Stadt Münster: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit - Baumschutz

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Bäume

Baumschutzsatzung in Münster - Ja oder Nein?

Die Baumschutzsatzung kann von einer Stadt oder Gemeinde erlassen werden, um die Voraussetzungen festzuschreiben, unter denen Bäume auf privatem Grundstück gefällt werden dürfen.
Nach einer Umfrage der Gartenamtsleiterkonferenz in nordrhein-westfälischen Städten im Jahr 2011 haben 19 von 31 Städten eine Baumschutzsatzung, acht Städte haben keine Satzung erlassen, vier Städte haben ihre Satzung in der Vergangenheit eingestellt.

In Münster wird auf den Erlass einer Baumschutzsatzung verzichtet. Rat und die Verwaltung setzen hingegen auf Information der Bürgerinnen und Bürger und auf ein Verständnis und die Identifikation mit Bäumen.
Die Vor- und Nachteile einer Baumschutzsatzung wurden jedoch in der Vergangenheit in Münster mehrfach fachlich und politisch beraten. Im Dezember 2011 wurde ein Hearing zum Erlass einer Baumschutzsatzung durchgeführt. Unter Beteiligung von verschiedenen Experten (Vertretern der Städte Osnabrück, Bochum, Münster, Umweltverbände, Kreisgärtner, Jurist) wurde diskutiert, ob eine Baumschutzsatzung zukünftig eine Option für Münster sein könnte.

Die Erfahrungen der Vertreter der anderen Städte waren sehr unterschiedlich. Alle Vertreter warben jedoch für Kontinuität der Kommunen im Baumschutz und für einen umfassenden Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Sie appellierten an einen breiten Konsens zwischen Politik, Bürgerschaft und Verwaltung. Die Interessenvertreter von Haus & Grund, Kreisgärtnermeister und Umweltforum Münster e.V. vertraten einvernehmlich einen weiteren Verzicht auf die Einführung einer Baumschutzsatzung.
Der Beschlussvorschlag der Verwaltung einschließlich des Protokolls der Veranstaltung sind dem Ratsinformationssystem der Stadt Münster zu entnehmen.


Baumschutz? - Auf jeden Fall!

Auch wenn es in Münster keine Baumschutzsatzung gibt, können an bestimmten Stellen im Stadtgebiet Bäume unter einem besonderen Schutz stehen. Dies ist der Fall, wenn sie als Naturdenkmal eingestuft wurden oder wenn besondere Festsetzungen im Bebauungsplan existieren. In solchen Fällen dürfen die Bäume vom Eigentümer/ von der Eigentümerin nicht ohne Einverständnis der Stadt Münster entfernt oder in ihrer Vitalität beeinträchtigt werden.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baum einem solchen Schutz unterliegt, fragen Sie die Fachleute in der Stadtverwaltung!

Baumschutz? - Ja, bitte!

Der Lebensraum der Straßen- und Stadtbäume ist baulich eingeschränkt und gibt den Bäumen keine normalen Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb gilt es, diese Bäume vor weiteren Beeinträchtigungen zu schützen:

  • Baumscheiben sollten so groß wie möglich angelegt werden. Zu kleine Baumscheiben verhindern, dass Luft und Wasser an die äußeren Wurzelenden gelangen.
  • Pfähle, Poller und ähnliche Hindernisse sollten die Baumscheiben vor parkenden Autos schützen. Parkende Autos, Bodenauffüllungen oder schwere Gegenstände auf den Baumscheiben pressen den Boden zusammen und verhindern, dass der Boden durchlüftet wird und die Wurzeln mit dem Wasser genügend Nährstoffe aufnehmen.
  • Schäden an der Baumrinde sind grundsätzlich zu vermeiden. Durch Anfahrschäden von Autos oder angelehnte Fahrräder können dem Baum Rindenverletzungen zugefügt werden, sodass Pilze und Bakterien in den Baum eindringen und den Baum weiter schädigen können.
  • Alle Bauarbeiten im öffentlichem Raum sind so durchzuführen, dass die Wurzeln von Bäumen möglichst unverletzt bleiben! Die Baumscheiben oder die Baumstämme sind durch Schutzzäune bzw. Schutzhölzer/-schläuchen vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Baumaßnahmen im Bereich von städtischen Bäumen müssen im Amt für Grünflächen und Umweltschutz vor Baubeginn gemeldet werden.
  • Baumscheiben sollten nicht als Hundetoilette benutzt werden. Hundeurin und -kot verätzen die Rinde und stören den Nährstoffhaushalt im Boden.
  • Bodenverschmutzung: Öl, Benzin, Salze und Abwasser sind zu verhindern, da sie die Wurzeln angreifen.
  • Abgase aus Gewerbe, Verkehr und Haushalten sind zu minimieren, da sie Schadstoffe verbreiten und Sommersmog (bodennahes Ozon) verursachen, der Blätter und Rinde angreift.

 

Zusatzinfos

Kontakt

Rechts- und Planungsfragen

Ute Oldenbüttel
Tel. 02 51/4 92-67 21
Oldenbuettel@stadt-muenster.de

Christoph Kuttenkeuler
Tel. 02 51/4 92-67 44
kuttenkeuler@stadt-muenster.de

Baumpflege und Verkehrssicherheit

Elisabeth Kothe-Otte
Tel. 02 51/4 92-67 42
Kothe-Otte@stadt-muenster.de

Andreas Lambert
Tel. 02 51/4 92-67 36
LambertA@stadt-muenster.de