Stadt Münster: Tiefbauamt - Barrierefreies Bauen

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Barrierefreies Bauen

Projekte in Münster

Die Stadt Münster bemüht sich seit mehr als 20 Jahren, den Mobilitätsbedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerade auch im Stadtverkehr gerecht zu werden.
Bauliche Maßnahmen im Straßenraum ermöglichen Personen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen eine aktive und von fremder Hilfe möglichst unabhängige Teilnahme am öffentlichen Leben und bieten ganz nebenbei allen Verkehrsteilnehmern mehr Lebensqualität durch ein Design für Alle.
Wenn berücksichtigt wird, dass im weiteren Sinne Kleinkinder, ältere Menschen sowie vorübergehend Erkrankte zum Personenkreis der Mobilitätseingeschränkten gehören, so hat diese Gruppe in der Bevölkerung einen Anteil von einem Drittel. Bedingt durch den demographischen Wandel rückt die leichte Zugänglichkeit und bequeme Nutzbarkeit von Produkten, Dienstleistungen und der gestalteten Umwelt zunehmend in den Mittelpunkt.

Zu den Hilfen einer hindernisfreien Verkehrsteilnahme gehören unter anderem Bordsteinabsenkungen, Rampen, Aufmerksamkeitsfelder, Parkplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkung, blindengerechte Zusatzgeräte an Ampeln und Fahrgastinformationen für Blinde und hochgradig Sehbehinderte sowie Niederflurbusse, erhöhte Bordsteine und Buswartehallen mit einer entsprechenden Sitzgelegenheit an Bushaltestellen.


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Rollstuhl-Querung Alter Steinweg

Alter Steinweg: Neue Querung für Rollstühle und Kinderwagen

Mit der Pflasterung des Alten Steinwegs hat das Tiefbauamt auch in Höhe des Durchgangs zur Salzstraße eine weitere komfortable Querung für Menschen mit Gehbehinderungen geschaffen. Dort ist es jetzt Personen mit Rollstühlen, Rollatoren aber auch Kinderwagen möglich, ganz ohne Kante die Straßenseite zu wechseln. Eine weitere Furt in dieser Bauart ist in Verlängerung der Julius-Voos-Gasse über den Alten Steinweg geplant. Auf diese Bereiche wird im gesamten Altstadtgebiet durch Gehwegplatten mit einem Rollstuhl-Piktogramm hingewiesen. In Teilen sind diese Platten mit einem weißen Rahmen versehen, der verdeutlicht, wie groß der freizuhaltende Bereich mindestens sein muss: Für einen Rollstuhl oder Rollator, aber auch für einen Kinderwagen soll mindestens eine befahrbare Breite von einem Meter freigehalten werden. Dieser Bereich muss zwingend von abgestellten Fahrrädern freigehalten werden, damit die Furten aus glatten Steinen über die historischen Straßen genutzt werden können.


Praxisleitfaden "Barrierefreiheit in stadtgestalterisch sensiblen Bereichen“

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Barrierefrei gestalteter Gehweg

Wie kann eine Vereinheitlichung auch ohne gültige Regelwerke und Standards bei einem gleichberechtigten Nebeneinander von Barrierefreiheit und der Gestaltung sensibler Bereiche aussehen? Diese komplexe Frage hat sich ein Arbeitskreis gestellt und einen "Praxisleitfaden für stadtgestalterisch sensible Bereiche" entwickelt, der schon gute Praxisbeispiele zeigt und laufend um weitere gute Beispiele ergänzt werden soll. Herausgeberin des Leitfadens ist die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS).



 

Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Kontakt

Christel Vissing
Tel. 02 51/4 92-66 44