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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Aktuelle Meldungen
Sommerschließzeit: Vom 27. Juli bis 23. August 2026 bleibt die Villa ten Hompel für den Publikumsverkehr geschlossen. Das Büro ist in dieser Zeit nur eingeschränkt erreichbar.
Eine Biographie aus dem Baltikum als Beweis für Mut in den unterschiedlichen Zeitläuften.
Münster trauert um Marģers Vestermanis, der als Zeitzeuge im Alter von 100 Jahren starb
Interessiert verfolgte der Zeitzeuge die Entwicklung der Villa ten Hompel seit 1999 zum Geschichtsort. Hier dessen Leiter Stefan Querl bei einem Besuch in seiner Rigaer Wohnung zum Interview im Jahre 2023. © Archivfoto: Dr. Franz Schemmer
Trauer in der Villa ten Hompel, in Münster und im Münsterland um Marģers Vestermanis. Der durch Filme, Interviews und Reportagen weltberühmte, mit Westfalen eng verbundene Zeitzeuge, der als lettisch-jüdischer Widerstandskämpfer in Wäldern die Shoah überlebt und sich nach Kriegsende nachhaltig für die Erinnerungskultur im Baltikum engagiert hatte, verstarb am Donnerstag, 30. Juli, im Alter von 100 Jahren. Das teilten das Auswärtige Amt in Berlin und verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen in Europa zeitlich parallel mit.
Münster und dem Münsterland stand Marģers Vestermanis besonders nahe durch Verbindungen zum früheren bündnisgrünen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei, zur Kriegsgräberfürsorge, der Wolfgang Suwelack-Stiftung in Billerbeck und stets seit Gründung des Geschichtsortes 1999 zur Villa ten Hompel in Münster, dessen Leiter Stefan Querl ihn mehrfach in Riga aufgesucht hatte als Holocaust-Überlebenden. Für die Stadt Münster, das KZ-Opfer- und NS-Verfolgten-Hilfswerk Maximilian Kolbe der katholischen Kirche und die Billerbecker Stiftung, die sich das Vermächtnis der NS-Verfolgten im Baltikum besonders zu eigen macht.
Die Ausstellung neu entdecken
Das Eldorado in der Motzstraße Ecke Kalckreuthstraße, Berlin 1932 © Bundesarchiv
Themenspezifische Rundgänge durch die Dauerausstellung jetzt regulär buchbar
Neben dem klassischen Rundgang durch die Dauerausstellung "Geschichte - Gewalt - Gewissen" bietet das Team der Villa ten Hompel seit Längerem verschiedene themenspezifische Rundgänge an. Diese sind jetzt auch für Gruppen buchbar. Anknüpfend an die Inhalte der Dauerausstellung werden in den Rundgängen Antiziganismus, queeres Leben und Familiengeschichte im Nationalsozialismus und darüber hinaus behandelt.
Die Rundgänge werden ab dem 1. September 2026 angeboten. Buchen können Sie sie jetzt schon.
Ideen und Impulse aus Münster für neuen Erinnerungsort in Endenich
Stefan Querl, hier in der temporären Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn 2024 © Anne Wirz
Rat der Stadt Bonn beruft Stefan Querl in den Beirat für das geplante NS-Dokumentationszentrum
Der Rat der Stadt Bonn hat den Leiter der Villa ten Hompel und Beauftragten gegen Antisemitismus der Stadt Münster, Stefan Querl, in den wissenschaftlichen Beirat der neu entstehenden Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrums für die frühere Bundeshauptstadt am Rhein berufen. Geplant ist dort in Endenich ein Erinnerungsort mit Dauerausstellung in den Wirtschaftsräumen des ehemaligen Benediktinerinnen-Klosters Mariahilf. Es wurde 1941 von der Geheimen Staatspolizei beschlagnahmt und als Ghetto-Lager mit aufgezwungener jüdischer Selbstverwaltung genutzt, wie es in einer Bonner Pressemitteilung heißt. Stefan Querl ist für das Fach Zeitgeschichte Lehrbeauftragter an den Universitäten in Bonn und Münster sowie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig. Die Arbeit an der Konzeption für innovative Zugänge und nachhaltige Vermittlungsideen wird von den insgesamt neun Fachleuten im Beirat aus dem gesamten Bundesgebiet unentgeltlich geleistet. Am 24. Juni 2026 tritt das Gremium erstmalig zusammen.
Volo Camp Nordrhein-Westfalen 2026
Die Teilnehmer*innen des Volo-Camps NRW 2026 © Museumsverband Nordrhein-Westfalen
Weiterbildung und Vernetzung in der Akademie der kulturellen Bildung Remscheid
Anfang Juni 2026 trafen sich Volontär*innen aus ganz Nordrhein-Westfalen in der Akademie der kulturellen Bildung in Remscheid, um sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinsam weiterzubilden. Auch unsere wissenschaftliche Volontärin Hannah Voß war mit dabei.


