Stadt Münster: Tiefbauamt - Bauliche Maßnahmen

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Barrierefreies Bauen

Bauliche Maßnahmen

Getrennte Querungen

Foto: Getrennte Querung

Getrennte Querung

Die weißen Noppenplatten, die in einer Breite von 90 cm auf dem Gehweg verlegt werden, leiten blinde und sehbehinderte Menschen sicher zum Ampelmast, der mit Blindensignalgebern ausgestattet ist. Vor dem Bordstein weist ein 60 cm tiefes Richtungsfeld aus Rippenplatten den Weg auf die gegenüberliegende Gehwegseite. Eine hörbare Grünphase durch den Blindensignalgeber ermöglicht die sichere Querung der Straße. Die Höhe der Tastkante ist hier bei 6 cm, der Bordstein ist weiß.
Alle Rippen- und Noppenplatten sind weiß und haben ein Format von 30 cm x 30 cm. Eingerahmt werden diese Formsteine durch anthrazitfarbene Gehwegplatten, um den farblichen Kontrast zu verstärken. Dieser Kontrast ist für Menschen mit einer Sehbehinderung sehr wichtig.

Für motorisch eingeschränkte Menschen ist ein Bereich des Gehweges auf Fahrbahnniveau abgesenkt worden. Die Tastkante, die blinden Menschen den lebenswichtiger Hinweis auf die Grenze zwischen Fahrbahn und Gehweg gibt, ist hier durch zwei Reihen quer verlegter weißer Rippenplatten ersetzt worden. Diese halten blinde Menschen davon ab, unabsichtlich die Fahrbahn zu betreten. Der Rollbord ist grau und problemlos mit Rollstühlen, Rollatoren aber auch Fahrrädern zu überfahren.

Durch baulich getrennte Querungen können die spezifischen Bedürfnisse der blinden und motorisch eingeschränkten Menschen berücksichtigt werden.
Die getrennten Querungen an gesicherten Querungen (signalisierte Querung und Fußgängerüberweg) gehören seit 2012 zum Standard der Stadt Münster. Ausnahmen gibt es in städtebaulich sensiblen Bereichen.


Bordsteinabsenkungen

Foto: Bordsteinabsenkung

Bordsteinabsenkung

Bordsteinabsenkungen vermindern die Bordsteinhöhe an Überquerungsstellen, Gehwegübergängen, Parkflächen und Taxistellplätzen auf ein Maß, das Mobilitätsbehinderte in der Regel selbstständig bewältigen können und das Blinden das Ertasten der verbleibenden Kante in Höhe von drei Zentimetern ermöglicht.
Die Höhendifferenz von drei Zentimetern ergibt sich aus dem Abstimmungsprozess beteiligter Gruppen und Verbände als Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Blinden, sich nach ertastbaren Elementen zu richten, und denen der Rollstuhlfahrer, möglichst ohne Höhendifferenz den Straßenraum zu befahren.
Die Schrägneigung der Gehwegfläche in Richtung des abgesenkten Bordsteines soll 6 % nicht überschreiten. Ist diese Neigung aufgrund beengter Verhältnisse nicht einzuhalten, so ist der angrenzende Gehwegbereich mit in die Absenkung einzubeziehen.


Rampen

Foto: Rampe

Rampe am Stadthaus 2

Treppen sind ein unüberwindbares Hindernis für Menschen im Rollstuhl. Deshalb sollten Rampen mit einer maximalen Längsneigung von 6 % gebaut werden, die allen mobilitätseingeschränkten Menschen die Teilnahme am öffentlichen Leben erleichtern.


Foto: Behindertengerechter Parkplatz

Behindertengerechter Parkplatz

Parkplatz für Behinderte

Neben der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch mobilitätsbehinderte Personen ist das individuell behindertengerecht angepasste Kraftfahrzeug ein häufig eingesetztes Verkehrsmittel.
Die erforderlichen Parkplätze müssen hinsichtlich Anzahl, Lage und Abmessung die Bedingungen der mobilitätsbehinderten Personen erfüllen.


Erhöhte Haltestellen für Niederflurbusse

Foto: erhöhte Haltestelle

Erhöhte Haltestelle

Niederflurbusse sind Fahrzeuge, deren Wagenfußbodenhöhe über Straßenoberkante nur noch bis zu ca. 33 cm beträgt und die im Türbereich der Einstiege keine Stufen mehr besitzen. Die Wagenfußbodenhöhe kann im Bereich der Einstiege durch das Entleeren der Luftfeder (Kneeling) weiter um 8 cm auf ca. 25 cm abgesenkt werden. Zur Verbesserung der Einstiegsverhältnisse für Mobilitätsbehinderte werden die Haltestellenwarteflächen auf 16 cm angehoben, so dass die verbleibende Höhendifferenz nur noch 9 cm beträgt.
Das Tiefbauamt baut seit Anfang des Jahres 1996 einen speziellen Niederflurbus-Bordstein ein. Der Bordstein ermöglicht ein dichtes Heranfahren an den Bussteig, ohne die Reifen des Busses zu beschädigen. Die Haltestellen sollen so angeordnet werden, dass eine gradlinige An- und Abfahrt der Busse gewährleistet ist. Hierdurch kann die Spaltbreite zwischen Türeinstieg und Haltestellenwartefläche gering gehalten und die verbleibende Höhendifferenz besser überwunden werden.

Die Haltestellen sind im Online-Stadtplan markiert und unter "Themenauswahl" aufrufbar. Sie sind mit einem blauen Symbol verzeichnet, Standardhaltestellen haben ein grünes Symbol.



 

Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten

Kontakt

Christel Vissing
Tel. 02 51/4 92-66 44



Mandana Zamanpour
Tel. 02 51/4 92-69 35