Seiteninhalt
Internationales, Europa und Städtepartnerschaften
Münster ist eine Stadt, die nicht nur als Oberzentrum des Münsterlandes Beachtung findet, sondern sich auch auf dem internationalen und insbesondere dem europäischen Parkett positioniert hat. Teilweise seit Jahrzehnten pflegt die Stadt Münster intensive Beziehungen zu Kommunen weltweit. Zehn Städtepartnerschaften (York, Orléans, Kristiansand, Monastir, Rishon LeZion, Fresno, Rjasan, Mühlhausen, Lublin, Enschede), drei Klimapartnerschaften (Rochester, Monastir und Bologna), eine Projektpartnerschaft mit Tamale in Ghana und eine Solidaritätspartnerschaft mit Winnyzja (Ukraine) ist Münster im Verlauf der Jahre eingegangen. Hinzu kommen eine Patenschaft mit Braniewo/Polen sowie eine Partnerschaft zwischen Münster-Hiltrup und der französischen Stadt Beaugency. Jede Partnerschaft wird aktiv gelebt und zwar sowohl dank des bürgerschaftlichen Engagements als auch der Arbeit im Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster.
Außerdem ist die Stadt Münster in europäischen Netzwerken aktiv, zum Beispiel bei EUROCITIES, dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas, der EUREGIO, MONT, CNC100, ICLEI, Covenant of Mayors. Durch die Mitarbeit in diesen Netzwerken beteiligt sich die Stadt Münster aktiv an der Gestaltung Europas und tauscht sich gleichzeitig mit anderen Kommunen über bestehende Herausforderungen, Probleme und deren Lösungen aus.
Abgerundet wird die internationale Arbeit der Stadt Münster durch Fachbesuche aus aller Welt und internationalen Projektkooperationen. Zudem sind im Büro Internationales die Geschäftsstelle für kommunale Entwicklungszusammenarbeit sowie das Themengebiet "Fairtrade" angesiedelt.
Aktuelles
Besuch aus Rishon LeZion in Münster
Annette ben Shachar, Leiterin des Büros Internationales aus Münsters Partnerstadt Rishon LeZion, war anlässlich des Festabends „60 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“ zu Gast in Münster.
Der Aufenthalt bot zugleich Gelegenheit, gemeinsame Projekte voranzubringen und bestehende Kontakte zu vertiefen: So wurden erste Schritte für eine Kooperation zwischen der Stadtbücherei Münster und der Bibliothek in Rishon LeZion vereinbart. Auch das Kunstprojekt „Between Fences“ mit dem Gymnasium Paulinum wurde weiterentwickelt – mit dem Ziel, im Frühjahr Schülerinnen und Schüler aus Rishon LeZion sowie der Beduinenstadt Ka’abbiye in Münster begrüßen zu können.
Israelischer Botschafter im Friedenssaal
Oberbürgermeister Tilman Fuchs hat am Montag, 17. November, Ron Prosor, israelischer Botschafter in Deutschland, im Friedenssaal im Historischen Rathaus empfangen. Anlass für den Besuch war das 60-jährige Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland in diesem Jahr. Am Abend nahm der Botschafter außerdem an einem Konzertabend im Erbdrostenhof teil, zu dem die Stadt anlässlich des Jubiläums gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (AG Münster) eingeladen hatte.
Münster und Bologna mit Deutsch-Italienischem Städtepartnerschaftspreis ausgezeichnet
Die Städte Münster und Bologna sind mit dem Deutsch-Italienischen Städtepartnerschaftspreis 2025 ausgezeichnet worden. Bürgermeisterin Angela Stähler nahm den Preis am Samstag, 15. November, im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella entgegen. Münster und Bologna sind seit 2020 in einer Klimapartnerschaft verbunden und hatten sich mit einem gemeinsamen Projekt mit dem Titel „PIE – People in Europe“ für den Preis beworben.
Austausch zu Wasserversorgung
Eine siebenköpfige Delegation aus Münster ist seit Sonntag, 9. November 2025, in Münsters Projektpartnerstadt Tamale in Ghana zu Gast. Im Rahmen der Partnerschaft hatte die Stadt Tamale Unterstützung von Expertinnen und Experten aus Münster angefragt, um die unzureichende Wasserversorgung im Stadtteil Wamale langfristig zu verbessern.
Finanziert wird der Austausch über das Projekt „Kommunaler Fachaustausch NRW – Ghana“ mit Bundesmitteln sowie mit Unterstützung der Hans und Hanna Velthuysen Stiftung.
Norwegische Auszubildende zu Gast in Münster
Im Rahmen des Erasmus+ Programms begrüßte erstmals die Stadt Münster Auszubildende aus der norwegischen Partnerstadt Kristiansand. Die angehenden Erzieher*innen sammelten während ihres Aufenthalts vom 28. Oktober bis zum 07. November wertvolle praktische Erfahrungen in städtischen Kitas und OGS-Betreuungen und erhielten Einblicke in die pädagogische Arbeit vor Ort.
Der internationale Austausch wurde vom Büro Internationales und dem Ausbildungsteam des Personal- und Organisationsamtes organisiert und bietete allen Beteiligten die Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen und die berufliche Ausbildung in einem europäischen Kontext zu erleben.
Austausch über Wasser- und Energiemanagement: Delegation aus Münster in Fresno
Eine vierköpfige Delegation der Stadtverwaltung ist seit Dienstag, 28. Oktober, in Münsters US-amerikanischer Partnerstadt Fresno in Kalifornien zu Gast. Im Fokus der Reise steht ein Austausch zu den Themen Klimaanpassung und Energieeffizienz mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Fresno und weiteren Expertinnen und Experten aus der Region. Der Fachaustausch zwischen Fresno und Münster findet im Rahmen des Urban Diplomacy Exchange statt. Der Urban Diplomacy Exchange wird von Engagement Global und seinen Dienstleistungsagenturen in Zusammenarbeit mit dem Deutsche Städte- und Gemeindebund im Auftrag des Auswärtigen Amtes durchgeführt.
Offizielle Pressemitteilung
Internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung
Zwei Kolleginnen aus unserer norwegischen Partnerstadt Kristiansand waren im September 2025 zu Gast in Münster. Ziel des Besuchs war es, die Zusammenarbeit im Bereich Erasmus+ Berufsbildung zu intensivieren und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt stand der Austausch über die verschiedenen Ausbildungssysteme. Ein Fokus lag weiterhin auf der Altenpflege und den Einsatz von Welfare Technology, damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben können.
65 Jahre gelebte Städtefreundschaft
Seit 1960 verbindet Münster und Orléans eine der ältesten deutsch-französischen Städtepartnerschaften, die heute ein lebendiges Beispiel für europäische Verbundenheit ist. Über Jahrzehnte hinweg haben Bürger*innen beider Städte durch Schulaustausche, kulturelle Projekte und persönliche Begegnungen Brücken gebaut. Auf Verwaltungsebene machen gemeinsame Projekte wie die Teilnahme am Deutsch-Französischen Freiwilligendienst, Fachaustausche oder Hospitationen die Städtepartnerschaft resilient für die Zukunft.
Unser gemeinsames Ziel: den europäischen Gedanken mit Leben zu füllen und die Freundschaft für kommende Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Offizielle Pressemitteilung


