Stadt Münster: Tiefbauamt - Abwasser

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Abwasser

Münster – Lyon und zurück. Das ist die Gesamtlänge der Abwasserkanäle in Münster. Über 1.700 Kilometer lang ist das unterirdische Kanalnetz. Es umfasst die Regenwasser-, Schmutzwasser- und Mischwasserkanäle.
Aufgrund des geringen Gefälles im Stadtgebiet sind rund 100 Pumpwerke über die Stadt verteilt, damit das Abwasser auch an seinem Ziel ankommt. Über Druckrohrleitungen wird das schmutzige Wasser zu den Kläranlagen transportiert. Neben der Hauptkläranlage in Coerde betreibt die Stadt Münster weitere vier Nebenkläranlagen.

98 Prozent aller Grundstücke sind in Münster an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen. Darüber hinaus gibt es noch etwa 1.200 Kleinkläranlagen und circa 90 abflusslose Gruben, beispielsweise auf Bauernhöfen, in Streusiedlungen und Kleingartenanlagen.


Die Entwässerungssatzung

Um den hohen Standard unserer Abwasserbeseitigung zu halten, sind klare Spielregeln erforderlich. Erst recht bezüglich der Stoffe, die selbst die beste Technik kaum bewältigen kann, wie gefährliche Schwermetalle, Lösungsmittel oder chlorierte Verbindungen.
Grundsätzlich sind Aufgaben und Pflichten der Abwasserbeseitigung im Wasserhaushaltsgesetz und im Landeswassergesetz festgelegt.
Das öffentlich-rechtliche Nutzungsverhältnis zwischen der Stadt Münster und ihren Kunden regelt die Entwässerungssatzung:



Neun Fotos zeigen, wo und wie Abwasser entsteht: ein Kind fährt mit dem Rad durch eine Pfütze, Blick auf eine grüne Wiesen mit Bäumen und einem Fluss, die Hauptkläranlage von oben, Regenwasser fließt in einer Regenrinne entlang, ein Betonbauwerk für Regenwasser wird mit Hilfe eines Krans im Erdreich eingebaut, der Aasee von oben ...

Abwasserbeseitigungskonzept

Abwasserbeseitigungskonzept

Die Stadt Münster schreibt seit 1984 in regelmäßigen Abständen gemäß den wassergesetzlichen Verpflichtungen das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) fort. Die 7. Fortschreibung wird dem Rat im Mai zur Beschlussfassung vorgelegt. Ziel ist eine möglichst geringe Beeinflussung des natürlichen Wasserkreislaufs. Die Investitionsschwerpunkte basieren auf der Annahme einer weiter wachsenden Stadt und den steigenden Anforderungen an Entwässerungsanlagen auf Grundlage der Klimaveränderungen. Die Gesamtinvestitionen für den Zeitraum bis 2026 umfassen 356 Millionen Euro.

Das ABK führt alle Pflichtmaßnahmen der Stadtentwässerung (Abwasserreinigung /-ableitung) auf und enthält auch ein Niederschlagswasserbeseitigungskonzept. Übergeordnetes Ziel der Stadtentwässerung ist eine möglichst geringe Beeinflussung des natürlichen Wasserkreislaufs. Seit 1984 wurden in Münster beispielsweise Kläranlagen ausgebaut, Streusiedlungen an das Abwassernetz angeschlossen, bauliche und hydraulische Kanalsanierungen sowie Maßnahmen für die Regenwasserbehandlung vorgenommen.



 

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Peter Krekeler
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