- und Migrationserfahrungen, sind von Armut bedroht oder betroffen und erleben in ihrem Alltag – teils auch in unserer Einrichtung – unterschiedliche Formen von Alltagsrassismus, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung.
- Anmeldung: keine Anmeldung nötig
In Welten treten
@Crosspäd
„In Welten treten“ ist eine partizipative Rauminstallation in der B-Side in Münster, die im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfindet. In künstlerisch gestalteten Erfahrungsräumen setzen sich Besucher*innen mit den miteinander verflochtenen gesellschaftlichen Themen Rassismus, Krieg, Umweltzerstörung und Stadt auseinander. Die Installation verbindet künstlerische Raumdramaturgie mit rassismuskritischer Bildungsarbeit und lädt dazu ein, eigene gesellschaftliche Positionierungen zu reflektieren sowie strukturelle Machtverhältnisse sichtbar zu machen.
Zum Abschluss der Ausstellung findet am 29. März 2026 eine Finissage mit kurzer künstlerischer Show, Künstler*innenführung und Gespräch statt. Die beteiligten Künstler*innen stellen ihre Arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Führung vor und geben Einblicke in ihre Ansätze, Entstehungsprozesse und inhaltlichen Perspektiven. Die Show eröffnet die Finissage als performativer Auftakt und greift zentrale Themen der Installation künstlerisch auf.
Im Anschluss sind Besucher*innen eingeladen, Fragen zu stellen und in einen offenen Austausch mit den Künstler*innen zu treten.
- Veranstaltende: CrossPäd e.V.
- Wann:14.–29. März 2026 (zwei Wochen öffentlich zugänglich)
- Wo: B-Side Münster
Bewerben von Veranstaltungen
Ob gefördert oder nicht: Tragen Sie Ihre Veranstaltung gerne in den Veranstaltungskalender der Stadt Münster ein und verwenden dabei den Untertitel „Wochen gegen Rassismus“.
Veranstaltungskalender
Zusätzlich können Sie den zentralen Kalender der Internationalen Wochen gegen Rassismus nutzen:
stiftung-gegen-rassismus.de/veranstaltung-einreichen
Andere Veranstaltungen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus
Samstag, 14. März:
15.30–17.30 Uhr: Lesung junger Stimmen, GGUA e.V. Mehr Informationen zu „Lesung junger Stimmen“
Freitag, 20. März:
16 Uhr: Zwischen Herkunft und Zukunft: Entscheidungen treffen trotz innerer Zerrissenheit, Kompanera. Mehr Informationen zu „Zwischen Herkunft und Zukunft“
Samstag, 21. März
20 Uhr: One World Lounge - Fusion Potpourri #3, Hosted by NIKI Dilka - in Zusammenarbeit mit B-Side Kultur e.V. Mehr Informationen zu „One World Lounge“
Donnerstag, 26. März
18-20 Uhr: Was schützt uns vor Diskriminierung? - Gespräch mit Expert*innen, eine Veranstaltung der GRÜNEN Münster Mehr Informationen zu „Was schützt uns vor Diskriminierung?“
Freitag, 27. März:
16–18 Uhr: Blickwinkel erweitern - Workshopangebot zum Thema Flucht, GGUA e.V. Mehr Informationen zu „Blickwinkel erweitern“


