Stadt Münster: Tiefbauamt - Aktuelles Bauprogramm

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Barrierefreies Bauen

Aktuelles Bauprogramm 2019

Bordsteinabsenkungen an Gehwegen

Um eigenständig von der Straße auf die Gehwege, aber auch wieder von Gehwegen auf die Straße zu kommen, benötigen Rollstuhlfahrer Bordsteinabsenkungen. Aber auch Personen, die Kinderwagen oder Rollatoren schieben, und Kinder, die die Gehwege noch mit ihren Fahrrädern zum Befahren nutzen dürfen, können durch abgesenkte Bordsteine leichter auf die sicheren Gehwege gelangen. Deshalb lässt das Amt für Mobilität und Tiefbau jedes Jahr einige Bordsteine an einmündenden Straßen auf ein Maß von 3 cm (sonst sind es 10 cm) absenken. Die verbleibenden 3 cm dienen blinden und sehbehinderten Menschen, die zur besseren Orientierung einen Stock benutzen, als "Tastkante", die den Gehweg eindeutig von der Fahrbahn trennt.

Fehlen Bordsteinabsenkungen auf Ihren täglichen Wegen? Dann melden Sie sich bei uns: Tel. 02 51/4 92-66 44.

Ausrüstung von Ampeln mit blindengerechten Zusatzgeräten

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Blindengerechtes Zusatzgerät

Blindengerechte Zusatzgeräte an Signalanlagen sind technische Einrichtungen, die speziell blinden und sehbehinderten Mitbürgern die Möglichkeit geben, signalgeregelte Kreuzungen gefahrlos zu überqueren. Sie werden bedarfsorientiert installiert und bieten so für Menschen mit Seheinschränkungen ein für sie geschlossenes Routensystem.
Diese Zusatzgeräte werden durch ein akustisches Orientierungssignal von den Betroffenen aufgefunden. Die Grünphase wird von ihnen über einen Vibrationstaster erfühlt.

In Abstimmung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein der Stadt Münster wurden in den vergangenen Jahren einige Furten an Ampelanlagen über vielbefahrene Straßen mit Blindentastern ausgestattet. An den münsterschen Ampeln sind aktuell 1020 Blindensignalgeber montiert. Die Standorte verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet.

Fehlen Blindensignalgeber an Ampel auf Ihren täglichen Wegen? Dann melden Sie sich bei uns: Telefonnummer 02 51/4 92-69 35.

Es ist vorerst vorgesehen, im Laufe des Jahres 2019 folgende Ampelanlagen mit Blindensignalgebern auszurüsten (Änderungen und Ergänzungen vorbehalten):


  • Albersloher Weg - Martin-Luther-King-Weg, realisiert
  • Berliner Platz, realisiert
  • Grevener Straße - Melchersstraße
  • Grevener Straße - Höhe Von Einem-Straße, realisiert
  • Hensenstraße - Enschedeweg, realisiert
  • Hoher Heckenweg - Piusallee, realisiert
  • Marktallee – Höhe Haus Nr. 48
  • Roxeler Straße - Albert-Schweitzer-Straße, realisiert
  • Siemensstraße - Trauttmansdorffstraße

Aufmerksamkeitsfelder/Auffindestreifen an Fahrgastinformationssystemen (FIS) der Stadtwerke Münster

Foto: Auffindestreifen

Auffindestreifen

Die Stadtwerke Münster bauen seit 2006 an vielen Bushaltestellen zur besseren Übersicht über die Buslinien Fahrgastinformationsstelen. Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen diese Edelstahl-Stelen finden, hat das Tiefbauamt zur besseren Orientierung jeweils in Höhe dieser Stelen einen ca. 90 bis 100 cm breiten Streifen aus Natursteinpflaster oder aus Bodenindikatoren quer über den Gehweg verlegt. Blinde und sehbehinderte Menschen können mit Hilfe ihres Taststockes die "Unregelmäßigkeit" im Gehweg ertasten und wissen, dass sie auf Knopfdruck eine sprachliche Orientierungshilfe erhalten.
Auch durch die Schuhsohlen lassen sich diese Unebenheiten erfühlen.


Bushaltestellen mit Niederflurbusbordsteinen, Auffindestreifen und Aufmerksamkeitsfeldern

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Zur Verbesserung der Einstiegsverhältnisse für alle Fahrgäste werden die Warteflächen an Bushaltestellen auf 16 cm angehoben, so dass die verbleibende Höhendifferenz nur noch 9 cm beträgt. Das Tiefbauamt baut seit Anfang des Jahres 1996 einen speziellen Niederflurbusbordstein ein. Der Bordstein ermöglicht ein dichtes Heranfahren an den Bussteig, ohne die Reifen des Busses zu beschädigen. Die Haltestellen werden so angeordnet, dass eine geradlinige An- und Abfahrt der Busse gewährleistet ist. Hierdurch kann die Spaltbreite zwischen Türeinstieg und Haltestellenwartefläche gering gehalten werden und die verbleibende Höhendifferenz besser überwunden werden.
Die behindertenfreundlichen Umbaumaßnahmen werden zu 75 bis 90 % vom Land gefördert.
Bei Umbauten von ganzen Straßenzügen, auf denen sich auch Bushaltestellen befinden, werden diese ebenfalls weitestgehend barrierefrei ausgebaut. Diese Standorte werden nicht speziell hier aufgeführt.
2019 sollen im Rahmen eines eigenen Programms an folgenden Bushaltestellen Niederflurbusbordsteine und Blindenleitsysteme eingebaut werden (Änderungen vorbehalten):

  • Boeselagerstraße – Haltestellen "Vagedesweg", umgesetzt in Fahrtrichtung "Lange Ossenbeck"
  • Gittruper Straße – Haltestelle „Gelmer“ in Fahrtrichtung „Gelmerheide“, umgesetzt
  • Redigerstraße – Haltestelle "Redigerstraße" in Fahrtrichtung "Mühlenhof", umgesetzt
  • Rüschhausweg – Haltestelle „Asbeckweg“ in Fahrtrichtung „Gievenbeck Rüschhausweg“, umgesetzt
  • Rubensstraße – Haltestellen „Emil-Nolde-Weg“, umgesetzt
  • Weseler Straße – Haltestelle „Mersmannstiege“ in Fahrtrichtung „Umspannwerk“, umgesetzt
  • York-Ring – Haltestelle „Orleans-Ring B“, umgesetzt

Die Haltestellen sind im Online-Stadtplan markiert und unter "Themenauswahl" aufrufbar. Sie sind mit einem blauen Symbol verzeichnet, Standardhaltestellen haben ein grünes Symbol.



Buswartehallen

Die Stadt Münster wird auch in diesem Jahr keine eigenen neuen Wartehallen aufstellen. Die WALL AG aus Berlin wird wie in den vergangenen Jahren auch weiterhin einige Wartehallen im Zuge von Baumaßnahmen austauschen und neu aufstellen.

 

Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Kontakt

Christel Vissing
Tel. 02 51/4 92-66 44



Mandana Zamanpour
Tel. 02 51/4 92-69 35