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Barrierefreies Bauen
Aktuelles Bauprogramm 2026
Bordsteinabsenkungen an Gehwegen
Um eigenständig von der Straße auf die Gehwege, aber auch wieder von Gehwegen auf die Straße zu kommen, benötigen Personen im Rollstuhl Bordsteinabsenkungen. Aber auch Personen, die Kinderwagen oder Rollatoren schieben, und Kinder, die die Gehwege noch mit ihren Fahrrädern zum Befahren nutzen dürfen, können durch abgesenkte Bordsteine leichter auf die sicheren Gehwege gelangen.
Deshalb lässt das Amt für Mobilität und Tiefbau jedes Jahr einige Bordsteine an einmündenden Straßen auf ein Maß von 3 cm (sonst sind es 10 cm) absenken. Die verbleibenden 3 cm dienen blinden und sehbehinderten Menschen, die zur besseren Orientierung einen Stock benutzen, als „Tastkante“, die den Gehweg eindeutig von der Fahrbahn trennt.
Fehlen Bordsteinabsenkungen auf Ihren täglichen Wegen? Dann melden Sie sich bei uns: Tel. 02 51/4 92-66 44.
Neue Blindensignalgeber für Münsters Ampeln
Kleine gelbe, graue oder orangene Kästen an Fußgängerampeln im münsterschen Stadtgebiet – für blinde oder sehbehinderte Personen sind sie eine wichtige Hilfestellung, um möglichst unabhängig am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Daher rüstet das Amt für Mobilität und Tiefbau jedes Jahr weitere Ampeln mit den sogenannten Blindensignalgebern aus: 2026 sollen zu den bestehenden 1.272 Geräten an 217 Ampeln voraussichtlich bis zu 36 Geräte an fünf Ampeln hinzukommen. (Änderungen vorbehalten, teilweise übergreifend in das Jahr 2027).
Im Stadtgebiet sind zurzeit zwei verschiedene Typen der Geräte im Einsatz. Gemeinsam haben sie, dass sie sich zunächst durch ein akustisches Signal finden lassen. Die älteren Anlagen machen dann durch Vibration auf eine Grünphase der Ampel aufmerksam, die neueren ergänzt durch einen weiteren akustischen Hinweis. Bürgerinnen und Bürger mit Sehbehinderung wissen so genau, wann sie eine Straße überqueren können und wann nicht.
Ausrüstung von Ampeln mit blindengerechten Zusatzgeräten
Blindengerechte Zusatzgeräte an Signalanlagen sind technische Einrichtungen, die speziell blinden und sehbehinderten Mitbürgern die Möglichkeit geben, signalgeregelte Kreuzungen gefahrlos zu überqueren. Sie werden bedarfsorientiert installiert und bieten so für Menschen mit Seheinschränkungen ein für sie geschlossenes Routensystem.
Diese Zusatzgeräte werden durch ein akustisches Orientierungssignal von den Betroffenen aufgefunden. Die Grünphase wird von ihnen über einen Vibrationstaster erfühlt und teilweise durch ein akustisches Freigabesignal ergänzt.
In Abstimmung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein der Stadt Münster wurden in den vergangenen Jahren einige Furten an Ampelanlagen über vielbefahrene Straßen mit Blindentastern ausgestattet. In Münster sind derzeit 217 Ampelanlagen mit insgesamt 1272 Blindensignalgebern ausgestattet. Die Standorte sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt.
Fehlen Ihnen Blindensignalgeber an Ampeln auf Ihren täglichen Wegen? Dann melden Sie sich bei uns unter der Telefonnummer 02 51/4 92-66 59.
