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Auftaktveranstaltung: Code of Conduct
Code of Conduct (Verhaltenskodex) das Awareness Kollektiv
Die Veranstaltung 12. Münsteraner Wochen gegen Rassismus soll ermöglichen gemeinsam in den Austausch zu kommen und voneinander zu lernen. Hierzu möchten wir das Code of Conduct (Verhaltenskodex) vorstellen. Dies ist als Awarenesspapier zu verstehen.
Der englische Begriff Awareness bedeutet Bewusstsein und meint einen achtsamen Umgang miteinander. Dies wird zur Vorbeugung von Diskriminierungen und Reflexion von Machtverhältnissen genutzt. Mit Hilfe von Awarness-Konzepten sollen Verletzungen vermieden werden. So sollen Veranstaltungen für alle Interessierten und Teilnehmenden zugänglich und erlebbar machen.
Für eine wertvolle und achtsame Veranstaltung möchten wir Sie auf folgende Punkte aufmerksam machen:
- Sprache ist machtvoll: Das heißt, Wörter haben Wirkung. Sie können Personen verletzen und diskriminieren. Deshalb laden wir Sie ein,
- Ihre Sprache bewusst zu wählen, wenn Sie Personen oder konstruierte Gruppen beschreiben oder benennen,
- sich zu überlegen, welche persönlichen Fragen Sie bekannten und unbekannten Personen zu ihrer Identität stellen,
- Selbstbezeichnungen zu nutzen: d. h. Personen, die Rassismuserfahrungen machen, entscheiden selbst, wie sie bezeichnet werden möchten. Einige sind zum Beispiel Schwarze Menschen, People of Color, Sinti*zze und Romn*ja. Hier finden Sie ein Glossar zu verschiedenen Begriffen: www.idaev.de/recherchetools/glossar/,
- nach den Personalpronomen zu fragen, denn das (gewählte) Geschlecht eines Menschen ist nicht unbedingt äußerlich zu erkennen. Hier finden Sie ein Glossar zu geschlechtlicher Vielfalt und Pronomen: https://www.ngvt.nrw/Glossar.
- Ihr Verhalten ist machtvoll: Das heißt, ihre Handlungen haben Auswirkungen auf anwesende Personen. Deshalb laden wir Sie ein,
- konstruktive Aussagen zu tätigen sowie beim Thema zu bleiben,
- aktiv zu zuhören und andere ausreden zu lassen,
- auf Ihre Redeanteile zu achten,
- die Privatsphäre der Teilnehmenden zu achten,
- offen für unterschiedliche Perspektiven zu sein,
- Kritik konstruktiv zu formulieren und offen für Feedback zu sein,
- Generalisierungen zu vermeiden,
- für sich selbst zu sprechen,
- anzuerkennen, dass Deutsch nicht die Erstsprache für alle Anwesenden ist,
- bei Unklarheiten nachzufragen, anstelle von Annahmen zu tätigen.
Unterstützung während der Veranstaltung
Die Veranstaltung findet in einem öffentlichen Raum statt. Verletzungen können somit nicht ausgeschlossen werden. Sollten Sie während der Veranstaltung das Bedürfnis haben, den Raum zu verlassen, haben wir Verständnis dafür. Das Awareness-Kollektiv unterstützt die Veranstaltung durch Ansprechpersonen (Hacer (keine Pronomen) und Miki (sie/ihr)) für Awareness mit unterschiedlichen Positionierungen. Diese sind anwesend und für Sie verfügbar. Die Personen werden zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt. Sie erkennen die Personen an einem schwarzen T-Shirt mit einer bunten Aufschrift [Awareness-Kollektiv]. Während der Veranstaltung können Sie die Awareness-Personen gerne direkt mit Ihrem Anliegen ansprechen.
Alternativ ist das Awareness-Team über folgende Handy-Nummer erreichbar: 01 76/38 74 78 51, info@awareness-kollektiv.de.