Es ist vorerst vorgesehen, im Laufe des Jahres 2026 folgende Ampelanlagen mit Blindensignalgebern auszurüsten (Änderungen und Ergänzungen vorbehalten):
- Hammer Straße – Burgstraße
- Hülsebrockstraße – Höhe Haus Nr. 60
- Marktallee – Hohe Geest
- Neutor – Münzstraße
- Westfalenstraße – Anbindung Hansestraße
Aufmerksamkeitsfelder/Auffindestreifen an Fahrgastinformationssystemen (FIS) der Stadtwerke Münster
Die Stadtwerke Münster bauen seit 2006 an vielen Bushaltestellen zur besseren Übersicht über die Buslinien Fahrgastinformationsstelen. Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen diese Edelstahl-Stelen finden, hat das Amt für Mobilität und Tiefbau jeweils in Höhe dieser Stelen einen 90 bis 100 cm breiten Streifen aus Natursteinpflaster oder aus Bodenindikatoren quer über den Gehweg verlegt.
Blinde und sehbehinderte Menschen können mit Hilfe ihres Taststockes die "Unregelmäßigkeit" im Gehweg ertasten und wissen, dass sie auf Knopfdruck eine sprachliche Orientierungshilfe erhalten.
Auch durch die Schuhsohlen lassen sich diese Unebenheiten erfühlen.
Bushaltestellen mit Niederflurbusbordsteinen, Auffindestreifen und Aufmerksamkeitsfeldern
Zur Verbesserung der Einstiegsverhältnisse aller Fahrgäste werden die Warteflächen an Bushaltestellen auf mindestens 16 cm angehoben, so dass die verbleibende Höhendifferenz nur noch maximal 9 cm beträgt. Das Amt für Mobilität und Tiefbau baut seit Anfang des Jahres 1996 einen speziellen Niederflurbusbordstein ein.
Der Bordstein ermöglicht ein dichtes Heranfahren an den Bussteig, ohne die Reifen des Busses zu beschädigen. Die Haltestellen werden so angeordnet, dass eine geradlinige An- und Abfahrt der Busse gewährleistet ist. Hierdurch kann die Spaltbreite zwischen Türeinstieg und Haltestellenwartefläche gering gehalten werden und die verbleibende Höhendifferenz besser überwunden werden.
Die Umbaumaßnahmen werden zu 75 bis 90 Prozent vom Land gefördert.
2026 sollen an folgenden Bushaltestellen Niederflurbusbordsteine und Blindenleitsysteme eingebaut werden (Änderungen vorbehalten, teilweise übergreifend in das Jahr 2027):
- Hessenweg – Haltestellen „Ölhafen“ (beide Fahrtrichtungen in Gelmer)
- Hessenweg – Haltestellen „Overeskenshoek“ (beide Fahrtrichtungen in Gelmer)
- Wolbecker Straße – Haltestellen „St. Margaretakirche“ (beide Fahrtrichtungen), DFI-Fahne in Fahrtrichtung Münster vorhanden, wird nach Umbau wieder aufgestellt
- Sprakeler Straße - Haltestellen “Sprakel Mitte” (beide Fahrtrichtungen) in Sprakel (DFI light stadteinwärts vorhanden)
- Holtmannsweg – Haltestellen “Coerde D/E” (alle Fahrtrichtungen) in Coerde
- Münsterstraße – Haltestelle Wolbeck Ehrenmal in Fahrtrichtung „Grenkuhlenweg B“ in Wolbeck
- Hobbeltstraße – zwei neue Haltestellenpaare (beide Fahrtrichtungen) in Handorf
- Walesallee – neues Haltestellenpaar (beide Fahrtrichtungen) im York-Quartier
- Gumprichstraße – neue Haltestelle in Fahrtrichtung Roxeler Straße im Oxford-Quartier
- Wilhelmstraße – Haltestelle „Wilhelmstraße“ in Fahrtrichtung „Neutor/Schlossplatz Nord“ (DFI vorhanden, wird nach Umbau wieder aufgestellt)
Die Haltestellen sind im Online-Stadtplan markiert und im Reiter „Themen“ unter „Verkehr“ aufrufbar. Sie sind mit einem blauen Symbol verzeichnet, Standardhaltestellen haben ein grünes Symbol.
Buswartehallen
Die Stadt Münster wird in diesem Jahr voraussichtlich keine neuen Wartehallen aufstellen, sondern die vorhandenen durch einen neuen Werbepartner im Rahmen einer Austauschaktion ersetzen lassen. Dabei werden die alten Hallen gegen neue in verschiedenen Größen ausgetauscht.


